Eigene Logos, Passfotos und animierte Charaktere
ICQ-Alternative ComBOTS wird persönlicher
Stefan Hagedorn
Smileys und Emoticons sind aus der virtuellen Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Gefühlszustände und Stimmungen werden somit den Gesprächspartnern auf direkte Art und Weise in Echtzeit nahe gebracht. ComBOTS hat es sich auf die Fahnen geschrieben, Kommunikations-Hürden zu überwinden und geht nun einen weiteren Schritt nach vorn.
Ab sofort werden ComBOTS-Nutzer vom neuen Service "Create your Character" in ihrer Selbstdarstellung unterstützt. Der neue Service wurde auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Kreativität des Nutzers sind dabei so gut wie keine Grenzen gesetzt.
Persönliche Avatare basteln
Animierte Bilderrahmen, Briefmarken mit dem eigenen Konterfei oder eigenwillige Logos können aus zahlreichen Vorlagen ausgewählt werden. Diese stehen im ComBOTS-Shop zum Download bereit. Dort können sie nach Herzenslust mit eigenen Bildern und Grafiken angereichert werden und zum ganz persönlichen Avatar oder Desktop-Hintergrund avancieren.

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Animierte Figuren gegen Bares
(Klick vergrößert.)
Mit einem Public Beta-Test erlebt der gute alte Instant Messenger seit Anfang September ein zweites Leben in der ComBOTS-Gemeinde. Bisher konnten nur, ähnlich wie bei Google Mail, andere User durch das "Friendly-User"-Prinzip zum kostenlosen Test des aufgemotzten Messengers eingeladen werden. Nach eigenen Angaben ist sogar der Versand von Dateien von bis zu einem Gigabyte problemlos möglich, auch wenn der Empfänger gerade nicht online sein sollte. In diesem Fall werden die Inhalte auf einem Server zwischengespeichert und zugestellt, sobald der Adressat sich mit seinem Messenger verbindet. Das ist nicht nur bei großen Fotos, Präsentationen oder Video- und Musik-Clips ein Vorteil.
Nach Erfahrungen der netzwelt gibt es wiederholt Probleme mit Dateien, die über 500 Megabyte groß sind und über ComBOTS durch das Netz gejagt werden sollen. Auch geht der Dateiversand oftmals durch Wartungsabschaltungen daneben.
Einschränkungen gibt es auch bei den Systemanforderungen. Momentan läuft der ComBOTS-Client nämlich nur unter den Betriebssystemen Windows 2000 und XP, Vista-tauglich ist er bislang noch nicht. Ferner wurde eine Telefoniefunktion für diesen Monat angekündigt. Eine mobile Variante von ComBOTS befindet sich derzeit im Beta-Stadium und kann bereits für drei Handy-Modelle des finnischen Herstellers Nokia heruntergeladen werden.
Auch wirtschaftlich hat ComBOTS mit erheblichen Problemen zu kämpfen und gilt als recht umstritten. Allein im zweiten Quartal des laufenden Jahres wurden 3.000 Euro Umsatz, jedoch 3,3 Millionen Euro Nettoverlust bilanziert. Mit klassischen Werbestrategien soll nun die Bekanntheit gesteigert werden.
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