Discountmarke verkompliziert Tarifstruktur
Debitel: Crash-Tarife gehen in die nächste Runde
Stefan Hagedorn
Haben Sie schon einmal bei einer Tarif-Börse einen Mobilfunkvertrag abgeschlossen? Der Mobilfunk-Serviceanbieter Debitel geht nur zwei Monate nach der Einführung seiner neuen Marke "Crash" mit überarbeiteten Tarifen auf Kundenjagd. Mit Crash gehen auf den ersten Blick die Tarife zwar sinnbildlich in den Keller, bei Licht betrachtet werden aber diverse Einschränkungen und Fallstricke sichtbar. Also heißt es - Rechenschieber auspacken und das eigene Telefonier- und SMS-Verhalten genau unter die Lupe nehmen.
Nach wie vor sind drei Tarife im Angebot, von denen zwei mit einer Mindestvertragslaufzeit von zwölf Monaten und höheren Grundgebühren ausgestattet wurden. Damit sinkt die Attraktivität in Sachen Preis. Dass die Konkurrenz nicht schläft, hat die neue o2-Billigmarke Fonic erst vor wenigen Tagen bewiesen. Beim dritten Tarif, Crash 4 getauft, handelt es sich um ein neues Angebot, das in Zusammenarbeit mit dem Discounter callmobile realisiert wird.
Seit Juni gehört die Discountmarke genau wie Talkline zu Debitel. In allen Tarifen kostet das Starter-Paket 19,95 Euro, die Tarife können rund um die Uhr über die Website gebucht werden (Link in der Linkbox am Ende des Artikels). In zeitlichen Intervallen wechseln die angebotenen Tarife, schnelles Reagieren der Kunden ist also gefragt. Einheitlich bei Crash ist ebenfalls die 60-Sekunden-Taktung.
Prepaid-Tarif Crash 4
Crash 4 ist als Prepaid-Angebot und damit ohne Mindestvertragslaufzeit im Rennen. Innerhalb von callmobile wird ein Minutenpreis von vier Cent berechnet, für Telefonate in die deutschen Mobilfunknetze, das Festnetz und zur Mailbox werden 14 Cent in Rechnung gestellt. Für eine SMS werden neun Cent verlangt, drei Cent weniger als beim Originalangebot von callmobile.
Allerdings gilt dieser günstige Preis nur für die ersten 500 Kurznachrichten. Ab der 501. SMS werden bis zum Vertragsende zwölf Cent berechnet. Für eine MMS werden 40 Cent verlangt. Wird innerhalb von drei Monaten nicht mindestens einen Umsatz von sechs Euro erwirtschaftet, zahlt der Nutzer eine Administrationsgebühr von einem Euro. Im Gegenzug umfasst das Starter-Kit ein Startguthaben in Höhe von fünf Euro.
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