Fototipp: Makrospotlight
Los geht's
Bei der Verwendung eines Automatikblitzes wird die Blitzbelichtung von der Kamera so angepasst, dass eine korrekte Belichtung des Motivs erfolgt. Hier sind also keine weiteren Einstellungen nötig. Wird ein manueller Blitz oder eine andere Lichtquelle verwendet, dann kann nur durch Ausprobieren oder mit einem externen Belichtungsmesser ein passender Blendenwert gefunden werden. Für das Foto wird nun eigentlich nichts weiter getan, als dass das Motiv mit dem Lichtstrahl aus dem Blitz sinnbildlich abgeschossen wird.
Zunächst sollten die richtigen Belichtungseinstellungen durch ein wenig Probieren herausgefunden werden. Als Startwerte helfen vielleicht die Einstellungen aus den Testfotos: Die meisten Bilder entstanden mit 1/250 Sekunde Verschlusszeit bei Blende 16 mit ISO 100 und einer Blitzbelichtungskorrektur von -1. Ist dann das erste Motiv entdeckt, kann das Stativ aufgebaut und die Kamera ausgerichtet werden.

Die eigentliche Kunst besteht nun darin, das Motiv mit dem kleinen Lichtkegel des entfesselten Blitzes effektvoll zu beleuchten. Dabei bemerkt man ziemlich schnell, dass richtiges Zielen erst einmal gelernt sein will. Nicht wenige Beleuchtungsversuche gehen anfangs noch daneben. Um während des Auslösevorgangs das Motiv zielsicher beleuchten zu können, sollte der Selbstauslöser oder ein Fernauslöser an der Kamera zum Einsatz kommen. Durch verschiedene Beleuchtungswinkel und -richtungen entstehen unterschiedliche Bildstimmungen, weshalb es Sinn macht, viele Varianten zu testen.
Makro-Spotlight
Das Schwarz bildet für viele Szenen einen tollen Rahmen. Und das Beste daran: keine Bildbearbeitung nötig, alles durch Fotografie entstanden.
In Photoshop würde das kaum besser gelingen. Vor allem geht es aber nicht so schnell, wie die simple Aufnahme mit dem Makro-Spotlight.
Aus der Pappe ist ein Aufsatz für den Blitz entstanden. In der Mitte kann Licht nur noch durch die kleine Öffnung strahlen. Es ist darauf zu achten, dass sonst wirklich kein Licht durch die Pappe kommt.
Kaum zu glauben, dass der Hintergrund eigentlich vom hellen Tageslicht beleuchtet ist. Die besondere Aufnahmetechnik macht es möglich.
Die Materialien sind einfach und nicht teuer. Einen alten Kugelschreiber hat fast jeder bei sich herumliegen.
Sitzt perfekt, sieht aber auch ein wenig ungewohnt aus. Unter dem weißen Klebeband auf der Front ist natürlich auch schwarze Pappe. Das Licht kann nun nur noch durch das weiße Röhrchen gelangen.
Oft werden feine Details, wie die Härchen dieser Spinnenbeine, erst durch die spezielle Beleuchtung so richtig deutlich.
In der Praxis zeigt sich schnell, dass das Makro-Spotlight eine sehr aufwändige Art der Makro-Fotografie ist. Schnelle Ortswechsel oder das Fotografieren von Motiven in Bewegung sind aufgrund der Ausrüstungsfülle nicht wirklich möglich. Dafür lässt sich jedoch wunderbar Atmosphäre kreieren, wo in Wirklichkeit kaum Stimmung vorhanden war. Der Schlüssel zum Erfolg ist ausgiebiges Probieren mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen, aber auch mit verschiedenen Strahldurchmessern für die Beleuchtung. Grundsätzlich gilt: Je kleiner das Motiv, desto schmaler sollte der Strahl für maximale Effektstärke gewählt werden.
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Hier mal ein paar der Bilder in voller Auflösung. http://freenet-homepage.de/data4u/makro1_900.jpg http://freenet-homepage.de/data4u/makro2_900.jpg ...