Sie sind hier:
  • Notebook
  • Volks-Notebook: Dell Inspiron 1520 im Test
 

Volks-Notebook: Dell Inspiron 1520 im Test
Bunte Mittelklasse ab 779 Euro

von Benjamin Schnitzler Uhr veröffentlicht

Diesen Artikel weiterempfehlen
SHARES

Das Dell Inspiron 1520 ist soetwas wie der VW Golf unter den Notebooks: ein eher unauffälliges Mittelklasse-Modell mit gefälliger, nicht gerade aufregender Optik, aber ordentlich verarbeitet. Ein potenzieller Verkaufsschlager eben. Beide sind mobil, besitzen ellenlange Aufpreislisten und eine breit gefächerte Antriebspalette. Netzwelt hat sich eine preiswerte Variante ausgesucht, die trotzdem Spaß macht.

Das Dell Inspiron 1520 ist soetwas wie der VW Golf unter den Notebooks: ein eher unauffälliges Mittelklasse-Modell mit gefälliger, nicht gerade aufregender Optik, aber ordentlich verarbeitet. Ein potenzieller Verkaufsschlager eben. Beide sind mobil, besitzen ellenlange Aufpreislisten und eine breit gefächerte Antriebspalette. Netzwelt hat sich eine preiswerte Variante ausgesucht, die trotzdem Spaß macht.

Mit schnellem Dual-Core-Prozessor, spieltauglicher Grafik sowie massig Festplatten- und Arbeitsspeicher kostet das Inspiron 1520 in der vorliegenden Konfiguration gut 1.100 Euro. Wer seinen Geldbeutel nicht derart strapazieren möchte, kommt aber auch schon mit deutlich unter 900 Euro weg. Wie beim automobilen Alter Ego kann der Käufer die Lackierung individuell wählen. Den Deckel des 15,4-Zoll-Notebooks gibt es auf Wunsch in den Farben Schwarz, Weiß, Braun, Blau, Rot, Rosa, Grün oder Gelb.

Dell Inspiron 1520 im TestInhalt

Aber bitte mit Farbe

Scheinriese

Voll im Bilde

Spaßmacher

Fingerfertigkeit

Leise, laut und langlebig

Fazit

Datenduell: Dell vs. Toshiba

Aber bitte mit Farbe

Das Plus an Farbenfreude tut dem legitimen Nachfolger des Inspiron 6400 ausgesprochen gut, selbst wenn es das unverkennbare, etwas biedere Dell-Design nicht ganz abschütteln kann. Glücklicherweise hat das Inspiron 1520 nicht an Gewicht zugelegt. Abgespeckt wurde aber leider auch nicht: Mit dem optionalen Hochleistungsakku bringt es genau so viel auf die Waage wie sein Vorfahre.

Äußerlich ist der Mobilrechner ein recht klobiger Geselle und sieht größer aus, als die Bildfläche vermuten lässt. Mit einem Gesamtgewicht von 3,26 Kilogramm zählt er zu den schweren Vertretern seiner Klasse. Allerdings trägt auch der leistungsstärkere Akku einen nicht gerade geringen Teil dazu bei. Obwohl die verwendeten Materialien nicht unbedingt hochwertig wirken, stimmt die robuste und steife Verarbeitung.

"Mitternachtsblau": eine von acht wählbaren Farben

Scheinriese

Penible Kritiker könnten sich bloß an den zum Teil etwas breiten Spaltmaßen stören. Offensichtlicher ist hingegen das im geschlossenen Zustand entschieden zu locker aufliegende Display, das sich trotz zweier Haltehaken sehr leicht hin und her bewegen lässt. Vermutlich ein Opfer der Serienstreuung, was auch das Knacken und Quietschen beim Aufklappen des Bildschirms erklären würde. In beiden Punkten schnitt das zwar größere, aber materialmäßig identische Inspiron 1720 bedeutend besser ab.

Das glänzende Chrom des Display-Öffners aus Plastik hätten sich die Designer getrost sparen können, denn er sieht schlicht und ergreifend billig aus. Im konkreten Fall rettet jedoch die gediegen anmutende Lackierung in Mitternachtsblau die Ästhetik. Wie beim Desktop-Ersatz Inspiron 1720 erscheint die Farbe jedoch nicht absolut gleichmäßig und weicht am vorderen und hinteren, jeweils optisch abgetrennten Randbereich minimal ab.

Volks-Notebook: Dell Inspiron 1520 im Test

Bild 1 von 11
Mit schnellem Dual-Core-Prozessor, spieltauglicher Grafik sowie massig Festplatten- und Arbeitsspeicher kostet das Inspiron 1520 in der vorliegenden Konfiguration gut 1.100 Euro.

Anders als bei der hellen Lack-Option in Gelb fällt dieser Effekt jedoch kaum auf. Außerdem kaschiert der dunkle Farbton die hohe Anfälligkeit für unschöne Schmutzflecken, doch im Fall der Fälle lässt sich die schmirgelpapierartige Oberfläche nur schwer reinigen. Im Innenraum hat die ein wenig raue Beschaffenheit wiederum den Vorteil, dass Hände und Finger nur schwer abrutschen können.

