Interessante Alternative für Ungebundene
Mobilfunk-Discountmarke Fonic gestartet
Stefan Hagedorn
Am vergangenen Montag, 3. September, hat der kleinste Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland, o2, seine seit langem erwartete Discount-Marke gestartet. Auf der Internationalen Funkausstellung wurde Fonic in der vergangenen Woche vorgestellt, die SIM-Karten sind in rund 2.700 Filialen des Lebensmitteldiscounters Lidl und über das Internet zu beziehen. Kundenfreundlich: Es gibt weder eine Grundgebühr noch eine Mindestvertragslaufzeit oder einen Mindestumsatz.
Die SIM-Karte kostet einmalig 19,99 Euro, davon werden zehn Euro als Startguthaben angerechnet. Welche Rufnummer er ergattert, erfährt der Kunde erst nach dem Kauf. Derzeit werden achtstellige Rufnummern mit der Vorwahl 0176 vergeben. Eine Rufnummern-Portierung ist wie auch bei simyo, blau und Aldi-Talk allerdings nicht möglich. In das deutsche Festnetz sowie alle Handynetze fällt ein Minutenpreis von 9,99 Cent an, die Abrechnung erfolgt im Minutentakt.
Auch für SMS in deutsche Netze wird dieser Preis in Rechnung gestellt, ins Ausland sind es 20 Cent je Kurznachricht. Eine MMS schlägt mit 39 Cent zu Buche. Bei Auslandstelefonaten werden pro Minute stolze 99 Cent berechnet. Bei der Datenübertragung orientiert sich der Fonic-Tarif ebenfalls an den Gebühren anderer Discountmarken. Pro Megabyte werden 24 Cent in Rechnung gestellt, abgerechnet wird in fairen 100-Kilobyte-Schritten.
Registrierung ganz einfach
Nach dem Kauf kann sich der Kunde über das Internet oder die kostenlose Fonic-Hotline 0800/4636642 registrieren. Dabei werden Adresse und Bankverbindung abgefragt, der Einzug der Gebühren erfolgt per Lastschrift. Um sein Guthaben aufzustocken, kann der Kunde zwischen einer automatischen Aufladung mit einem monatlichen Fixbetrag und einer manuellen Aufladung wählen.
Bei letzterer stehen Beträge von zehn, 20 oder 30 Euro zur Wahl. Während über das Internet keine weiteren Kosten anfallen, wird ein Anruf bei der Hotline richtig teuer. Nicht nur ein Minutenpreis von 49 Cent, auch fünf Euro Bearbeitungsgebühr fallen zusätzlich an. Der einfachste und schnellste Weg: Die Aufladung per SMS-Nachricht, die das Guthaben um zehn Euro erhöht.
Geld-Zurück-Garantie
Sobald weniger als drei Euro zur Verfügung stehen, versendet das System eine automatische Status-Nachricht. Wird über einen Zeitraum von sechs Monaten nicht telefoniert, wird das Guthaben automatisch eingefroren. Der Kunde bleibt zwar erreichbar, kann aber weder abgehend telefonieren noch Kurznachrichten versenden. Alle Funktionen der SIM-Karte können erst nach einer erneuten Aufladung von mindestens zehn Euro wieder genutzt werden. Nicht verbrauchtes Guthaben wird auf Wunsch zum Quartalsende per Überweisung zurückerstattet.
Fazit
Eine interessante Alternative für alle, die sich nicht an einen Mobilfunknetzbetreiber binden und dennoch die Vorzüge der mobilen Kommunikation nutzen wollen. Vor allem bleibt der Kunde somit flexibel gegenüber neuen Angeboten auf dem schnelllebigen Mobilfunkmarkt. Wer seine SIM-Karte über das Internet auflädt und nur selten Auslandsgespräche führt, befindet sich mit den günstigen Preisen von Fonic auf der sicheren Seite.
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