Fantastische Formen, geheimnisvolle Gestalten
Fototipp: Rauch fotografieren
Es gibt diese Tage, da regnet es, keine lohnenden Motive sind in Sicht oder das Geld reicht nicht, um einen ergiebigen Fototrip zu unternehmen. In diesen Momenten kommen Fotografen auf großartige Ideen, um mit wenig Aufwand in den eigenen vier Wänden effektvolle Fotos zu machen. Eine Idee dieser Art ist Rauch zu fotografieren.


Experimentierfreude trifft auf Kunst. Ob es wirklich Kunst ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, jedenfalls entstehen mit diesem Fototipp ansehnliche Fotos von interessanten Rauchfiguren. Auch wie die Farbe in den Rauch kommt, lesen Sie hier.
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Die richtige Ausrüstung
Fotografiert wird in einem schwach beleuchteten Raum mit einer Digitalkamera, die volle Kontrolle über Blende, Verschlusszeit und ISO-Empfindlichkeit gewährt. Zudem ist es hilfreich, wenn mit der Kamera manuell fokussiert werden kann. Als Motivbeleuchtung dienen zwei helle Lichtquellen, die von links und rechts senkrecht ins Kamerablickfeld einleuchten. Mit einem schwarzen Stück Stoff oder einer großen schwarzen Pappe wird eine kleine Hohlkehle gebaut, die den Hintergrund für die Bilder darstellen soll.
Rauchfotografie
Langsamer Rauch ist einfach zu kontrollieren und verwirbelt sich effektvoll, wenn wärmerer Rauch hinzukommt.
Rauch, Teller und Kochlöffel - gekocht wird hier jedoch nicht. Das Metall der Löffel kühlt den Rauch und verlangsamt ihn.
Ein Licht von rechts und eins von links bilden die einzige Motivbeleuchtung. Anders als auf diesem Bild sollte die restliche Umgebung jedoch vollkommen abgedunkelt sein.
Fotografieren sie weiträumig und beschneiden Sie das Bild später am PC. So entstehen die besten Bildausschnitte.
Weißer Hintergrund? Kein Problem, einfach die Farben in der Bildbearbeitung umkehren und schon ist die weiße variante fertig.
Stativ und Fernauslöser geben dem Fotografen eine Hand frei, um den Rauch später gut beeinflussen zu können. Den Rauch kann man auf verschiedene Arten erzeugen. Ein ausgeblasenes Streichholz erzeugt sehr dichten Rauch für wenige Sekunden. Länger qualmen Räucherstäbchen oder -kerzen, die es in Orient-Läden in unterschiedlichen Duftarten gibt. Wer sich nicht auch noch Tage nach den Fotos am Geruch in der Wohnung stören möchte, achtet hier auf eine sorgfältige Auswahl des Aromas.
Raucher benutzen vielleicht zwei oder drei ihrer geliebten Zigaretten, wobei das bei längeren Fotoversuchen schnell ins Geld gehen dürfte. Als letztes wird noch eine feuerfeste Unterlage, zum Beispiel ein Teller, benötigt, damit glühende Duftstäbchen keinen Schaden anrichten können. Bei Fotoexperimenten mit Glut oder Feuer sei besonders darauf hingewiesen, den Fotoaufbau niemals mit brennenden Materialien unbeobachtet zu lassen.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 4 Beiträge
Wow! Ich habe letztens so ein Bild gesehen und mich gefragt, wie man so etwas macht. Vielen Dank für die Beschreibung. Solche Bilder machen sich nämlich super auf Leinwänden. Ich will mir ein schönes Bild...
Hallo again. Danke für deine Antwort capa. Ich habe heute mal wieder Zeit gefunden, um es nochmal mit deinen Tipps zu versuchen. Allerdings habe ich es wieder nicht zu einem schönen Foto geschafft. Ich...
Hallo Demios! Wenn die Bilder mit den genannten Einstellungen zu Dunkel, aber bei höherer Lichtempfindlichkeit vernünftig belichtet sind hast du eindeutig zu wenig Licht. Dir bleiben...
Hi, bin noch Anfänger beim fotografieren, habe allerdings vor kurzem schon eine Canon EOS 450D gekauft. Und damit ich mal ein bisschen was dazulerne, wollte ich den Artikel/die Anleitung...