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Asus X50R im Test: Notebook-Schnäppchen für 700 Euro
Schneller Dual-Core-Prozessor und nicht spiegelndes Display

von Benjamin Schnitzler Uhr veröffentlicht

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Dieses Notebook könnte genauso gut im Regal eines Discounters à la Aldi, Lidl, Plus und Konsorten stehen. Zumindest preislich würde die X50R-Serie von Asus dort sehr gut hineinpassen, denn im Handel ist das günstigste Modell schon für weit unter 700 Euro zu haben. Dafür gibt es ein 15,4 Zoll großes Display ohne Spiegelungen und ein geringes Gewicht von 2,6 Kilogramm.

Dieses Notebook könnte genauso gut im Regal eines Discounters à la Aldi, Lidl, Plus und Konsorten stehen. Zumindest preislich würde die X50R-Serie von Asus dort sehr gut hineinpassen, denn im Handel ist das günstigste Modell schon für weit unter 700 Euro zu haben. Dafür gibt es ein 15,4 Zoll großes Display ohne Spiegelungen und ein geringes Gewicht von 2,6 Kilogramm.

Ohne viel Geld auszugeben, erhält der Käufer ein gelungenes Design, das so gar nicht nach Billig-Notebook aussieht. Den mit einem verchromten Firmenlogo verzierten Deckel überzieht ein dunkler Metallic-Lack, eine ansehnliche Mischung aus Schwarz und Anthrazit. Im Innenraum geht es mit einer schwarzen Leiste in gebürsteter Alu-Optik und einer hellsilbernen Oberfläche weiter. Ganz vorne verirrt sich sogar ein wenig echtes Stück Metall in den Innenraum, welches die vier Statusleuchten beherbergt.

Asus X50R im TestInhalt

Vista-Verächter

Verarbeitung

Mattscheibe

Gefühlte Geschwindigkeit

Tastatur und Touchpad

Geräusche und Laufzeit

Fazit

Alle Daten auf einen Blick

Vista-Verächter

Wer gleichzeitig zwar sparen, aber trotzdem schnell unterwegs sein will, greift zur besseren Ausstattungsvariante X50R-AG209P, die ab etwa 690 Euro über den Ladentisch geht. Diese dient auch netzwelt als Testgerät. Für nach wie vor vertretbare Anschaffungskosten sorgt dann ein Dual-Core-Prozessor für flotten Vortrieb, kombiniert mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher und einer 120 Gigabyte großen Festplatte. Mangelerscheinungen sind selbst beim genaueren Studieren des Datenblatts nicht erkennbar.

Vier USB-Ports, Speicherkartenleser, Wireless LAN, ExpressCard, Double-Layer-DVD-Brenner und eine kleine Webcam im Display machen die Ausstattung komplett. Zum günstigen Preis dürfte hingegen das Betriebssystem beigetragen haben, denn statt Windows Vista ist noch Windows XP Professional vorinstalliert. Dieses braucht allerdings wiederum kein zweites Gigabyte Arbeitsspeicher, um richtig in Schwung zu kommen.

Sparen kann auch schick sein.

Verarbeitung

Der aus zwei Haken bestehende Schließmechanismus lässt das Notebook ausgesprochen satt zuschnappen. Dass der Deckel auf der rechten Seite etwas mehr Spiel besitzt als auf der linken, ist ein zu vernachlässigendes Detail. Ein Schalter gibt das Display wieder frei. Beim Öffnen verhindert die zweite helfende Hand das Hochklappen des gesamten Geräts, mehr als ein kurzes leises Knarzen gelangt dabei nicht an die Ohren. Abgesehen vom zum Teil recht weich geratenen Bildschirmgehäuse zeigt sich das X50R von der robusten Seite.

Auf den inneren Oberflächen einschließlich der Tastatur muss schon verhältnismäßig viel Kraft aufgewendet werden, um das Chassis nach unten zu drücken. Links neben dem Einschalter gestatten vier ebenfalls knackige, fest sitzende Schnellstarttasten spontanen Zugriff auf die Asus-eigene Multimedia-Software "InstantFun", eines der acht Energieschemata, den Internet-Browser sowie die Deaktivierung des Touchpads.