Voll im Bilde

Beim Bildschirm herrscht die Qual der Wahl: Am günstigsten kommt das mit 1.280 x 800 Pixeln ausgestattete Display ohne "TrueLife", leider das einzige ohne Spiegelungen, die Hochglanz-Variante kostet knapp sechs Euro mehr. Fast 90 Euro extra muss der Käufer für das hochauflösendste Modell mit 1.680 x 1.050 Punkten berappen. Im Test kommt mit 1.440 x 900 Pixeln hingegen die "goldene Mitte" zum Einsatz. Hier stimmen die Dimensionen und Text und Symbole wirken weder zu klein noch übermäßig groß.

Die Helligkeit ist angenehm hoch und macht auch unter dem Maximalwert noch entspanntes Arbeiten möglich. Mit hervorragender Schärfe, leuchtenden Farben und sattem Schwarzwert sichert sich das vorliegende Display einen Spitzenplatz unter den Notebook-Monitoren. Am oberen und unteren Rand schwächelt die Ausleuchtung ein wenig, was im Normalbetrieb aber meist völlig untergeht.

Zu den meisten Farbvarianten gehört eineeingebaute Webcam mit zwei Megapixeln.

Weiß zeigt zwar einen leichten Grauschleier und die Gleichmäßigkeit der Farben nimmt zu den Rändern hin ab, aber beides geschieht in einem noch absolut vertretbaren Maße. Darüber hinaus kann sich die absichtliche Graustufendarstellung durchaus sehen lassen: Sehr helle oder dunkle Nuancen tauchen erst sehr spät ins Weiße oder Schwarze ab, außerdem bleiben großflächige Verläufe frei von störenden Längsbalken.

Der für ein Notebook-Display relativ gute Qualitätseindruck setzt sich auch bei der Blickwinkelabhängigkeit fort. Horizontal bleibt das Bild sehr lange stabil und zeigt erst bei sehr starken Abweichungen einen gewissen Gelbstich. In vertikaler Hinsicht herrscht subjektiv zwar weniger Toleranz - die Anzeige wird schnell dunkler oder heller -, aber immer noch mehr als bei vielen anderen Laptop-Bildschirmen.

Volks-Notebook: Dell Inspiron 1520 im Test

Bild 1 von 11
Mit schnellem Dual-Core-Prozessor, spieltauglicher Grafik sowie massig Festplatten- und Arbeitsspeicher kostet das Inspiron 1520 in der vorliegenden Konfiguration gut 1.100 Euro.

Spaßmacher

Wenn die fehlende "Turbo Memory"-Technik eines zeigt, dann dass sie niemand wirklich braucht. Geschwindigkeitsmangel müssen Besitzer eines gut ausgestatten Inspiron 1520 zu keiner Zeit beklagen. Der verwendete Intel Core 2 Duo mit zwei Prozessorkernen zu 1,8 Gigahertz sorgt für kurze Ladephasen und ein stets promptes Ansprechen. Zusammen mit einem üppig bemessenen Arbeitsspeicher von zwei Gigabyte arbeitet selbst Windows Vista alles andere als lauflahm.

In Sachen Spieleleistung schneidet das 15,4-Zoll-Notebook nur unwesentlich schlechter ab als der 17-zöllige Werkskollege Inspiron 1720 mit einer immerhin 400 Megahertz schneller getakteten CPU. Allerdings fällt Nvidias GeForce 8600M GT mit DDR2-Speicher deutlich hinter der GDDR3-Variante zurück, wie der direkte Vergleich mit dem Asus G2S aufzeigt. Dennoch muss sich das Inspiron 1520 keineswegs verstecken und liefert selbst bei guten Qualitätseinstellungen noch ein ruckelfreies Bild. Allerdings ruft achtfaches Antialiasing wie bei vielen aktuellen Notebooks mit Nvidia-Grafik heftige Bildfehler hervor.

Fingerfertigkeit

Von Qualität zeugt der Griff zum Keyboard - es lässt sich selbst beim besten Willen nicht eindrücken, während andere Exemplare schon beim Schreiben unbeabsichtigt nachgeben. Zudem besitzen die Tasten nur wenig Spiel und reagieren zackig und präzise auf jeden Eingabebefehl. Das Ansprechverhalten ist eher hart als weich, ohne jedoch den Fingern zu viel Kraft abzuverlangen. Es existieren zwar leisere Tastaturen, was aber kein nennenswertes Manko darstellt.

Bedientasten für die Jukebox-Funktion "MediaDirect"

Nicht nur das Navigationsfeld, auch die Tasten des Touchpads liegen in einer leichten Vertiefung, was beim Umstieg von einem anderen Notebook gewöhnungsbedürftig sein kann. Die breit geratene Fingerfläche erzeugt beim Bedienen leichte Schleifgeräusche, punktet dafür mit einer leichtgängigen und komfortablen, dennoch genauen Rückmeldung. Mit dem knackigen Klicken einer Computermaus haben die beiden Tasten nicht viel gemeinsam: Sie verfügen über weiche Widerstände und lange Wege, ohne dabei allzu klapprig zu wirken.

