Im Test: NAS-Laufwerk Torrent Leecher
Multimedia-Speichermedium
Einrichten leicht gemacht
An einen Router angeschlossen, wartet das MGB111 erst einmal auf einen DHCP-Server. Fühlt sich kein anderes Netzwerkgerät für die automatische IP-Adresszuweisung verantwortlich, übernimmt das MGB-111 diese Aufgabe selbst. Im Verlauf der Installation erhält der Nutzer jedoch die Gelegenheit, dieses Verhalten zu ändern. Das Gerät kann ohne Weiteres auch als Client mit fester IP-Adresse betrieben werden.
Das MGB111 verfügt wie die meisten Netzwerkgeräte über zwei Möglichkeiten der Netzwerkinstallation: Da wäre zum einen die Gerätesoftware auf CD, zum anderen die HTML-Oberfläche für den Browser. Wer die IP-Adresse seines neuen NAS-Laufwerks nicht kennt und trotzdem keine Software installieren mag, findet die HTML-Datei für den Konfigurationszugriff ebenfalls über der Windows-Netzwerkumgebung im Ordner Configure auf seinem Laufwerk.
Die Konfigurationsoberfläche zeichnet sich weder durch Design noch Online-Hilfen aus. Dafür bestimmt einfache Übersichtlichkeit das ansonsten graue Bild. Ein Einrichtungsassistent hilft, die wichtigsten Einstellungen in fünf Schritten vorzunehmen. Dazu gehört jedoch nicht das Ändern des hackerfreundlichen Zugriffspassworts. Im Gegenzug benötigt das MGB111 nicht bei jeder kleinsten Änderung einen Systemneustart: Dieser wird nur bei größeren Änderungen erforderlich.
In Firefox und IE nimmt das Webinterface vernünftige Dimensionen an (siehe Bild). Im Opera-Browser wird es über den gesamten Bildschirm gestreckt.
Zwar verfügt die graphische Oberfläche über einen schlanken Dateibrowser, mehr als Überblick und simple Verwaltung der Inhalte von Festplatte und angeschlossenen USB-Speichermedien ist jedoch nicht drin. Die übrigen Zugriffsmöglichkeiten sind ohnehin interessanter: Der Sambaserver ermöglicht das Einbinden des MGB111 als Netzlaufwerk unter den gängigsten Betriebssystemen. Mittels Zugriffssteuerung lässt sich festlegen, welcher Benutzer über welchen Ordner verfügen darf.
Andere Clients, die nicht viel von Samba verstehen oder über das Internet auf den Mini-Server zugreifen, benutzen den FTP-Server. Die an den USB-Ports angeschlossenen Laufwerke lassen sich dabei ebenso nutzen wie mit dem SMB-Protokoll. Als letzte Zugriffsmöglichkeit innerhalb des lokalen Netzwerks ist das MGB111 in der Lage, einen iTunes-Server bereitzustellen.
| Diverse Übertragungsraten MGB111 | |
|---|---|
| NAS zu PC, via LAN über Router | 30,6 Mbit/s |
| PC zu NAS, via LAN über Router | 28,7 Mbit/s |
| NAS zu PC, via WLAN / LAN über Router | 17,8 Mbit/s |
| PC zu NAS, via LAN / WLAN über Router | 14,2 Mbit/s |
| NAS zu Notebook, via WLAN über Router | 10,5 Mbit/s |
| Notebook zu NAS, via WLAN über Router | 6,4 Mbit/s |
| NAS zu Notebook, NAS als WLAN-AP | 16,7 Mbit/s |
| Notebook zu NAS, NAS als WLAN-AP | 11,4 Mbit/s |
| USB-Stick-Backup | 15,2 Mbit/s (USB 2.0) |
| Von PC via LAN auf USB-Stick an NAS | 4,4 Mbit/s |
Download mit FTP, HTTP und BitTorrent
Ein besonderes Leistungsmerkmal des MGB111 ist der integrierte Download-Client. Dieser erlaubt es dem Nutzer, auch bei ausgeschaltetem PC und mitten in der Nacht das Potenzial des Internet-Anschlusses voll auszunutzen: Der Nutzer gibt einfach einen Download via BitTorrent, FTP oder HTTP in Auftrag. Soll der MGB111 nicht sofort loslegen, lässt sich eine beliebige Startzeit einstellen. Besonders versierte Nutzer aktivieren auch die E-Mail-Benachrichtigung, um über abgeschlossene Downloads automatisch informiert zu werden.
In der Konfiguration des Downloadmanagers sind einige Begrenzungen eingetragen: So dürfen maximal zehn BitTorrent-Downloads gleichzeitig ausgeführt werden. Die Transferraten sind zwar per Standard im Download auf 30 und im Upload auf drei Kilobyte pro Sekunde beschränkt, lassen sich schrittweise bis 100 KB/s erhöhen und auch auf den Wert unendlich setzen. So können Sie die Leitung voll ausschöpfen.
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