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Mangelerscheinungen sind selbst beim genaueren Studieren des Datenblatts nicht erkennbar.

Mattscheibe

Da dem Display der glättende Effekt einer Hochglanz-Folie fehlt, wirkt es subjektiv nicht ganz so "sauber" wie ein so genannter "Glare"-Bildschirm. Dafür bleibt die matte Anzeige jedoch weitgehend frei von störenden Spiegelungen. Außerdem geht die Schärfe dennoch als sehr gut durch. Sehenswert ist auch der für ein Notebook durchaus satte Schwarzwert, bei dem lediglich ein hellerer Streifen am unteren Rand auf Ausleuchtungschwächen hindeutet. Buntes wie Weißes erhält einen sichtbaren, aber völlig vertretbaren Grauschleier.

Insgesamt können die Farben als gelungen bezeichnet werden. Denn obwohl es ein wenig an Leuchtkraft und Homogenität mangelt, erscheint die Kolorierung nicht übermäßig blass und einigermaßen farbecht. Bei der Darstellung von Graustufen glänzt das Display nicht gerade, was im Normalbetrieb allerdings kaum ins Gewicht fällt. Sehr dunkle Nuancen fallen schnell ins Schwarze ab und bei großflächigen Verläufen treten deutlich erkennbare Längsstreifen auf.

Da die Helligkeitsreserven nicht besonders hoch ausfallen, liefert in den meisten Fällen bloß die maximale Leuchtkraft ein angenehmes Seherlebnis. Seitliche Abweichungen vom optimalen Sichtwinkel nimmt die sprichwörtliche Mattscheibe gelassen und ohne nennenswerte Verfärbungen. Sie wird zwar sichtbar dunkler, aber nicht derart drastisch wie beim Blick von weiter unten. Ein zu steiler Winkel tut den Augen auch nicht gut, doch hier wird das Bild nicht sehr früh dunkler, sondern heller.

Nur 2,6 Kilogramm wiegt das günstige Notebook.

Gefühlte Geschwindigkeit

Mit Windows Vista wäre das nicht passiert: Durch seinen schonenderen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen rennt das Asus X50R mit Windows XP regelrecht. Ohne nennenswerte Wartezeiten setzt das potenzielle Discounter-Gerät jeden Befehl und Programmstart prompt in die Tat um. Das können selbst sehr viel teurere Modelle mit Windows Vista kaum besser.

Bei aufwändiger Multimedia-Bearbeitung bietet Intels Core Duo der ersten Generation allerdings nicht so hohe Reserven wie der Core 2 Duo, was beim hauptsächlichen Büro-, Internet- oder Hörsaal-Einsatz aber absolut unerheblich ist. Zum Spielen ist das Mittelklasse-Notebook nur sehr bedingt geeignet, doch immerhin laufen betagte 3D-Titel wie "Quake 3" in maximaler Qualität noch in sehr hoher Geschwindigkeit.

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Mangelerscheinungen sind selbst beim genaueren Studieren des Datenblatts nicht erkennbar.

Tastatur und Touchpad

Man muss schon wie ein Berserker in die Tasten hauen, um das Keyboard des X50R beim Schreiben einzudrücken und im Mittelteil unschöne Knackgeräusche hervorzurufen. Bei normaler Druckausübung dürfte dies normalerweise ausbleiben. In akustischer Hinsicht arbeiten die Tasten ein wenig klapprig und scheppern leise vor sich hin, ohne dabei jedoch allzu aufdringlich zu werden.

Trotz des nicht gerade hochwertig wirkenden Anschlags stimmt die Rückmeldung und die Druckpunkte sitzen an der richtigen Stelle. Obwohl beim Tippen nicht außergewöhnlich viel Kraft aufgewendet werden muss, gehört der Schreibwiderstand mehr zur härteren als weicheren Sorte. Während auf der rechten Handballenauflage keinerlei Hitzeentwicklung spürbar ist, erhöht sich die Innenraum-Temperatur auf der linken Hälfte auf ein maximal lauwarmes Niveau.

