Fotos sortieren, bearbeiten und weitergeben
Ordnung muss sein: Google Picasa im Test
Tobias Heinze
Bei gehaltener Shift- oder Strg-Taste können eine Vielzahl von Dateien genau wie unter Windows schnell ausgewählt werden. In der Fotoablage links unten werden markierte Fotos angezeigt und auf Wunsch dort gesammelt. So entsteht eine Auswahl von Bildern, die dann in einer einzigen Aktion verschoben werden können. Mit einem Doppelklick auf ein Bild öffnet der Benutzer das Bearbeitungsfenster, wo kleinere Korrekturen am Bild möglich sind.
In erster Linie dient Picasa der Ordnung und Organisation von Fotos und Videos. Ein einfaches Bewertungssystem ermöglicht die schnelle Markierung von Favoriten, die getrennt von den übrigen Bildern verarbeitet werden können. Mit der Funktion Zeitverlauf bietet die Software die Möglichkeit, den gesamten Bilderfundus in einem anschaulich animierten Vollbildmodus nach Datum zu sortieren. Auf diese Art finden sich gesuchte Fotos in der Regel am schnellsten.
In der Bibliothek erstellt der Nutzer so viele Alben, wie er benötigt, und sortiert Fotos nach bestimmten Ereignissen: Urlaub 2007, Hochzeit Simone und Julian oder was auch immer gerade aktuell ist. Die Verschlagwortung von Bildern ist ebenfalls sehr hilfreich, wenn es um ein wenig mehr Ordnung geht. Ein schlichter Doppelklick auf ein Foto öffnet den Bearbeitungsmodus und gibt am unteren Rand des Bildes eine Eingabezeile frei, wo passende Schlagwörter zum Foto eingetragen werden.
Sortieren und Organisieren ist die eine Seite von Picasa, die Bildbearbeitung die andere. Im Vordergrund steht die einfache Bedienung der Effekte, die auch der Computerlaie gut anwenden kann. Jede Bearbeitung verändert übrigens nicht das Originalbild, sondern wird in Picasa gespeichert. Auf Wunsch kann die finale Datei dann natürlich exportiert werden.
Je besser diese Stichwörter passen, desto effektiver wird die Bilddatenbank später zu gebrauchen sein, wenn Fotos zu einem bestimmten Thema gesucht werden. Beliebte Stichwörter sind etwa die Stimmung des Bildes, die Grundfarben, das Motiv oder die Jahreszeit. Picasa unterstützt die Bildformate JPG, GIF, TIF, BMP, RAW und PSD. Videodateien werden in den Formaten MPG, AVI, ASF, WMV und MOV unterstützt.
Für die Bildbearbeitung hält Picasa eine Menge nützlicher Werkzeuge bereit: Neben der Korrektur von roten Augen sind Unter- und Überbelichtung einfach zu beheben. Fotos beschneiden, drehen oder in ihrer Auflösung verändern, ist ebenfalls schnell erledigt. Auch für ein kleines Repertoire an Effektfiltern ist gesorgt, sodass auf Wunsch zum Beispiel Farb- oder Unschärfeeffekte für den letzten Schliff am Foto sorgen.
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