Volks-Notebook: Dell Inspiron 1520 im Test
Fingerfertigkeit
In Sachen Spieleleistung schneidet das 15,4-Zoll-Notebook nur unwesentlich schlechter ab als der 17-zöllige Werkskollege Inspiron 1720 mit einer immerhin 400 Megahertz schneller getakteten CPU. Allerdings fällt Nvidias GeForce 8600M GT mit DDR2-Speicher deutlich hinter der GDDR3-Variante zurück, wie der direkte Vergleich mit dem Asus G2S aufzeigt. Dennoch muss sich das Inspiron 1520 keineswegs verstecken und liefert selbst bei guten Qualitätseinstellungen noch ein ruckelfreies Bild. Allerdings ruft achtfaches Antialiasing wie bei vielen aktuellen Notebooks mit Nvidia-Grafik heftige Bildfehler hervor.
Von Qualität zeugt der Griff zum Keyboard - es lässt sich selbst beim besten Willen nicht eindrücken, während andere Exemplare schon beim Schreiben unbeabsichtigt nachgeben. Zudem besitzen die Tasten nur wenig Spiel und reagieren zackig und präzise auf jeden Eingabebefehl. Das Ansprechverhalten ist eher hart als weich, ohne jedoch den Fingern zu viel Kraft abzuverlangen. Es existieren zwar leisere Tastaturen, was aber kein nennenswertes Manko darstellt.
Bedientasten für die Jukebox-Funktion "MediaDirect"
Nicht nur das Navigationsfeld, auch die Tasten des Touchpads liegen in einer leichten Vertiefung, was beim Umstieg von einem anderen Notebook gewöhnungsbedürftig sein kann. Die breit geratene Fingerfläche erzeugt beim Bedienen leichte Schleifgeräusche, punktet dafür mit einer leichtgängigen und komfortablen, dennoch genauen Rückmeldung. Mit dem knackigen Klicken einer Computermaus haben die beiden Tasten nicht viel gemeinsam: Sie verfügen über weiche Widerstände und lange Wege, ohne dabei allzu klapprig zu wirken.
Leise, laut und langlebig
Aufs Leisetreten verstanden sich zumindest die größeren, von netzwelt getesten Dell-Notebooks schon immer. Das ist auch beim Inspiron 1520 nicht anders. Bei normaler Umgebungslautstärke arbeitet der Lüfter dicht an der Grenze zur Unhörbarkeit. Auf kurze Entfernung ist lediglich ein leichter, hochfrequenter Pfeifton zu hören, der offenbar von der Festplatte herrührt. Wird das Gerät voll ausgelastet, bleibt es bei einem zwar hörbaren, aber unaufdringlichen Rauschen. Allerdings heizt sich das Gehäuse auf Unter- und Oberseite spürbar auf.
Volks-Notebook: Dell Inspiron 1520 im Test
Mit schnellem Dual-Core-Prozessor, spieltauglicher Grafik sowie massig Festplatten- und Arbeitsspeicher kostet das Inspiron 1520 in der vorliegenden Konfiguration gut 1.100 Euro.
Wer seinen Geldbeutel nicht derart strapazieren möchte, kommt aber auch schon mit deutlich unter 900 Euro weg.
Mit einem Gesamtgewicht von 3,26 Kilogramm zählt er zu den schweren Vertretern seiner Klasse. Allerdings trägt auch der leistungsstärkere Akku einen nicht gerade geringen Teil dazu bei.
Obwohl die verwendeten Materialien nicht unbedingt hochwertig wirken, stimmt die robuste und steife Verarbeitung.
Das Dell Inspiron 1520 ist soetwas wie der VW Golf unter den Notebooks: ein eher unauffälliges Mittelklasse-Modell mit gefälliger, nicht gerade aufregender Optik, aber ordentlich verarbeitet.
Den Deckel des 15,4-Zoll-Notebooks gibt es auf Wunsch in den Schwarz, Weiß, Braun, Blau, Rot, Rosa, Grün oder Gelb.
Das Plus an Farbenfreude tut dem legitimen Nachfolger des Inspiron 6400 ausgesprochen gut, selbst wenn es das unverkennbare, etwas biedere Dell-Design nicht ganz abschütteln kann.
Penible Kritiker könnten sich bloß an den zum Teil etwas breiten Spaltmaßen stören. Offensichtlicher ist hingegen das im geschlossenen Zustand entschieden zu locker aufliegende Display, das sich trotz zweier Haltehaken sehr leicht hin und her bewegen lässt.
Netzwelt hat sich eine preiswerte Variante ausgesucht, die trotzdem Spaß macht.
Glücklicherweise hat das Inspiron 1520 nicht an Gewicht zugelegt. Abgespeckt wurde aber leider auch nicht: Mit dem optionalen Hochleistungsakku bringt es genau so viel auf die Waage wie sein Vorfahre.
Äußerlich ist der Mobilrechner ein recht klobiger Geselle und sieht größer aus, als die Bildfläche vermuten lässt.
Wenn der Notebook-Nutzer will, kann das Mittelklasse-Gerät ganz schön laut werden. Denn für diese Größenordnung sind die Lautsprecher ausgesprochen kräftig. Außerdem klingen sie auf niedriger bis mittlerer Lautstärke noch vergleichsweise satt und klar. Vor allem angesichts der eingebauten Jukebox-Funktion namens "MediaDirect" ein nicht zu verachtendes Kriterium. Mit dem optionalen Hochleistungsakku, der im Online-Shop nicht einmal 40 Euro mehr kostet, wird fast die Viereinhalb-Stunden-Marke durchbrochen - ein beachtlicher Wert.
Links zum Thema
- Samsung R70 Aura im Test: Black is beautiful
- Dell
- Asus G1 im Test: Notebook für Gelegenheits-Gamer
- Performance preiswert: Toshiba Satellite A200 im Test
- Dual Core zum Kampfpreis: Dell Inspiron 6400 im Test