Statt zwei getrennter Tasten für den Links- und Rechtsklick setzt Asus auf eine breite zusammenhängende Leiste, die einen festen Bestandteil des Touchpad-Rahmens bildet und bloß optisch durch eine schmale Kerbe getrennt wird. Die imaginäre linke Taste liefert erstklassiges Feedback, aber der Rechtsklick meldet sich weniger knackig und prägnant. Wird mit einem absolut trockenen Finger navigiert, macht das eher langsam ausgelegte Sensorfeld sogar schnelle Manöver klaglos mit. Doch da dies nunmal nicht immer der Fall ist, kann es mitunter auch sehr hakelig zugehen.

Touchpad: zusammenhängender Balken statt getrennte Tasten

Geräusche und Laufzeit

Still steht der Lüfter des X50R zwar nie, dafür gefällt der niedrige und konstante Geräuschpegel. Im Normalbetrieb sind die Umdrehungen des Ventilators nur in ruhiger Umgebung wahrnehmbar. Für besonders sensible Zeitgenossen steht die Voreinstellung "Quiet Office" bereit - der Name ist Programm. Bei voller Auslastung ist es mit der Ruhe aber schnell vorbei, dann kann das mit einem hochfrequenten Unterton angereichterte Rauschen auch schon einmal auf die Nerven gehen. Positiv in jedem Fall: Auf der Unterseite heizt sich das Gerät kaum auf.

Allein wegen der Tonqualität der verbauten Stereo-Lautsprecher lohnt sich der Kauf bestimmt nicht. Für ein Notebook des mittleren Kalibers erzielen sie zwar eine sehr hohe Lautstärke, gehen dann aber auch mit heftigem Übersteuern einher. Auf niedrigem Pegel bleibt der Klang jedoch noch erträglich. Zumindest was die Messung angeht, nimmt es das X50R bei der Akkulaufzeit sehr genau. Mit exakt zwei Stunden ist dies jedoch alles andere als eine Glanzleistung, selbst manch unhandlicher 17-Zoll-Klotz hält länger durch.

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Mangelerscheinungen sind selbst beim genaueren Studieren des Datenblatts nicht erkennbar.

Fazit

Auf möglichst wenige Worte gekürzt, lässt sich der Charakter des Asus X50R folgendermaßen zusammenfassen: Nichts für Performance-Fans und Gamer, aber perfekt für Office und Internet. Das würde dem günstigen Mittelklasse-Notebook aber nicht ganz gerecht werden, denn genau genommen ist der Dual-Core-Prozessor im reinen Bürobetrieb sogar unterfordert. Die gefühlte Geschwindigkeit ist enorm und dürfte den Käufer schnell vergessen lassen, dass das Konto nur mit dreistelligen Eurobeträgen belastet wurde. Trotz geringfügiger Schwächen liefert die getestete Variante X50R-AG209P ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Dieses Notebook könnte genauso gut im Regal eines Discounters à la Aldi, Lidl, Plus und Konsorten stehen. Zumindest preislich würde die X50R-Serie von Asus dort sehr gut hineinpassen, denn im Handel ist das günstigste Modell schon für weit unter 700 Euro zu haben. Dafür gibt es ein 15,4 Zoll großes Display ohne Spiegelungen und ein geringes Gewicht von 2,6 Kilogramm.

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Dieses Notebook könnte genauso gut im Regal eines Discounters à la Aldi, Lidl, Plus und Konsorten stehen. Zumindest preislich würde die X50R-Serie von Asus dort sehr gut hineinpassen, denn im Handel ist das günstigste Modell schon für weit unter 700 Euro zu haben. Dafür gibt es ein 15,4 Zoll großes Display ohne Spiegelungen und ein geringes Gewicht von 2,6 Kilogramm.
http://www.netzwelt.de/news/75999-asus-x50r-test-notebook-schnaeppchen-700-euro.html
2007-08-14 16:52:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/asus_x50r_test_intext1_1187097408.jpg
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