Konkurrenzkampf der Zwei-Wege-Breitbanddienste über Satellit
DSL-Alternative: Surfen über Satelliten
DSL-Alternativen
Lange Zeit waren Internetzugänge über Satellit nur eine Einbahnstraße. Ohne den dringend benötigten Rückkanal ein großes Problem, mussten die Daten doch oft über einen Schmalbandanschluss gepresst werden. Der Zugang zum weltweiten Datennetz war holprig und wurde unnötig ausgebremst. Seit der Internationalen Funkausstellung ist ein wahrer Boom ausgebrochen. Netzwelt hat die neusten Zugangsvarianten genauer beleuchtet.
Da wäre zum einen Astra2Connect vom unangefochtenen Platzhirsch im Orbit, SES Astra. Aus Kapazitätsgründen wird der Breitband-Dienst nicht mehr über die in Deutschland populärste Orbitposition 19,2° Ost angeboten. Potenzielle Kunden für Astra2Connect müssen ihre Antenne nun auf 23,5° Ost ausrichten beziehungsweise ein Duo-LNB einsetzen, um beide Satellitenpositionen anzupeilen. Für die Vermarktung sind die Unternehmen Filiago und StarDSL zuständig. Letzteres hat seine Tarifstruktur deutlich aufpoliert und will um die nach eigenen Angaben drei Millionen DSL-losen Haushalte in Deutschland buhlen.
Die Hardwarekosten liegen bei einmalig 299 Euro und umfassen eine 85 cm-Antenne mit Sende- und Empfangs-LNB sowie 30 Meter Kabel. Mit dieser Satellitenschüssel ist der bereits erwähnte Empfang beider Orbitpositionen kein Problem. Einrichtungskosten gibt es nicht, drei Flatrate-Tarife sind im Angebot.

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In Nordamerika gilt Tooway bei mehr als 250.000 Haushalten als erprobte Technologie. (Bild-Quelle: Eutelsat)
Wer mit 256 Kilobit pro Sekunde (kBit/s) surfen und mit 64 kBit/s Daten hochladen will, zahlt für den Start-Tarif 39,95 Euro im Monat. 512 kBit/s im Down- und 96 kBit/s im Upstream kosten im Basic-Paket 49,95 Euro, für den Premium-Zugang 1.024 kBit/s Download und 128 kBit/s im Upload werden 59,95 Euro berechnet. Die Vertragslaufzeit liegt bei 24 Monaten. Noch keine Tarife liegen derzeit für das angekündigte Voice over IP (VoIP)-Angebot vor. Die Internet-Telefonie soll ab November verfügbar sein.
Konkurrenz von Tooway
Ein direktes Konkurrenzprodukt hat ab sofort Eutelsat im Programm. Es hört auf den Namen Tooway und wird über die Satelliten Eurobird 3, 33° Ost und Hot Bird 6, 13° Ost realisiert. Ab Ende September soll Tooway von der Internetagentur Schott, die sich bereits mit SatSpeed einen Namen gemacht hat, und der Berliner Teles AG vermarktet werden. In Nordamerika gilt Tooway bei mehr als 250.000 Haushalten als erprobte Technologie. Die Hardware soll inklusive Montage 399 Euro kosten, wenn gleichzeitig ein Zwei-Jahres-Vertrag bei Tooway abgeschlossen wird.
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