Tauchfahrt ins Actionglück
Spieletest: BioShock
Michael Dees
Eine große Idee, eine Metropole auf dem Meeresgrund, eine Gesellschaft mit Visionen - eine Revolution, die ihre Kinder frisst. Rapture City ist kein Ort, an dem man real Urlaub machen möchte, aber ein Ort, dessen virtuelle Erkundung zum Aufregendsten zählt, was das Zockerjahr 2007 zu bieten hat. Vorausgesetzt, die Technik spielt mit.
Wer einen Flugzeugabsturz über dem Atlantik überlebt, sollte das Schlimmste eigentlich hinter sich haben. Eigentlich. Umringt von lodernden Trümmern rettet sich der einzig Überlebende der Katastrophe in einen Leuchtturm auf offener See. Darin verborgen eine Taucherglocke, die ihn nach Rapture bringt, einer Metropole im Stil der Dreißigerjahre, an der die Lage auf dem Meeresgrund noch nicht einmal das Ungewöhnlichste ist. Faszinierender und zugleich erschreckender sind die mehrheitlich mutierten Bewohner, Splicer, jener Unterwasserwelt.
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Einst galt Rapture als Dorado für Freigeister, als elitäre Sammelstelle, wo Künstler keiner Zensur unterworfen waren und Wissenschaftler keinen moralischen Grenzen. Alles sollte möglich sein in dieser Stadt, deren Gründer Andrew Ryan Entfaltungsmöglichkeiten für jeden versprach, der nach seinem Vorbild sämtlichen Normen und Zwängen abschwören wollte.
Mit allen Freiheiten ausgestattet, gelangen den Forschern bald revolutionäre Erfolge auf dem Gebiet der Gentechnik. ADAM erwies sich als größter Durchbruch: Mit Hilfe eines Tiefseeparasiten, der seinen Wirt genetisch verändert, konnten nicht nur schiefe Nasen korrigiert werden, auch tiefere Eingriffe in die menschliche Biologie ließen sich per Injektion vornehmen. Jedoch nicht ohne Nebeneffekte.
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