Asus X50R im Test: Notebook-Schnäppchen für 700 Euro
Geräusche und Laufzeit
Man muss schon wie ein Berserker in die Tasten hauen, um das Keyboard des X50R beim Schreiben einzudrücken und im Mittelteil unschöne Knackgeräusche hervorzurufen. Bei normaler Druckausübung dürfte dies normalerweise ausbleiben. In akustischer Hinsicht arbeiten die Tasten ein wenig klapprig und scheppern leise vor sich hin, ohne dabei jedoch allzu aufdringlich zu werden.
Trotz des nicht gerade hochwertig wirkenden Anschlags stimmt die Rückmeldung und die Druckpunkte sitzen an der richtigen Stelle. Obwohl beim Tippen nicht außergewöhnlich viel Kraft aufgewendet werden muss, gehört der Schreibwiderstand mehr zur härteren als weicheren Sorte. Während auf der rechten Handballenauflage keinerlei Hitzeentwicklung spürbar ist, erhöht sich die Innenraum-Temperatur auf der linken Hälfte auf ein maximal lauwarmes Niveau.
Statt zwei getrennter Tasten für den Links- und Rechtsklick setzt Asus auf eine breite zusammenhängende Leiste, die einen festen Bestandteil des Touchpad-Rahmens bildet und bloß optisch durch eine schmale Kerbe getrennt wird. Die imaginäre linke Taste liefert erstklassiges Feedback, aber der Rechtsklick meldet sich weniger knackig und prägnant. Wird mit einem absolut trockenen Finger navigiert, macht das eher langsam ausgelegte Sensorfeld sogar schnelle Manöver klaglos mit. Doch da dies nunmal nicht immer der Fall ist, kann es mitunter auch sehr hakelig zugehen.
Touchpad: zusammenhängender Balken statt getrennte Tasten
Still steht der Lüfter des X50R zwar nie, dafür gefällt der niedrige und konstante Geräuschpegel. Im Normalbetrieb sind die Umdrehungen des Ventilators nur in ruhiger Umgebung wahrnehmbar. Für besonders sensible Zeitgenossen steht die Voreinstellung "Quiet Office" bereit - der Name ist Programm. Bei voller Auslastung ist es mit der Ruhe aber schnell vorbei, dann kann das mit einem hochfrequenten Unterton angereichterte Rauschen auch schon einmal auf die Nerven gehen. Positiv in jedem Fall: Auf der Unterseite heizt sich das Gerät kaum auf.
Allein wegen der Tonqualität der verbauten Stereo-Lautsprecher lohnt sich der Kauf bestimmt nicht. Für ein Notebook des mittleren Kalibers erzielen sie zwar eine sehr hohe Lautstärke, gehen dann aber auch mit heftigem Übersteuern einher. Auf niedrigem Pegel bleibt der Klang jedoch noch erträglich. Zumindest was die Messung angeht, nimmt es das X50R bei der Akkulaufzeit sehr genau. Mit exakt zwei Stunden ist dies jedoch alles andere als eine Glanzleistung, selbst manch unhandlicher 17-Zoll-Klotz hält länger durch.
Asus X50R im Test: Notebook-Schnäppchen für 700 Euro
Mangelerscheinungen sind selbst beim genaueren Studieren des Datenblatts nicht erkennbar.
Im Innenraum geht es mit einer schwarzen Leiste in gebürsteter Alu-Optik und einer hellsilbernen Oberfläche weiter. Ganz vorne verirrt sich sogar ein wenig echtes Stück Metall in den Innenraum, welches die vier Statusleuchten beherbergt.
Wer gleichzeitig zwar sparen aber trotzdem schnell unterwegs sein will, greift zur besseren Ausstattungsvariante X50R-AG209P, die ab etwa 690 Euro über den Ladentisch geht.
Auf möglichst wenige Worte gekürzt, lässt sich der Charakter des Asus X50R folgendermaßen zusammenfassen: Nichts für Performance-Fans und Gamer, aber perfekt für Office und Internet. Das würde dem günstigen Mittelklasse-Notebook aber nicht ganz gerecht werden.
Dieses Notebook könnte genauso gut im Regal eines Discounters à la Aldi, Lidl, Plus und Konsorten stehen.
Vier USB-Ports, Speicherkartenleser, Wireless LAN, ExpressCard, Double-Layer-DVD-Brenner und eine kleine Webcam im Display machen die Ausstattung komplett.
Zum günstigen Preis dürfte hingegen das Betriebssystem beigetragen haben, denn statt Windows Vista ist noch Windows XP Professional vorinstalliert.
Zumindest preislich würde die X50R-Serie von Asus dort sehr gut hineinpassen, denn im Handel ist das günstigste Modell schon für weit unter 700 Euro zu haben.
Den mit einem verchromten Firmenlogo verzierten Deckel überzieht ein dunkler Metallic-Lack, eine ansehnliche Mischung aus Schwarz und Anthrazit.
Ohne viel Geld auszugeben, erhält der Käufer ein gelungenes Design, dass so gar nicht nach Billig-Notebook aussieht.
Diese dient auch netzwelt als Testgerät. Für nach wie vor vertretbare Anschaffungskosten sorgt dann ein Dual-Core-Prozessor für flotten Vortrieb, kombiniert mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher und einer 120 Gigabyte großen Festplatte.
Dafür gibt es ein 15,4 Zoll großes Display ohne Spiegelungen und ein geringes Gewicht von 2,6 Kilogramm.

Sagen Sie Ihre Meinung!