Die jungen Reichen unter sich

Verkehrte Netzwelt: Luxusgören - Eliteclubs im Internet

Ich war schon als Kind etwas Besonderes. Im Sandkasten hatte ich die größte Schaufel, zu Hause das meiste Spielzeug. Mein Bobbycar war von Porsche und auf dem Schulhof musste ich die Schwächeren nie selbst verpügeln - das hat mein Butler James für mich erledigt. Jetzt bin ich erwachsen und habe das Internet für mich entdeckt. Mit all den Normalos dort möchte ich allerdings nichts zu tun haben. Ich bleibe lieber unter meinesgleichen.

Verkehrte Netzwelt: Luxusgören - Eliteclubs im Internet
Schwarze Karte: Hier sind wir unter uns

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Mondäne Bedürfnisse
  2. 2Exklusivität macht attraktiv
  3. 3Exklusiv, aber neugierig
  4. 4Drang zum Luxusleben
  5. 5HipHop für Reiche
  6. 6High Potential sucht Aushilfsjob
  7. 7Schein oder Sein?
  8. 8Wohlfühlfaktor Überlegenheit

Das Internet ist ein Tummelplatz für die verschiedensten Leute. Dort gibt es Foren für Golf GTI-Besitzer, Communitys für Modelleisenbahner oder Videos von Chaoten, die sich bei allerhand Unfug filmen. Vielleicht ist das für den einen oder anderen aus der Unterschicht ja ganz interessant, mich reizt das nicht. Wenn mein Coupé einmal streikt, kommt halt jemand von der Werkstatt, holt ihn ab und bringt alles in Ordnung - ganz normal, wie bei jedem Menschen, dafür brauche ich doch kein Autoforum.

Mondäne Bedürfnisse

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Die besten Lounge Partys auf Ibiza oder einen Innenarchitekten für mein zukünftiges Penthouse finde ich im Netz nicht. Aber ich bin nicht alleine. Es gibt noch mehr wie mich, auch im Internet. Auf der Uni stand ich mit meinem über die Schulter geworfenen, beigen Ralph-Lauren-Pulli und dem blauen Polohemd ziemlich alleine da. Im Internet ist das anders. Denn wir Luxus-Kids haben im Web unsere eigenen Reservate - 100 Prozent prollfrei.

Man ist gerne unter sich. Im Internet nicht anders als auf Malle oder in St. Tropez. Sobald etwas auch nur den Anschein des Exklusiven hat, wird es interessant. Jeder will das Gefühl haben, etwas Besonderes zu sein - oder zumindest Teil etwas Besonderen. Egal ob im Münchner Villenviertel oder in Wanne-Eickel. Die urmenschliche Eitelkeit will gestreichelt werden. Wer etwas auf sich hält, strahlt das auch nach außen.

Exklusivität macht attraktiv

Deshalb grenzen wir uns vom Rest des Internet-Volkes ab. Was videoüberwachte Zäune rund um das Eigenheim mit sieben Schlafzimmern sind, ist auch meine Lieblingscommunity: ausgrenzend und exklusiv. Auf schwarzekarte.de beispielsweise bleiben wir, die Jungyuppies, unter uns. Oder zumindest alle die, die sich dafür halten. Wie beim VIP-Club in Monaco sorgt hier ein Türsteher dafür, dass nur auserwähltes Volk Zugang hat: Einlass nur auf Einladung hin.

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Beiträgeinsgesamt 1 Beitrag

Cool, bitte um Weiterempfehlung meiner Person - damit ich mich auch gut fühle :)und endlich rein komm.

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