IFA 2007 - die Highlights auf einen Blick
IPTV wird Nachfolger des Standard-Fernsehprogramms
Der Markt für IPTV steckt in Deutschland zwar noch in den Kinderschuhen und spielt auf dem hiesigen Fernsehmarkt keine große Rolle, soll sich aber schnell zur ernsthaften Konkurrenz zum Kabel- und Satellitenfernsehen mausern. Medienexperten prophezeien IPTV zudem eine große Zukunft: In ein bis zwei Jahrzehnten soll das komplette Fernsehangebot ins Web migriert und vollständig interaktiv sein.
Mit Alice HomeTV und dem Telekom-Projekt T-Home gibt es bereits zwei IPTV-Angebote, die jeweils bis zu 60 freie Sender und Pay-TV-Kanäle anbieten. Mit dem 1&1-Angebot Maxdome gesellt sich ein weiteres Portal dazu, das aber als klassischer Video-On-Demand-Service daherkommt und sich auf das Filmangebot der ProSiebenSat.1-Gruppe beschränkt.
Bei diesen drei Anbietern soll es nicht bleiben: Auch Arcor springt nun auf den Internet-TV-Zug auf und will bis Sommer 2008 bis zu 150 deutsche Städte mit Webfernsehen versorgen. Selbst IFA-Aussteller Microsoft hat inzwischen mit Mediaroom seine eigene IPTV-Plattform am Start, die ab Ende 2007 auch XBox-360-Besitzer mit interaktivem Fernsehen versorgen soll - vorerst aber nur in den USA.
Auch Microsoft springt auf den IPTV-Zug auf und startet mit Mediaroom sein eigenes Webfernseh-Portal.
Jeder ist sein eigener Programmdirektor
IPTV versetzt den Zuschauer in die Rolle des Programmdirektors: Man bestimmt selbst, wann welcher Film laufen soll. Ebenso leicht lassen sich Sendungen durch Zusatzinfos deutlich aufpeppen, beispielsweise mit Zahlen und Fakten zum Film und den Schauspielern. Zudem ist Webfernsehen dank "Rückkanal" interaktiv, denkbar sind also beispielsweise Quizsendungen, bei denen der Zuschauer direkt teilnehmen kann.
Um IPTV auf dem heimischen Fernseher zu empfangen, braucht es lediglich eine passende Set-Top-Box, welche mit dem DSL-Router verbunden wird und das DSL-Signal in ein analoges Signal konvertiert. Kunden von Alice, Maxdome und T-Home können die Set-Top-Box dort günstig kaufen oder mieten.
HDTV-Übertragung möglich, schnelles Internet ist Pflicht
Wer IPTV mit unscharfen Flashvideos à la Youtube assoziiert, liegt falsch. Einen Unterschied zum herkömmlichen Fernsehen bemerkt man bei IPTV nämlich nicht: Das Web-Fernsehsignal wird in TV-Qualität gesendet. Stimmt die Bandbreite der Webanbindung, lassen sich sogar HDTV-Inhalte übertragen. Doch schon in der noch herkömmlichen PAL-Auflösung beansprucht IPTV einiges an Bandbreite. Anbieter Alice strahlt sein Programm beispielsweise mit einer Datenrate von 2,5 MBit/s aus. Eine schnelle Web-Anbindung ist Pflicht. Bei T-Home gibt es IPTV deswegen auch nur in Verbindung mit einem ADSL2-Anschluss. Dafür ist die mitgelieferte Set-Top-Box dank HDMI-Anschluss auch fähig, künftig ausgestrahlte HDTV-Sendungen zu empfangen.
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Internetfernsehen hier.
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