Im Hochgeschwindigkeitszug künftig länderübergreifend online gehen
Mehr Bequemlichkeit für Bahn-Kunden
Stefan Hagedorn
Mehr Komfort gibt es für Passagiere des Hochgeschwindigkeitszuges Thalys. Bis Mitte kommenden Jahres werden alle Züge des länderübergreifend verkehrenden Hochgeschwindigkeitszuges über moderne Kommunikationswege ins Internet gehen und vertreiben den Kunden damit die lange Bahnfahrt. Zumindest die Kunden eines Mobilfunknetzanbieters haben als Nutzer der Deutschen Bahn neuerdings schlechte Karten.
Für das neue Projekt hat das französisch-belgische Unternehmen Thalys ein Konsortium gegründet, zu dem neben dem Infrastruktur-Dienstleister Nokia Siemens Network auch der belgische Breitbanddienstleister Telenet und 21Net, einem in ganz Europa tätigen Spezialisten für mobiles Internet in Zügen, zählen. Der Zug verkehrt zwischen den Metropolen Paris, Brüssel, Amsterdam und Köln und wird als Joint-Venture der französischen und belgischen Bahnen betrieben. Aus den Niederlanden und Deutschland sind Töchter der staatlichen Bahnunternehmen beteiligt.
Inhalt
Für die Realisierung werden neben herkömmlichen GPRS- und UMTS-Verbindungen aus der Mobilfunkwelt auch satellitengestützte Breitbandzugänge eingesetzt. Die Satellitenverbindung kommt beispielsweise in Tunneln und überdachten Stationen zum Einsatz. Die ersten Thalys-Züge werden im Rahmen einer Testphase noch im September umgerüstet, bis Mitte nächsten Jahres sollen alle Züge mit der neuen Technologie ausgestattet sein.

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Im Internet surfen bei 300 Km/h
Bei der doch beachtlichen Fahrtzeit ist eine Internet-Begleitung, die auch bei 300 km/h nicht schlapp macht, für viele Fahrgäste mit Sicherheit ein wichtiger Pluspunkt. Immerhin dauert die Fahrt zwischen Köln und Paris knapp vier Stunden, Reisende zwischen der Rhein-Metropole und der belgischen Hauptstadt Brüssel müssen etwa zwei Stunden 25 Minuten einplanen.
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