Immer mehr Regionen stellen auf DVB-T um
Überallfernsehen gewinnt an Fahrt
Stefan Hagedorn
Das digitale terrestrische Fernsehen ist weiter auf dem Vormarsch. In den letzten Wochen wurden zahlreiche Regionen an das digitale Netz angeschlossen, weitere sollen noch vor Jahresfrist folgen. Eine bessere Bild- und Tonqualität und vor allem mehr Auswahl bei den TV-Programmen versprechen die Initiatoren, auch wenn die Vielfalt in der Regel nur öffentlich-rechtliche Kost bedeutet.
Inhalt
- Mitteldeutschland macht mobil
- Harz und Nordrhein-Westfalen
- Saarland und Südwesten folgen
- DVB-T Radio führt Schattendasein
- Ausblick
Ein neues Programm in sämtlichen Versorgungsgebieten ist seit Ende August auf Sendung. Aus Anlass der Internationalen Funkausstellung in Berlin wurde der ZDFinfokanal im Rahmen des Paketes ZDFvision aufgeschaltet. Seit 1. September wurde das gesamte Programmschema einer Frischzellenkur unterzogen, neu sind beispielsweise die 100 Sekunden-Ausgaben der heute-Sendung zur vollen Stunde.

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Neu im Programm: Die 100-Sekunden-Version der heute-Nachrichten
Alternativ können die Kurznachrichten aber auch über das Internet abgerufen werden und sollen künftig sogar über Handy-TV zur Verfügung stehen. Die Ausrichtung des Senders wurde noch klarer auf die Bereiche Service und Information zugeschnitten. Dazu gehören auch die zeitversetzte Ausstrahlung von Magazinsendungen aus dem ZDF-Hauptprogramm. Geopfert wurde für die bundesweite terrestrische Aufschaltung die interaktive Anwendung ZDFdigitext, die fast zehn Jahre lang einen DVB-T Sendeplatz belegte.
Allerdings konnte nur eine Minderheit die Anwendung der Multimedia Home Plattform (MHP) empfangen. Im Gegensatz zu anderen Ländern wie beispielsweise der Alpenrepublik Österreich sind MHP-fähige Set-Top-Boxen in Deutschland eine Rarität. Besonders trifft dies zu, wenn es sich um DVB-T dreht. Folgerichtig geriet die Blockade eines wertvollen Sendeplatzes durch das ZDF immer mehr in die Kritik. Unverändert im Paket ZDFvision ausgestrahlt werden ZDF, 3sat sowie KiKa (6.00 - 21.00 Uhr) und ZDFdokukanal (21.00 - 6.00 Uhr).
Bereits seit 23. Juli werden die Regionen Dresden/Löbau, Chemnitz und das Erzgebirge sowie das Sächsische und Thüringer Vogtland versorgt. In Thüringen wurden ferner Gera und das Altenburger Land digitalisiert. Die ARD wird in Dresden die Frequenzen 39, 29 und 27 in Betrieb nehmen, das ZDF nutzt für sein Bouquet ZDFvision Kanal 36. Für den Großraum Gera werden es für die ARD die Kanäle 25 und 27 sein, ZDFvision auf Kanal 22. Ab 9. Oktober werden zusätzlich der Großraum Magdeburg, der Brocken und Harzkreis sowie Wittenberg mit der Region Anhalt-Dessau versorgt. Das Programmangebot ist in Mitteldeutschland mit insgesamt 15 Sendern relativ einheitlich.
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