Basiswissen: Videos konvertieren
Die Kodieroptionen
Ein weiterer Faktor ist das Anzeigegerät, sprich: Röhrenfernseher oder Flachbildschirm? Handy oder Computermonitor? Denn TFT- oder Plasmageräte sind deutlich empfindlicher gegenüber Blockartefakten und anderen Bildfehlern als der klassische Röhrenfernseher. Die älteren Geräte verzeihen Detailarmut und verwischen Artefakte. Flachbildschirme hingegen sind hier erbarmungslos. Darum muss bei Videos, die auf TFT-Bildschirmen angezeigt werden, eine höhere Datenrate gewählt werden.

Richtwerte: PAL-Material, wie etwa eine Fernsehaufnahme, benötigt etwa eine Datenrate von mindestens 1.100 Kilobit pro Sekunde (kBit/s). Mit Luft nach oben. Das entspräche einem Platzbedarf von 495 Megabyte pro Stunde. Ideal wären etwa 1.300 kBit/s. Bei einem Flachbildschirm sollten die Werte auf 1.600 bis 1.800 kBit/s erhöht werden. Die nötige Datenmenge hängt jedoch auch stark vom Ausgangsmaterial ab. Viele Sender übertragen die Filme stark weichgezeichnet, sodass auch 1.000 kBit/s reichen kann.
Um weiter Platz zu sparen, muss die Auflösung herabgesetzt werden. Zu drastische Einsparungen bei der Auflösung schlagen sich jedoch mit deutlichem Schärfeverlust nieder. Bei sehr scharfen, unbearbeiteten Videos - beispielsweise vom Camcorder - sollte die Datenrate tendenziell höher sein. Für ein Handyvideo reichen hingegen 200 kBit/s. Hochauflösendes Material benötigt jedoch auch mit den effizientesten Formaten Bitraten von mindestens 2.000 bis 3.000 kBit/s.
Verwirrend und komplex wirken die tiefen Menüs vieler Konverter auf den Einsteiger. Dabei sind es nur wenige Punkte, die man beachten muss. Besonders wichtig ist es, mehrere Kodierdurchgänge auszuwählen. Bei diesem "2-Pass-Verfahren" mit variabler Bitrate wird das Video zunächst analysiert. Dabei findet der Enkodierer heraus, welche Stellen besonders hohe Datenraten benötigen und wo Platz gespart werden kann. Dadurch kann ein Video eine möglichst konstant gute Qualität erreichen. Zwar verlängert sich dadurch die Dauer der Umwandlung, der Qualitätsgewinn macht dies jedoch wieder wett.
Je nach verwendetem Codec gibt es verschiedene Qualitätseinstellungen. Manche bieten Optionen wie "hohe Qualität" oder "B-Frames verwenden". Dies kann ebenfalls die Effizienz und damit die Qualität verbessern und geht zu Lasten der Enkodierdauer. Für die bestmögliche Qualität hilft es, möglichst viele dieser Optionen zu aktivieren. Bei langsamen Rechnern kann dies bedeuten, dass die Umwandlung ein Vielfaches der Laufzeit des Filmes in Anspruch nimmt.

Eine allgemeine Faustregel: Je mehr Qualitätsoptionen aktiviert sind, desto länger dauert die Umwandlung und die Wiedergabe beansprucht ebenfalls etwas mehr Rechenleistung. Zudem ist es möglich, dass nicht jedes Wiedergabegerät damit zurecht kommt. Dafür steigt die Bildqualität. Wichtig für TV-Aufnahmen und Videomaterial von der Kamera: Oft ist dieses Video im Zeilensprungverfahren aufgenommen und zeigt am Monitor störende Kammeffekte. Einfache Lösung: bei der Umwandlung "Deinterlacing" oder "Zeilensprung aufheben" auswählen.

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Hallo, meine Erfahrungen sind : jede Encodierung des Originals bringt Reduzierungen an Bits und speziell im Video oft merkbare Bildverschlechterungen besonders bei stärker bewegten Szenen. Am...