IFA 2007: Fernseher fürs Heimkino

IFA 2007: Fernseher fürs Heimkino

Samsung, Pioneer und Sony: Fortgeschrittene Schwarzmalerei

Zu den ganz Großen auf der diesjährigen IFA gehört der koreanische Elektronik-Gigant Samsung. Und das gleich in zweierlei Hinsicht: Ein LCD der neuen "F9"-Serie soll die Messlatte sowohl bei Bildfläche als auch Kontrastwert höher legen. Maßstäbe setzt das Top-Modell unter anderem durch eine gigantische Diagonale von 70 Zoll, was umgerechnet knapp 178 Zentimetern entspricht. Highlight ist das Backlight auf LED-Basis, das angeblich ein fast schon unglaubwürdig hohes Kontrastverhältnis von 500.000:1 erzielen soll.

"Local Dimming" lautet das Zauberwort aus der Marketing-Maschine. Eine Bezeichung, die aber durchaus wörtlich genommen werden kann. Durch die punktgenaue Ansteuerung der Hintergrundbeleuchtung ist es möglich, einzelne Bildbereiche gezielt aufzuhellen oder zu verdunklen, um Schwarz noch satter wirken zu lassen. Genaue Preise nennt Samsung erst ab dem 31. August. Beim 70-Zöller wäre ein fünfstelliger Euro-Betrag denkbar, aber es wird auch eine günstigere 52-Zoll-Variante geben.

Samsung F9
Samsung: astronomische Kontrastangaben

Einen EISA-Award nahm auch der japanische Hi-Fi-Produzent Pioneer mit nach Hause. In der Kategorie "Full-HD Plasma-TV" wurde der Kuro PDP-LX508D als bestes Produkt ausgezeichnet. Zu den ab September erhältlichen Full-HD-Geräten der Modellreihe zählt neben dem prämierten 50-Zöller noch der 60-Zöller PDP-LX608D. "Kuro" ist schlicht und ergreifend die japanische Bezeichnung für "schwarz", und das sollen die Plasma-TVs besonders gut malen können.

Mitverantwortlich dafür ist in erster Linie das ansehnliche Kontrastverhältnis von 20.000:1, was nach Unternehmensangaben eine Steigerung der bisher möglichen Schwarzwerte um 80 Prozent bedeutet. Weiterhin seien "tiefstes Schwarz" und "lebendige Farben" ein Resultat einer neuen und verbesserten Zellstruktur ("Crystal Emissive Layer") sowie des ersten Oberflächenfarbfilters. Außerdem sorge eine automatische Anpassung der Helligkeit entsprechend der gerade herrschenden Umgebungsbeleuchtung für das optimale Bild. Je nach Größe werden die Preise voraussichtlich bei etwa 5.199 und 7.699 Euro liegen.

Pioneer Kuro
Pioneer: sieht schwarz

Sony hat bei den kontraststarken LCD-Fernsehern ebenfalls das ein oder andere Wörtchen mitzureden und bringt zur IFA gleich mehrere Produktreihen mit moderner Technik. Besondere Beachtung verdient der riesige 70-Zöller aus der Bravia-Palette: Als einziges Gerät mit "Triluminos"-Hintergrundbeleuchtung auf LED-Basis erzielt der KDL-70X3500 einen üppigen dynamischen Kontrastwert von bis zu 25.000:1, während die restlichen angekündigten Modelle bei maximal 16.000:1 Schluss machen. Die X3500-Serie markiert Sonys Oberklasse und beherrscht Bewegtbilder in 100 Hertz sowie den 24p-Standard zur Film-Wiedergabe mit 24 Bildern pro Sekunde.

Ein Preis für das 70-Zoll-LCD steht noch nicht fest, allerdings liegen die unverbindlichen Anschaffungskosten für die bis auf das LED-Backlight technisch identischen, kleineren X3500er schon bei 4.999 (52 Zoll), 3.799 (46 Zoll) und 2.999 Euro (40 Zoll). Mit den gleichen inneren Werten wartet auch die etwas günstigere X3000-Serie auf, bei der 46 Zoll mit 3.399 Euro und 40 Zoll mit 2.749 Euro zu Buche schlagen. Bei der W3000-Serie fehlen USB-Port und 100-Hertz-Technik, dafür sind auch hier drei HDMI-Anschlüsse, zweimal SCART sowie Tuner für DVB-T, DVB-C und ein HTDV-Decoder serienmäßig.

Sony Bravia Full HD
Sony: 70-Zoll-LCD auf LED

Für preisbewusste Heimkinofans, die auf volle HD-Auflösung trotzdem nicht verzichten wollen, bieten sich hingegen die Modelle der T3500-Reihe an, die mit Bilddiagonalen von 46 und 40 Euro bereits für 2.199 beziehungsweise 1.599 Euro zu haben sind. Hier gibt es immerhin jeweils zwei HDMI- und SCART-Anschlüsse, jedoch nur einen DVB-T-Tuner, eine geringere Farbtiefe und eine weniger große Anzahl von Bildoptimierungsmaßnahmen. Eine Stufe darüber platziert sich die V3000-Serie mit einer umfangreicheren Ausstattung, die aber gleich einige hundert Euro mehr kostet.

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