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22.08.2007
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Umwandeln, Kodieren, in ein neues Format bringen

Basiswissen: Videos konvertieren

DivX/DVD-Software

Klassisches MPEG-4

Es gibt verschiedene Varianten des klassischen MPEG-4. Beispielsweise bieten Microsoft und Apple eigene Codecs, so wie viele andere Hersteller auch. Meist beschränken sich diese Codecs jedoch auf das einfachste Kodierprofil, das "Simple Profile", kurz "SP". Diese simplen Versionen der Codecs arbeiten meist schnell, liefern dafür aber oft eine mittelmäßige Qualität und lassen viele Optionen vermissen, die die Bildqualität verbessern können. Der Vorteil liegt hier in der meist guten Kompatibilität zu Playern, da sich diese Codecs sehr eng an den Standard des MPEG-4-Formates anlehnen.

XviD

Dieser Abkömmling des MPEG-4-Standards ist einer der bekanntesten. Ursprünglich entstand dieser Codec als Abzweigung von DivX, als dieses kommerziell wurde. XviD ist Open-Source und wird von der Entwickler-Community ständig verbessert. Es basiert auf MPEG-4 ASP, dem "Advanced Simple Pofile". Dies erlaubt im Gegensatz zum einfachen MPEG-4 zahlreiche Methoden, um die Effizienz der Konvertierung zu verbessern. XviD ist qualitativ einer der besten Codecs, wenn auch nicht der schnellste. Um ein mit XviD enkodiertes Video abzuspielen, reicht ein beliebiger Decoder, der MPEG-4 ASP unterstützt.

DivX

Der kommerzielle Codec ist einer der bekanntesten Schraubzwingen für Videos. Die aktuelle Version von DivX produziert eine gute Qualität und ist dabei je nach gewähltem Profil schneller als andere Codecs. Der Nachteil liegt darin, dass DivX ein proprietärer Codec ist und sich nicht streng an die Vorgaben des MPEG-4-Standards hält, auch wenn er grundlegend wie XviD auf dem ASP basiert. Während Multi-Player wie VLC mit den Videos keine Probleme haben, brauchen Windows Media Player und Co. den Codec, um die Dateien abzuspielen. Externe Geräte müssen mit dem "DivX"-Logo zertifiziert sein, um die Videos abspielen zu können.

H.264

Die neuste Generation von MPEG-4, mit den Zusatz "AVC" oder auch H.264 genannt, ist das zukünftige Videoformat. HD DVD und Blu-ray setzen ebensoauf das neue Format wie das digitale Satellitenfernsehen in der neuesten Version: DVB-S2. Es gibt verschiedene Codecs, die Filme in H.264 umwandeln können. Dazu zählen der freie Codec x264, Apples H.264 oder Nero Digital AVC. H.264 zeichnet sich durch eine überlegene Qualität aus, ist detailreich und liefert satte Farben, die älteren Formate sprichwörtlich blass aussehen lassen. So viel Qualität fordert seinen Tribut: hoher Rechenaufwand bei der Umwandlung und beim Abspielen.

3ivX

Dieser Codec ist ein weiterer Abkömmling des MPEG-4-Standards und ist deshalb ein enger Verwandter von XviD und DivX. 3ivX ist eine proprietäre Entwicklung, kann jedoch kostenlos heruntergeladen werden. Die Besonderheit: 3ivX ist voll kompatibel zu allen Playern und Abspielgeräten, die MPEG-4 beherrschen. Somit benötigt man keinen Codec und keine spezielle Zertifizierung, um die Resultate abspielen zu können. Details über die Konfigurierung des Codecs finden Sie in unserem Tutorial.

Die Einstellungen

Hier liegt die größte Hürde für Neulinge. Enkodierer mit vielen Einstellmöglichkeiten überfordern Anfänger und erschrecken mit kryptischen Optionen wie "Quarter Pixel Estimation". Kein Wunder, wenn Unbedarfte hier Reißaus nehmen. Dabei ist es eigentlich nicht schwer, hochwertige Videos zu erstellen. Netzwelt erklärt, welche Einstellungen wichtig sind und wie man einfach zu guten Ergebnissen kommt.

Die Datenrate

Je mehr Daten, desto besser kann das Bild werden. Eine zu niedrige Datenrate ist der Flaschenhals eines jeden pixeligen Videos. Darum ist sie der zentrale Punkt der Qualitätseinstellungen. Eine zu niedrige Rate ist ein Garant für das Auftreten von unschönen Blockartefakten. Bei einer zu hohen Rate wird hingegen kostbarer Speicherplatz verschwendet - genau das, was mit der Umwandlung verhindert werden sollte. Wie groß die Datenrate sein muss, damit die Qualität stimmt, lässt sich nicht definitiv sagen. Es gibt jedoch einige grobe Faustregeln.

Video-Datenrate

Bild verkleinernBild vergrößern

Die Datenrate entscheidet maßgeblich über die Bildqualität.

Es gibt einige Faktoren, die den Datenbedarf des Videos entscheidend beeinflussen: Welche Auflösung hat das Video? DVD- oder DVB-Format, also 720 mal 576. Die gleiche Auflösung wird auch bei Videokameras verwendet. Oder handelt es sich eher um ein Briefmarkenformat wie 176 mal 144? Im Extremfall kann es aber auch hochauflösendes Material mit bis zu 1.920 mal 1.080 Pixeln sein.


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