DSL-Alternative: Surfen über Satelliten

Teles: Hopp oder top?

Ansonsten werden für die Sat-Schüssel, die für den Hot Bird-Empfang lediglich 68 cm messen soll, das Sende- und Empfangs-LNB sowie das Docsis-Modem insgesamt 549 Euro verlangt. Die einmalige Einrichtungspauschale soll bei 99,90 Euro liegen. Je nach gewünschter Geschwindigkeit hat der Kunde die Wahl zwischen Bronze, Silber und Gold. Das Paket Bronze umfasst einen Download mit 512 kBit/s und einen Upload von 100 kBit/s, die Monatsgebühr beträgt 129,95 Euro.

Für 1.024 kBit/s Up- und 128 kBit/s Downstream werden in der Klasse Silber 39,95 Euro verlangt, Herunterladen mit 2.048 kBit/s und Datenversand mit 156 kBit/s kostet in der Gold-Klasse 89,90 Euro. Ohne Vertragsbindung werden monatlich zehn Euro mehr verlangt, eine VoIP-Flatrate ins europäische Festnetz von "Satcall" gibt es für einen monatlichen Aufpreis von 9,95 Euro.

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Die Preise liegen deutlich über den Discount-Angeboten der Breitbandanbieter, jedoch versteht sich Tooway als "Retter in der Not" für die unterversorgten Regionen und sieht damit auch die höheren Tarife als gerechtfertigt. Wie für den Mitbewerber aus Luxemburg ist Expansion eines der wichtigen Schlagworte. Astra2Connect gibt es künftig in Irland, Eutelsat will in Frankreich, Spanien und Bulgarien punkten.

Neben der Internetagentur Schott setzt Eutelsat mit Teles auf ein zweites, erfahrenes Zugpferd bei satellitengestützten Breitband-Zugängen. Erstmals wird den Kunden ein Zwei-Wege-Zugang über Satellit präsentiert. Die Hardware soll 549 Euro kosten, alternativ soll das Equipment für eine monatliche Gebühr von 9,90 Euro vermietet werden. Lediglich zwei Tarifpakete sind angedacht: SkyDSL 1000 mit 1.028 kBit/s im Downstream soll bei einem 24-Monats-Vertrag 49,90 Euro kosten. Für Sky DSL 2000 mit 2.408 kBit/s im Download sollen monatlich 89,90 Euro fällig werden, bei Zwölf-Monats-Verträgen werden jeweils fünf Euro Aufpreis verlangt.

Teles hat sich mit skyDSL im Bereich des Ein-Wege-Zugangs einen Namen gemacht. Wie lange das noch so bleibt, ist derzeit unklar. Nach netzwelt-Informationen liegen die Verluste mit der Marke skyDSL auf einem unverändert hohen Niveau. Nach Angaben des Tagesspiegel soll der operative Verlust allein im zweiten Quartal 2007 stolze 700.000 Euro betragen. Die Zahl der Kunden stagniere bei 28.000. Die baldige Einstellung des Geschäftsbereiches gilt als wahrscheinliches Szenario, um nicht noch mehr Geld ins Weltall zu pumpen.

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