iPhone: UMTS und 16 Gigabyte Speicher?
Entschädigung für aufgebrachte Früh-Käufer
Unterdessen hat sich Apple-CEO Steve Jobs den Beschwerden der iPhone-Käufer gestellt. In einem offenen Brief reagierte er auf die "E-Mails von hunderten Kunden". Diese reagierten verständnislos auf die schnelle Preissenkung des Modells mit acht Gigabyte. Dieses wurde auf der Keynote am letzten Dienstag um 200 Dollar auf 399 Dollar herabgesetzt.
Die frühen Kunden fühlen sich verprellt und ausgenutzt. Um die Wut der so genannten "Early Adopters" zu mildern, macht Jobs nun Zugeständnisse: "Obwohl wir glauben, mit der Preissenkung die richtige Entscheidung getroffen zu haben, müssen wir mehr Rücksicht auf unsere frühen Kunden nehmen". Deshalb habe man beschlossen, dass jeder iPhone-Kunde einen Gutschein für den Apple Store bekommen soll. Im Wert von 100 Dollar.
4.800 Dollar Roamingkosten bei ausgeschaltetem iPhone
Während die Gadget-Fans hierzulande noch auf das iPhone warten, hat Jay Levy schon längst eines. Doch die Freude darüber hält sich momentan in Grenzen. Denn nach einer Kreuzfahrt im Mittelmeer flatterte eine böse Überraschung ins Haus, im Form einer schockierend hohen Handyrechnung. 4.800 Dollar Verbindungskosten, penibel aufgelistet auf einer 52-seitigen Rechnung. Dabei war das iPhone beinahe die ganze Zeit ausgeschaltet.
Tückisch: Auch im Schlaf lädt das iPhone E-Mails vom Server.
Des Rätsels Lösung: Mit einem Druck auf die Powertaste ist das iPhone zwar vermeintlich aus, doch es schläft nur. Was den Levys zum Verhängnis wurde: Auch im Schlaf synchronisiert das iPhone die E-Mails und ruft sie automatisch ab. Die Familie Levy hatte gleich drei E-Mail-Accounts auf ihrem Apple-Handy eingerichtet. Was zu Hause praktisch, komfortabel und dank Datenflatrate auch kostenlos ist, wird im Ausland durch Roaminggebühren ein empfindlich teurer Spaß.
Die AT&T-Roamingfalle
Denn AT&T berechnet im Ausland bis zu 20 Dollar pro Megabyte. So reiht sich auf der Rechnung Verbindung an Verbindung. Die teuerste kostete alleine schon 223 Dollar. Vom heimlichen E-Mail-Download des iPhones haben die Levys nichts gewusst und richten sich nun mit einer Beschwerde an AT&T.
Der Provider weist jedoch darauf hin, dass die Roamingkosten im Internet und nach der Aktivierung des Telefons zu lesen seien. Die Levys sind nicht die einzigen, denen das iPhone Kopfschmerzen nach einem Auslandsbesuch bereitete. Herbert Kriegermann, ein Immobilienmakler aus New York, hatte nach einer Reise nach Mexiko ebenfalls 2.000 Dollar Kosten am Hals. AT&T bot Kriegermann auf seine Beschwerde hin 1.500 Dollar Abschlag an. Dieser möchte jedoch die vollen Kosten erstattet bekommen und will nun gegen den Anbieter klagen.
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