Fantastische Formen, geheimnisvolle Gestalten
Fototipp: Rauch fotografieren
Digitalkamera
Fotografieren
Die Kamera steht fest auf dem Stativ und visiert einen Bereich kurz oberhalb der Rauchentstehung an. Möglichst nah an der Quelle ist der entstehende Qualm meistens mit den schärfsten Konturen zu sehen, weiter oben verliert sich das Ganze in undurchsichtigen Schwaden. Da sich der Rauch bewegt, wird eine kurze Verschlusszeit benötigt, die die Bewegung einfrieren kann. 1/250 Sekunde bietet sich an, da die Blitzsynchronzeit der Kamera, also die kürzeste Zeit in der noch eine korrekte Blitzbelichtung mit der Kamera zeitgenau abgestimmt werden kann, diesen Wert bei der Verwendung von externen Blitzgeräten vorgibt.
Durch eine hohe Blende 11 und eine niedrige ISO-Empfindlichkeit von ISO 100 wird zudem verhindert, dass Umgebungslicht mit in die Belichtung einfließen kann. Außer den beiden Lichtquellen sollten weitere Beleuchtungen so gut es geht vermieden werden. Für perfekte Ergebnisse müssen sogar weiße Wände, die den Aufnahmeort umgeben, abgedeckt werden, damit kein Streulicht reflektiert werden kann.
Wirbel und Rauchkreisel sehen besonders hübsch aus, sind aber auch schwer auf das Foto zu bekommen. Die größten Chancen bestehen darin, dass viel Rauch aufs Bild genommen und später am PC der perfekte Ausschnitt gewählt wird.
Falls die Belichtung des Bildes noch nicht stimmt, kann mit einer höheren Blende zusätzlich Licht weggenommen oder mit einer höheren ISO-Empfindlichkeit das Bild aufgehellt werden. Je nach verwendeter Lichtquelle macht ein manueller Weißabgleich Sinn. Sind zum Beispiel zwei starke Schreibtischlampen mit herkömmlichen Glühbirnen im Einsatz, wirkt der Rauch schnell gelbstichig, was durch den Weißabgleich einfach korrigiert werden kann.
Bei externen Blitzgeräten ist das meistens nicht nötig, da sie Licht ähnlich dem Tageslicht erzeugen. Für das exakte Fokussieren kann man sich eines kleinen, aber einfachen Tricks bedienen: Einen kleinen Gegenstand in den Rauch halten, auf diesen fokussieren und den Autofokus deaktivieren. Somit ist die Schärfeebene perfekt bestimmt und man kann sich auf den richtigen Auslösezeitpunkt konzentrieren.
« zurück 1 | 2 | 3 | 4 weiter »
nach oben


