Artec: Filmstars und Themen aufs Stichwort
TV-Suchmaschine: Google fürs Fernsehen
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Manchmal stoßen Film-Fans nur durch Zufall auf einen TV-Auftritt ihres Lieblingsschauspielers, den sie bis dato noch nicht kannten. Oder es ist nötig, ein prägnantes Zitat eines Politikers, Prominenten oder einer anderen populären Person im exakten Wortlaut aus einem riesigen Archiv von Video- und Tonbeiträgen herauszufiltern. Beides könnte mit der webbasierten TV-Suchmaschine von Artec erheblich vereinfacht werden.
Das Unternehmen aus dem norddeutschen Diepholz hat eine Technik entwickelt, um besonders schnell und punktgenau an die Fernsehsendung zu gelangen, bei der eine Aussage zu bestimmten Themen oder Personen getroffen wird. Möglich macht dies eine Spracherkennung, die den kompletten Toninhalt eines Film- oder Radiobeitrags in Schriftform umwandelt. Wer einen Suchbegriff wie etwa "Klimakatastrophe", "Börsenkrise" oder "George W. Bush" eingibt, gelangt genau zu der Stelle, wo das passende Stichwort fällt.
Genau in Szene gesetzt
Auf den ersten Blick soll die TV-Suchmaschine nicht sehr viel anders aussehen als eine gewöhnliche Internetsuchmaschine à la Google & Co. Dahinter steht allerdings ein riesiges Multimedia-Archiv eines Radio- oder Fernsehsenders - einen entsprechenden Abnehmer vorausgesetzt. Laut Artec hat das bereits marktreife Produkt bislang hauptsächlich Interessenten aus dem Finanzgeschäft gefunden. Den Möglichkeiten sind allerdings kaum Grenzen gesetzt.
Bei der Analyse der Inhalte generiert das System so genannte "Meta-Daten", auf die herkömmliche Internetsuchmaschinen ebenfalls zurückgreifen. Ein TV-Sender muss folglich zunächst sein gesamtes Filmarchiv indexieren lassen, bevor es überhaupt durchsucht werden kann. Auch der Einsatz für selbst produzierte Videos in Youtube-Manier ist durchaus denkbar. Das Besondere dabei: Es werden Sprungmarken gesetzt, die den Nutzer genau zu der Szene bringen können, in welcher der Suchbegriff auftaucht. Genauer gesagt fünf Sekunden vorher, um nichts zu verpassen.
Ausprobieren vor der IFA
Resultate liefert die TV-Suchmaschine jedoch nicht ausschließlich über bewegte Bilder, sondern auch schriftlich im Klartext. Sollte das System wie vom Entwickler versprochen funktionieren und von einer Vielzahl von Rundfunkanstalten akzeptiert werden, könnte es die Informationsfindung entscheidend erleichtern. Noch vor der IFA können sich Interessierte selbst ein Bild machen: Dann sind die ersten öffentlichen Testzugänge geplant.
Jetzt sind Sie dran.
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