Volks-Notebook: Dell Inspiron 1520 im Test
Voll im Bilde
Anders als bei der hellen Lack-Option in Gelb fällt dieser Effekt jedoch kaum auf. Außerdem kaschiert der dunkle Farbton die hohe Anfälligkeit für unschöne Schmutzflecken, doch im Fall der Fälle lässt sich die schmirgelpapierartige Oberfläche nur schwer reinigen. Im Innenraum hat die ein wenig raue Beschaffenheit wiederum den Vorteil, dass Hände und Finger nur schwer abrutschen können.
Beim Bildschirm herrscht die Qual der Wahl: Am günstigsten kommt das mit 1.280 x 800 Pixeln ausgestattete Display ohne "TrueLife", leider das einzige ohne Spiegelungen, die Hochglanz-Variante kostet knapp sechs Euro mehr. Fast 90 Euro extra muss der Käufer für das hochauflösendste Modell mit 1.680 x 1.050 Punkten berappen. Im Test kommt mit 1.440 x 900 Pixeln hingegen die "goldene Mitte" zum Einsatz. Hier stimmen die Dimensionen und Text und Symbole wirken weder zu klein noch übermäßig groß.
Die Helligkeit ist angenehm hoch und macht auch unter dem Maximalwert noch entspanntes Arbeiten möglich. Mit hervorragender Schärfe, leuchtenden Farben und sattem Schwarzwert sichert sich das vorliegende Display einen Spitzenplatz unter den Notebook-Monitoren. Am oberen und unteren Rand schwächelt die Ausleuchtung ein wenig, was im Normalbetrieb aber meist völlig untergeht.
Zu den meisten Farbvarianten gehört eineeingebaute Webcam mit zwei Megapixeln.
Weiß zeigt zwar einen leichten Grauschleier und die Gleichmäßigkeit der Farben nimmt zu den Rändern hin ab, aber beides geschieht in einem noch absolut vertretbaren Maße. Darüber hinaus kann sich die absichtliche Graustufendarstellung durchaus sehen lassen: Sehr helle oder dunkle Nuancen tauchen erst sehr spät ins Weiße oder Schwarze ab, außerdem bleiben großflächige Verläufe frei von störenden Längsbalken.
Der für ein Notebook-Display relativ gute Qualitätseindruck setzt sich auch bei der Blickwinkelabhängigkeit fort. Horizontal bleibt das Bild sehr lange stabil und zeigt erst bei sehr starken Abweichungen einen gewissen Gelbstich. In vertikaler Hinsicht herrscht subjektiv zwar weniger Toleranz - die Anzeige wird schnell dunkler oder heller -, aber immer noch mehr als bei vielen anderen Laptop-Bildschirmen.
Volks-Notebook: Dell Inspiron 1520 im Test
Mit schnellem Dual-Core-Prozessor, spieltauglicher Grafik sowie massig Festplatten- und Arbeitsspeicher kostet das Inspiron 1520 in der vorliegenden Konfiguration gut 1.100 Euro.
Wer seinen Geldbeutel nicht derart strapazieren möchte, kommt aber auch schon mit deutlich unter 900 Euro weg.
Mit einem Gesamtgewicht von 3,26 Kilogramm zählt er zu den schweren Vertretern seiner Klasse. Allerdings trägt auch der leistungsstärkere Akku einen nicht gerade geringen Teil dazu bei.
Obwohl die verwendeten Materialien nicht unbedingt hochwertig wirken, stimmt die robuste und steife Verarbeitung.
Das Dell Inspiron 1520 ist soetwas wie der VW Golf unter den Notebooks: ein eher unauffälliges Mittelklasse-Modell mit gefälliger, nicht gerade aufregender Optik, aber ordentlich verarbeitet.
Den Deckel des 15,4-Zoll-Notebooks gibt es auf Wunsch in den Schwarz, Weiß, Braun, Blau, Rot, Rosa, Grün oder Gelb.
Das Plus an Farbenfreude tut dem legitimen Nachfolger des Inspiron 6400 ausgesprochen gut, selbst wenn es das unverkennbare, etwas biedere Dell-Design nicht ganz abschütteln kann.
Penible Kritiker könnten sich bloß an den zum Teil etwas breiten Spaltmaßen stören. Offensichtlicher ist hingegen das im geschlossenen Zustand entschieden zu locker aufliegende Display, das sich trotz zweier Haltehaken sehr leicht hin und her bewegen lässt.
Netzwelt hat sich eine preiswerte Variante ausgesucht, die trotzdem Spaß macht.
Glücklicherweise hat das Inspiron 1520 nicht an Gewicht zugelegt. Abgespeckt wurde aber leider auch nicht: Mit dem optionalen Hochleistungsakku bringt es genau so viel auf die Waage wie sein Vorfahre.
Äußerlich ist der Mobilrechner ein recht klobiger Geselle und sieht größer aus, als die Bildfläche vermuten lässt.
Spaßmacher
Wenn die fehlende "Turbo Memory"-Technik eines zeigt, dann dass sie niemand wirklich braucht. Geschwindigkeitsmangel müssen Besitzer eines gut ausgestatten Inspiron 1520 zu keiner Zeit beklagen. Der verwendete Intel Core 2 Duo mit zwei Prozessorkernen zu 1,8 Gigahertz sorgt für kurze Ladephasen und ein stets promptes Ansprechen. Zusammen mit einem üppig bemessenen Arbeitsspeicher von zwei Gigabyte arbeitet selbst Windows Vista alles andere als lauflahm.
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