Spieletest: Medal of Honor: Airborne

Kommt alles Gute von oben?

Die aktuelle Unreal-Technologie liefert prächtige Bilder. In den Gefechtszonen glimmen Wrackteile, Schmiereffekte intensivieren hektische Bewegungen und auf nassem Kopfsteinpflaster spiegeln sich Lichtquellen, die den seidig animierten Kämpfern atmosphärische Schatten folgen lassen. In zerbombten Städten staksen die Fallschirmjäger durch regelrechte Trümmergebirge, auf der Hut vor patrouillierenden Tigerpanzern. Dazu erklingen druckvolle Waffengeräusche, heulende Querschläger und beherzte Kampfkommandos, die auch in der deutschen Version nichts von dem für diese Spieleserie typischen US-Patriotismus verlieren. Im Vergleich besonders zu "Medal of Honor: Pacific Assault" deckt jedoch die heroische Musik weniger dick auf.

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Bei allen Luftsprüngen landet der jüngste Ableger der "Medal of Honor"-Reihe letztlich auf dem Boden der Shooter-Tatsachen. Das heißt massig Gegner totschießen, Panzer in die Luft jagen, gegnerische Einrichtungen sabotieren und Gegenoffensiven zurückschlagen. Die unterschiedlichen Landezonen sind dabei eher als nette Dreingabe anzusehen, deutlicher fallen die hilfreichen und motivierenden Waffenupgrades ins Gewicht.

"Medal of Honor: Airborne" bleibt den erhofften Innovationsschub schuldig, versöhnt aber mit grandios inszenierter, kurzweiliger Kriegsaction. Für Naserümpfen sorgt die etwas kurz geratene Kampagne sowie die Tatsache, dass der für zwölf Teilnehmer ausgelegte Multiplayermodus kein LAN unterstützt. So findet der Kampf um Tapferkeitsmedaillen vorerst nur über das Internet statt. Bahnbrechendes gibt es auch hier nicht. Nach einer Registrierung bei EA erwarten den Spieler Team-Deathmatch-Duelle mit und ohne Fallschirmfeature sowie eine Capture the Flag-Variante.

Medal of Honor: Airborne



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