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14.09.2007
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Studios wollen Branchenverband gründen

Porno-Industrie will P2P-Nutzer verklagen

Janko Röttgers

Porno-Industrie will P2P-Nutzer verklagen

Die US-amerikanische Erotik-Branche will offenbar der Musikindustrie in ihrem Kampf gegen P2P-Piraterie nacheifern. Bei einem Treffen in Los Angeles berieten Branchenvertreter letzte Woche über rechtliche Schritte gegen Tauschbörsennutzer.

Letzte Woche trafen sich in Los Angeles 65 Vertreter von Porno-Studios, um sich über mögliche Maßnahmen gegen Urheberrechtsverletzungen auszutauschen. Einem Bericht des Branchenblatts Adult Video News (AVN) zufolge geht die Branche davon aus, aufgrund von Urheberrechtsvergehen pro Jahr zwei Milliarden Dollar zu verlieren.

Angesichts weltweiter Einnahmen von 50 Milliarden Dollar mag diese Zahl eher klein aussehen. Einige Branchenvertreter befürchten jedoch offenbar bereits das Schlimmste. AVN zitiert Megan Stokes vom Porno-Studio Shane's World mit den Worten: "Ich glaube, dass es innerhalb der nächsten fünf Jahre in unserer Zielgruppe niemanden mehr geben wird, der nicht weiß, wie er unsere Inhalte kostenlos herunterladen kann."

Rechtliche Schritte gegen Porno-P2P-Tausch

Eine Reihe von Porno-Firmen will jetzt mit rechtlichen Schritten gegen den P2P-Tausch vorgehen. Dazu will man eine Industrie-Vereinigung gründen, die als zentrale Instanz Klagen für ihre Mitglieder-Firmen organisieren soll - ein Schelm, wer sich dabei an die RIAA oder den Filmindustrie-Verband MPAA erinnert fühlt.

Dabei hat man offenbar neben einzelnen Tauschbörsen-Nutzern auch Torrent-Websites im Visier. Einige Firmen haben bereits damit begonnen, auf Web-Foren Beweise für von derartigen Web-Angeboten ausgehende Urheberrechtsvergehen zu sammeln. Gleichzeitig wurde auf dem Treffen darüber nachgedacht, sich gemeinsam mit Vetretern der traditionellen Entertainment-Industrie für schärfere Urheberrechte einzusetzen.

Offenbar zweifeln jedoch auch einige Vertreter der Porno-Branche daran, dass Klagen gegen die eigenen Kunden eine gute Idee sind. Der auf Pornografie spezialisierte Urheberrechtsanwalt Gregory Piccionelli erklärte dazu gegenüber AVN, die Branche müsse sich einfach an die neue Online-Welt gewöhnen. "Einer der Wege dafür wäre zum Beispiel eine mit iTunes vergleichbare Lösung, bei der Szenen so günstig angeboten werden, dass es die Leute vom Klauen abhält", so Piccionelli.


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News Flash, am 22.11.2008 20:44

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