Leise, laut und langlebig

Aufs Leisetreten verstanden sich zumindest die größeren, von netzwelt getesten Dell-Notebooks schon immer. Das ist auch beim Inspiron 1520 nicht anders. Bei normaler Umgebungslautstärke arbeitet der Lüfter dicht an der Grenze zur Unhörbarkeit. Auf kurze Entfernung ist lediglich ein leichter, hochfrequenter Pfeifton zu hören, der offenbar von der Festplatte herrührt. Wird das Gerät voll ausgelastet, bleibt es bei einem zwar hörbaren, aber unaufdringlichen Rauschen. Allerdings heizt sich das Gehäuse auf Unter- und Oberseite spürbar auf.

Volks-Notebook: Dell Inspiron 1520 im Test

Bild 1 von 11
Mit schnellem Dual-Core-Prozessor, spieltauglicher Grafik sowie massig Festplatten- und Arbeitsspeicher kostet das Inspiron 1520 in der vorliegenden Konfiguration gut 1.100 Euro.

Wenn der Notebook-Nutzer will, kann das Mittelklasse-Gerät ganz schön laut werden. Denn für diese Größenordnung sind die Lautsprecher ausgesprochen kräftig. Außerdem klingen sie auf niedriger bis mittlerer Lautstärke noch vergleichsweise satt und klar. Vor allem angesichts der eingebauten Jukebox-Funktion namens "MediaDirect" ein nicht zu verachtendes Kriterium. Mit dem optionalen Hochleistungsakku, der im Online-Shop nicht einmal 40 Euro mehr kostet, wird fast die Viereinhalb-Stunden-Marke durchbrochen - ein beachtlicher Wert.

Fazit

Preislich entspricht das vorliegende Dell Inspiron 1520 beinahe exakt der unverbindlichen Empfehlung für das Toshiba Satellite A200, was einen direkten Vergleich geradezu aufdrängt. Was Leistung und Verarbeitung angeht, schneidet das Inspiron 1520 insgesamt besser ab. Optisch macht das schlankere Satellite A200 allerdings einen viel hochwertigeren Eindruck. Ein starkes Argument ist auch das um gut 400 Gramm niedrigere Gewicht, was allerdings mit einem schwachen Akku einhergeht.

Im Handel ist das Toshiba Satellite A200 jedoch für deutlich unterhalb der Herstellerangabe von 1.119 Euro erhältlich, was beispielsweise noch finanziellen Spielraum für ein zweites Gigabyte Arbeitsspeicher lässt. Dennoch: Das Insprion 1520 besticht mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei der Optik könnten sich die Dell-Entwickler aber ruhig etwas mehr zutrauen. Doch ein VW Golf wird schließlich auch nicht wegen seines aufregenden Designs gekauft.

Award: Dell Inspiron 1520 im Test

Datenduell: Dell vs. Toshiba

Kommentare zu diesem Artikel

Das Dell Inspiron 1520 ist soetwas wie der VW Golf unter den Notebooks: ein eher unauffälliges Mittelklasse-Modell mit gefälliger, nicht gerade aufregender Optik, aber ordentlich verarbeitet. Ein potenzieller Verkaufsschlager eben. Beide sind mobil, besitzen ellenlange Aufpreislisten und eine breit gefächerte Antriebspalette. Netzwelt hat sich eine preiswerte Variante ausgesucht, die trotzdem Spaß macht.

Jetzt ist Ihre Meinung gefragt. Diskutieren Sie im Forum zu diesem Artikel.

Jetzt Diskutieren!

DSL- & LTE-Speedtest

Testen Sie mit unserem Speedtest Ihre tatsächliche DSL- oder LTE-Geschwindigkeit. Test auch mit Smartphone und Tablet möglich.

Jetzt Testen!

Der große Android-Update-Fahrplan

Welche Android-Version ist für mein Smartphone oder Tablet-Computer aktuell? Der große Android-Update-Fahrplan bringt Licht ins Dickicht der Versionen.

Jetzt ansehen!

article
19681
Volks-Notebook: Dell Inspiron 1520 im Test
Volks-Notebook: Dell Inspiron 1520 im Test
Das Dell Inspiron 1520 ist soetwas wie der VW Golf unter den Notebooks: ein eher unauffälliges Mittelklasse-Modell mit gefälliger, nicht gerade aufregender Optik, aber ordentlich verarbeitet. Ein potenzieller Verkaufsschlager eben. Beide sind mobil, besitzen ellenlange Aufpreislisten und eine breit gefächerte Antriebspalette. Netzwelt hat sich eine preiswerte Variante ausgesucht, die trotzdem Spaß macht.
http://www.netzwelt.de/news/76019-volks-notebook-dell-inspiron-1520-test.html
2007-08-19 12:11:00
News
Volks-Notebook: Dell Inspiron 1520 im Test