Einkaufsberater HDTV-Fernseher
Checkliste: Das HDTV-Gerät von morgen
Um in einen zukunftssicheren Fernseher zu investieren, sollte man beim Kauf einige Punkte beachten. Damit ein Gerät HDTV-Sendungen mindestens in einer Auflösung von 720 Zeilen anzeigt, sollte es das "HD Ready"-Siegel tragen. Das stellt jedoch nur die Mindestanforderung dar. Deutlich besser bedient ist man mit einem Fernseher, der auch die höchste HD-Auflösung unterstützt. Das ist bei allen Displays der Fall, die mit dem "HD Ready 1080p"-Logo geschmückt sind.
Anwender, die Wert auf einen integrierten TV-Tuner legen, sollten zudem auf das "HDTV 1080p"-Logo schauen. Beide Geräteklassen unterstützen 24-Hertz-Bildsignale, mit denen Blu-ray-Discs und HD-DVDs sowie Kinofilme gemastert sind. Arbeitet der Fernseher nicht mit dem "1080p/24"-Modus, sondern nur mit den üblichen 50 Bildern pro Sekunde, muss das Bildsignal dagegen umgerechnet werden. Bei der Videodarstellung kann sich das insbesondere bei langsamen Kameraschwenks mit Bildrucklern bemerkbar machen.
Zukunftssicher nur mit HDMI-Schnittstelle
Ohne eine Mindestausstattung an Schnittstellen geht nichts. Um HDTV-Sendungen zu empfangen, muss ein Flachbildschirm mindestens über eine DVI-Schnittstelle, besser aber über einen HDMI-Eingang verfügen. Beide Schnittstellen übertragen die Fernsehsignale digital, also verlustfrei. Und nach genau diesen Schnittstellen verlangt der Kopierschutz HDCP, mit dem Fernsehsendungen verschlüsselt werden. Zum guten Bild gehört auch der richtige Ton.
IFA-Trends 2008: Flachbildfernseher
Die neue Aurea-Serie von Philips hört auf den Namen 9900. Es gibt zwei Modelle mit 42 oder 37 Zoll Bilddiagonale. Für 3.700 beziehungsweise 3.200 Euro erhält man LCD-Fernseher, die mit jeweils mit vier HDMI-Anschlüssen und USB ausgestattet sind, sowie den DLNA-Standard beherrschen. Zu den technischen Spezifikationen gehören Full-HD mit 1080p, einhundert Hertz Bildwiederholrate un 2250 Billionen Farben.
Die neuen LCD-Fernseher aus Sharps Aquos-Familie hören auf den Namen LC-XL8E. Sie gibt es mit 32 und 37 Zoll großer Bilddiagonale. Sie laufen mit einhundert Hertz und sind für HDTV gerüstet. Um Strom sparen zu können ist unter anderem die Hintergrundbeleuchtung in zwei Stufen regelbar. Die Preise: 32 Zoll gibt es für 1.300 Euro und 37 Zoll für 1.600 Euro.
Das SL im Namen steht bei diesem Loewe-Gerät für "Slim Line". Bei einer Bilddiagonale von 42 oder 47 Zoll ist der Fernseher nur neun Zentimeter tief. DVB-T- und DVB-C-Receiver sind eingebaut und eine DVB-S-Receiver kann optional aufgerüstet werden. Ein Preis stand noch nicht fest, aber Loewe-Geräte gehören nicht zu den Preisbrechern.
Die LCD-Fernseher aus der Vision 7-Reihe von Grundig gibt es mit 32, 37, 42 oder 47 Zoll großer Bilddiagonale. Zur Ausstattung gehören drei HDMI-Eingänge und ein integrierter DVB-T-Receiver. Im Gehäuse befinden sich so genannte Soft Keys, die zur Bedienung etwa vier Sekunden lang rot aufleuchten, wenn man sich dem Gerät nähert. Preise stehe noch nicht fest.
Der Kuro LX6090 ist eines der wenigen neuen Plasma-Modelle. Bei einer Bilddiagonale von 60 Zoll (152 Zentimeter) beherrscht das Gerät HD und verfügt über integrierte DVB-T und Satelliten-Tuner. Dabei ist das Gerät nur 9,4 Zentimeter tief. Nach DLNA-Standard kann es digitale Inhalte über eine Heimnetzwerk oder USB wiedergeben. Ohne HD-Tuner kostet neue Kuro 6.000 Euro, mit HD-Tuner steht der Preis noch nicht fest.
Auch bei diesem 46 Zoll Modell seiner 950-Serie nutzt Samsung sein neues Crystal Design, dass demnächst Produkte aller Gattungen des Konzerns zieren wird. Per RSS-Feeds können Inhalte aus dem Internet geladen werden. Ohne Internetverbindung kommen Inhalte aus der Content Library oder per DLNA-Standard von anderen Geräten der Heimelektronik.
Die Regza-TV ZF-Serie von Toshiba mit 40 oder 46 Zoll Bilddiagonale wird erst ab Oktober 2008 verfügbar sein. Dann ist sie aber mit vier HDMI-Anschlüssen ausgestattet und besitzt einen integrierten DVB-T-Tuner. Als weitere technische Daten sind einhundert Hertz, Full-HD-Auflösung und ein Kontrast von 30.000:1 angegeben.
Flachbildfernseher mit HDMI-1.3-Anschluss kommen dabei in den Genuss unkomprimierter Surroundsound-Formate wie Dolby True HD und DTS-HD Master Audio. Um diese Klänge von Blu-ray-Konserve auch tatsächlich hören zu können, braucht es aber neben einem passenden Lautsprechersystem auch einen mit entsprechenden Decoderchips ausgestatteten AV-Receiver.
Finger weg von einem Fernsehgerät, das weder HDMI noch DVI unterstützt. Auf letztere PC-Schnittstelle kann man zwar verzichten, weil sie in der Unterhaltungselektronik wenig verbreitet ist. Man sollte sich auch nicht mit dem Argument vertrösten lassen, dass sich hochauflösendes Fernsehen auch über den analogen Komponenteneingang empfangen lässt. Das stimmt zwar prinzipiell, allerdings ist bei analoger Verbindung die Videoqualität schlechter als bei digitaler Übertragung. Zudem schalten viele Rechteinhaber den Komponenten-Eingang ohnehin ab, um analoge Kopien ihrer HD-Videos zu verhindern.
Auch beim "HD-Ready"-Logo nicht blind zugreifen
Grundsätzlich ist es immer besser, wenn ein Fernseher HD-Auflösungen nativ anzeigen kann, also ohne sie in ein anderes Format umrechnen zu müssen. Vorsicht bei Displays, die sich mit dem "HD Ready"-Logo schmücken. Sie kommen zwar mit 720p zurecht, müssen dieses Format aber keinesfalls nativ darstellen, sondern lediglich dessen Bildsignale verarbeiten können. Ein "HD Ready"-Fernseher, dessen Auflösung beispielsweise nur mit 1.024 x 768 Pixeln angegeben wird, muss einen Film daher auf die kleine HDTV-Auflösung 720p hochrechnen. Sitzt ein leistungsfähiger Scaler im Gerät, hat das normalerweise keine Auswirkung auf die Bildqualität.
Links zum Thema
- LG: LCD-TV 37LF65
- Testbild PAL/HDTV
- Samsung
- EICTA-Anforderungen für HD
- Humax PR-HD1000
- Pace DS810KP
- Liste empfangbarer HDTV-Sender
- IFA 2007: Fernseher fürs Heimkino
