Asus X50R im Test: Notebook-Schnäppchen für 700 Euro
Gefühlte Geschwindigkeit
Da dem Display der glättende Effekt einer Hochglanz-Folie fehlt, wirkt es subjektiv nicht ganz so "sauber" wie ein so genannter "Glare"-Bildschirm. Dafür bleibt die matte Anzeige jedoch weitgehend frei von störenden Spiegelungen. Außerdem geht die Schärfe dennoch als sehr gut durch. Sehenswert ist auch der für ein Notebook durchaus satte Schwarzwert, bei dem lediglich ein hellerer Streifen am unteren Rand auf Ausleuchtungschwächen hindeutet. Buntes wie Weißes erhält einen sichtbaren, aber völlig vertretbaren Grauschleier.
Insgesamt können die Farben als gelungen bezeichnet werden. Denn obwohl es ein wenig an Leuchtkraft und Homogenität mangelt, erscheint die Kolorierung nicht übermäßig blass und einigermaßen farbecht. Bei der Darstellung von Graustufen glänzt das Display nicht gerade, was im Normalbetrieb allerdings kaum ins Gewicht fällt. Sehr dunkle Nuancen fallen schnell ins Schwarze ab und bei großflächigen Verläufen treten deutlich erkennbare Längsstreifen auf.
Da die Helligkeitsreserven nicht besonders hoch ausfallen, liefert in den meisten Fällen bloß die maximale Leuchtkraft ein angenehmes Seherlebnis. Seitliche Abweichungen vom optimalen Sichtwinkel nimmt die sprichwörtliche Mattscheibe gelassen und ohne nennenswerte Verfärbungen. Sie wird zwar sichtbar dunkler, aber nicht derart drastisch wie beim Blick von weiter unten. Ein zu steiler Winkel tut den Augen auch nicht gut, doch hier wird das Bild nicht sehr früh dunkler, sondern heller.
Nur 2,6 Kilogramm wiegt das günstige Notebook.
Mit Windows Vista wäre das nicht passiert: Durch seinen schonenderen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen rennt das Asus X50R mit Windows XP regelrecht. Ohne nennenswerte Wartezeiten setzt das potenzielle Discounter-Gerät jeden Befehl und Programmstart prompt in die Tat um. Das können selbst sehr viel teurere Modelle mit Windows Vista kaum besser.
Bei aufwändiger Multimedia-Bearbeitung bietet Intels Core Duo der ersten Generation allerdings nicht so hohe Reserven wie der Core 2 Duo, was beim hauptsächlichen Büro-, Internet- oder Hörsaal-Einsatz aber absolut unerheblich ist. Zum Spielen ist das Mittelklasse-Notebook nur sehr bedingt geeignet, doch immerhin laufen betagte 3D-Titel wie "Quake 3" in maximaler Qualität noch in sehr hoher Geschwindigkeit.
Asus X50R im Test: Notebook-Schnäppchen für 700 Euro
Mangelerscheinungen sind selbst beim genaueren Studieren des Datenblatts nicht erkennbar.
Im Innenraum geht es mit einer schwarzen Leiste in gebürsteter Alu-Optik und einer hellsilbernen Oberfläche weiter. Ganz vorne verirrt sich sogar ein wenig echtes Stück Metall in den Innenraum, welches die vier Statusleuchten beherbergt.
Wer gleichzeitig zwar sparen aber trotzdem schnell unterwegs sein will, greift zur besseren Ausstattungsvariante X50R-AG209P, die ab etwa 690 Euro über den Ladentisch geht.
Auf möglichst wenige Worte gekürzt, lässt sich der Charakter des Asus X50R folgendermaßen zusammenfassen: Nichts für Performance-Fans und Gamer, aber perfekt für Office und Internet. Das würde dem günstigen Mittelklasse-Notebook aber nicht ganz gerecht werden.
Dieses Notebook könnte genauso gut im Regal eines Discounters à la Aldi, Lidl, Plus und Konsorten stehen.
Vier USB-Ports, Speicherkartenleser, Wireless LAN, ExpressCard, Double-Layer-DVD-Brenner und eine kleine Webcam im Display machen die Ausstattung komplett.
Zum günstigen Preis dürfte hingegen das Betriebssystem beigetragen haben, denn statt Windows Vista ist noch Windows XP Professional vorinstalliert.
Zumindest preislich würde die X50R-Serie von Asus dort sehr gut hineinpassen, denn im Handel ist das günstigste Modell schon für weit unter 700 Euro zu haben.
Den mit einem verchromten Firmenlogo verzierten Deckel überzieht ein dunkler Metallic-Lack, eine ansehnliche Mischung aus Schwarz und Anthrazit.
Ohne viel Geld auszugeben, erhält der Käufer ein gelungenes Design, dass so gar nicht nach Billig-Notebook aussieht.
Diese dient auch netzwelt als Testgerät. Für nach wie vor vertretbare Anschaffungskosten sorgt dann ein Dual-Core-Prozessor für flotten Vortrieb, kombiniert mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher und einer 120 Gigabyte großen Festplatte.
Dafür gibt es ein 15,4 Zoll großes Display ohne Spiegelungen und ein geringes Gewicht von 2,6 Kilogramm.

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