Vorsicht HD-Falle
Einkaufsberater HDTV-Fernseher
Manuel Masiero
Nur Fernseher, die 1080 Bildschirmzeilen nativ darstellen, bringen auch die höchste HDTV-Auflösung unverfälscht auf die Mattscheibe. Erkennen kann man diese Produkte an den Logos "HD Ready 1080p" oder "HDTV 1080p". Vorsicht vor dem Begriff "Full HD": Dieses goldene Logo ziert zwar so manchen Fernseher, ist aber kein offizielles Gütesiegel und sagt zudem lediglich aus, dass das Gerät 1080p-Signale akzeptiert. Wie diese allerdings dargestellt werden, ist eine ganz andere Sache und bleibt dem Hersteller überlassen.
Sitzabstand im Wohnzimmer beachten
Dem 16:9-Fernsehformat gehört die Zukunft - beispielsweise wurde die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in diesem Format an geeignete Empfangsgeräte übertragen. Wie groß der Fernseher sein soll, hängt von der Sehgewohnheit und von den Räumlichkeiten ab. Als Faustregel für den Abstand bewährt sich bei den 16:9-Bildschirmen folgende Rechnung: Das Zweifache bis Dreifache der Bilddiagonale wird von vielen als angenehmer Abstand empfunden. Bei einem 42-Zoll-Bildschirm reichen knapp drei Meter Abstand. Kleiner als 30 Zoll sollte der TV im Wohnzimmer nicht sein. Beim Aufstellen des Fernsehers gilt es auch immer etwas Abstand zur Wand zu lassen: Die Flachbildschirme produzieren Abwärme und dürfen nicht überhitzen.
HDTV-Programme per Satellit
Abgesehen vom kostenpflichtigen Premiere-HD-Programm sind HD-Fernsehsendungen in Deutschland noch Mangelware. Deutlich weiter kommt man mit einem Sat-Receiver, da zahlreiche Sender bereits HDTV-Programm per Satellit ausstrahlen. Zum Empfang braucht es neben einer digitalen Sat-Anlage auch einen passenden Receiver wie beispielsweise den Humax PR-HD1000 oder Pace DS810KP.

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Premiere HDTV-Receiver Philips DSR 9005.jpg, BU: Um HDTV-Sender zu empfangen, braucht es einen HD-fähigen Satellitenreceiver wie den Philips DSR 9005.
(Klick vergrößert.)
Eine solche Set-Top-Box muss DVB-S2 unterstützen, also auch in der Lage sein, den MPEG-4-Standard mit seiner leistungsfähigen, aber rechenintensiven H.264-Kompression decodieren zu können. Ebenfalls wichtig: In der Box sollte ein Conditional Access Module (CAM) integriert sein. Dieses nimmt eine Smartcard auf, mit der sich verschlüsselte Satelliten-Programme ebenso wie Premiere HD dekodieren lassen. Eine Liste europäischer HDTV-Sender findet man unter anderem beim kingofsat.net. Den genauen Link dorthin finden Sie am Ende dieses Artikels, in den Links zum Thema.
Fazit
Einen HDTV-Fernseher sollte man erst dann kaufen, wenn man diesen vor Ort ausprobiert hat. Es ist zwar unbestritten sehr bequem, sich ein Gerät anhand technischer Daten auszusuchen und anschließend per Katalog oder im Internet zu bestellen. Über die tatsächliche Bildqualität erfährt man dabei aber nichts. Vor dem Kauf sollte man sich deshalb im Fachhandel beraten lassen. Ein entgegenkommender Verkäufer wird es sicherlich gestatten, Testfilme auf dem Gerät abzuspielen und durch das Fernsehprogramm zu schalten.
Beim Großteil der "HD Ready"-Fernseher sollten mittlerweile zwar keine Probleme mehr auftauchen. Trotzdem gilt es, diese Geräte genau unter die Lupe zu nehmen. Soll der Fernseher höchste HDTV-Auflösung nativ darstellen, braucht es ein Geräte mit "HD Ready 1080p"-Logo. Geräte mit "HDTV 1080p"-Siegel verfügen dabei über einen integrierten TV-Tuner.
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