Fernseher mit mehr Umgebungslicht
IFA 2007: Philips Aurea als Ambilight-Fortsetzung
Benjamin Schnitzler
Mit großem und vor allem teurem Tamtam bewirbt Philips, einfach ausgedrückt, nur schummriges Licht. Satte 50 Millionen Euro lässt sich der Elektronikproduzent die Einführungskampagne zu seinen neuen TV-Geräten kosten, Top-Model inklusive. "Aurea" setzt nun das fort, was mit "Ambilight" startete: Lampen erzeugen eine leuchtende Korona um den Fernseher, die sich farblich den gerade gezeigten Bildinhalten anpasst. Die nächste der Generation der Heim-Lichtspiele kommt bereits zur IFA.
Es lässt sich darüber streiten, ob ein Splatter-Film zusätzliches rotes Licht oder ein Fußballspiel noch grüne Beleuchtung außerhalb der Sichtfläche braucht. Doch es wirkt tatsächlich und das gar nicht einmal schlecht. Das zumindest zeigt die Praxis mit den bisherigen Ambilight-Geräten. Seit der Produktpräsentation auf der CeBIT 2004 wurde die Lichttechnik konsequent verbessert, bis zuletzt alle vier Seiten der entsprechend ausgestatteten Fernseh-Geräte abhängig vom Bildinhalt erstrahlten. Mit Aurea geht Ambilight jetzt noch einen Schritt weiter.

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Ambilight-Fortsetzung Aurea: viel Drumherum, wenig Infos
Obwohl Informationen bislang Mangelware sind und absichtlich zurückgehalten werden, konnte netzwelt Philips ein paar nähere Details entlocken. So bezeichnet Aurea nicht etwa eine komplette Produktserie, sondern vorerst bloß ein einziges Gerät - ein 42-Zoll-LCD, um genau zu sein. Das wichtigste Merkmal dürfte das hier auch nach vorne strahlende Umgebungslicht darstellen. Im Gegensatz zu den früheren Lösungen wird dies statt durch so genannte Kaltkathodenröhren nun durch LED erzeugt. Ein nicht ganz billiges Bildvergnügen, der Kaufpreis wird voraussichtlich bei etwa 4.000 Euro liegen.
In der aktuellen Ankündigung dreht es sich leider weniger um die Aurea-Modelle selbst, sondern vielmehr um das Drumherum. Unter dem Motto "Verführung durch Licht" lässt Philips sogar einen Kurzfilm produzieren, der auf der IFA ebenfalls seine Premiere feiert. Ein Pariser Schmuckdesigner entwarf sogar speziellen Schmuck für die großangelegte Werbekampagne. Potenzielle Käufer dürfte dies jedoch herzlich wenig interessieren, brauchbare Praxiswerte dürfte erst ein Besuch des Messestands bringen.
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