Zehnmal schneller als USB 2.0
IDF: USB 3.0 steht in den Startlöchern
Manuel Masiero
Mit Version 3.0 soll sich die USB-Schnittstelle zur superschnellen Schnittstelle mausern. Anstelle der maximal möglichen 480 MBit/s verspricht der Nachfolger nun Datendurchsatzraten von fünf GBit/s - das ist zehnmal schneller als USB 2.0.
Die "USB 3.0 Promoter Group" hat auf dem Intel Developer Forum ihre Pläne für eine schnellere USB-Schnittstelle vorgestellt. Das theoretisch zehnmal schnellere USB 3.0 soll vor allem mit den stark gestiegenen Kapazitäten vieler Massenspeicher mithalten, gleichzeitig aber abwärtskompatibel zu USB 2.0 sein.
Mobile Endgeräte sollen dabei nicht nur vom schnelleren Datenaustausch profitieren. Die von HP, Intel, NEC, NXP Semiconductors und Texas Instruments gegründete Gruppe will USB 3.0 auch speziell für geringen Stromverbrauch optimieren. Eine Spezifikation der neuen Schnittstelle soll im ersten Halbjahr 2008 verabschiedet werden. Wann die ersten USB-3.0-Geräte auf den Markt kommen, steht aber nicht fest.
Mit 600 MByte/s schneller als S-ATA 2
Ob USB 3.0 auch tatsächlich ein zehnmal höheres Tempo als sein Vorgänger erreicht, bleibt derzeit Spekulation. Bei USB 2.0 zeigt die Praxis jedenfalls, dass diese Schnittstelle hinter ihrem versprochenen Datendurchsatz von 480 MBit/s zurückbleibt. Statt theoretischen 60 MByte/s ist bedingt durch Protokoll-Overhead bei etwa 40 MByte/s Schluss, was viele aktuelle Festplatten ausbremst.
USB 3.0 dürfte diesen Flaschenhals jedoch beheben: Selbst bei zwei Dritteln der theoretisch möglichen Geschwindigkeit liegt dessen Bandbreite immer noch jenseits von 400 MByte/s. Damit wäre USB 3.0 schneller als S-ATA 2 und sogar flott genug, um sogar manches RAID-System ohne Tempoverlust zu betreiben.
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