Zweites Major-Label ohne Kopierschutz
Entfesselt: Universal verkauft MP3s ohne DRM
Music Markt
Das Major-Label Universal hat angekündigt, künftig Musik ohne DRM zum Download anzubieten. Damit hat nach EMI ein weiterer Mediengigant der gesicherten und eingeschränkten Online-Musik abgeschworen. Zusätzlich versucht Universal, die Marktmacht von Apples iTunes Stores zu brechen. Der Musikmarkt bleibt in Bewegung.
In einer Testphase vom 21. August bis zum 31. Januar 2008 will Universal Music den Verkauf von ungeschützten MP3s in ausgesuchten Onlineshops testen. Zu diesen Shops zählen Amazon, Google und der Onlinedienst der amerikanischen Supermarktkette Wal-Mart sowie die Homepages verschiedener Künstler. Marktführer iTunes gehört nicht dazu.
Universal vs. iTunes
Universal will damit die Dominanz von Apple beim Onlineverkauf von Musik brechen. Bereits im Juli hatte das Label angekündigt, seinen Vertrag mit Apple nicht langfristig verlängern und stattdessen einen neuen Vertrag mit kürzerer Laufzeit abschließen zu wollen. Die Testphase mit DRM-freien MP3s soll laut Universal zeigen, welchen Einfluss der MP3-Verkauf auf die Kundennachfrage und die Musikpiraterie hat. Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft der Onlinemusik will das Unternehmen nach dem Test fällen.
Mit Universal und EMI, das seit Mai 2007 DRM-freie Downloads anbietet, sind nun zwei der vier Major-Labels von der DRM-Politik abgerückt. Die Universal-MP3s sollen in den USA 99 Cent kosten und in verschiedenen Bitraten angeboten werden. Ob es bald auch in Europa Musik von Universal ohne DRM zu kaufen gibt, ist bislang nicht bekannt.
Diskutieren Sie zu diesen Artikel im Forum!
Neues Thema eröffnen
Das nenn ich mal eine sinnvolle und vor allem bezahlbare Variante von digitaler Musik. $99 Cent entsprechen in Euro aufgerundet etwa € 75 Cent.
Darüber hinaus kann ich die Musikstücke dann auf jedem gängigen System abspielen, ohne mir Sorgen umd DRM machen zu müssen.
Jetzt fehlt nur noch ein deutscher Anbieter, bei dem man mit gängigen Bezahlsystemen (Onlinebanking oder besser noch PayPal) bezahlen kann.
Die 0,99 Euro pro Musikstück finde ich völlig überzogen. Es ist aber klar dass die Kette Mitverdienner hier sehr lang ist und keiner will sich freiwillig trennen.
Man soll aber das ganze von anderer Seite betrachten. Es ist bewiesen, dass die, die sich für Musik und runterladen von Musik interessieren, meistens Jugendliche sind. Und nicht viel Geld haben.
Es würde reichen nur GEMA-Gebühren zu erstatten. Alle andere Kosten zur Seite schieben. Wäre es nicht besser, wenn unsere Nachfolger richtige Hobbys haben, statt Drogen, Zigaretten usw.? Bis jetzt aus Kostengründen geht das nicht.
Hier kleine Rechnung:
Wenn bei einer CD die GEMA-Kosten von der Höhe ca. 1Euro sind, und die CD durchschnittlich 20 Musiktitel enthält, dann umgerechnet auf ein Musiktitel bekommt die GEMA genau 5 Eurocent.
Mein Vorschlag wäre:
Nehmen wir eine von mehreren russischen Seiten, wo die Musikstück 5 Cent kostet.
Dazu berechnen wir die GEMA-Gebühren in der Höhe von 5 Cent.
Zusammen gibt das 10 Cent pro Musikstück.
Ich schätze, in Deutschland gibt es genug schlaue Leute, die so eine Plattform im Netz einlegen und betreiben können. Wenn so eine Internetseite für eigene Kosten dazu noch 1 Cent pro Musikstück zurechnen würde, wäre das ganze für Kunden immer noch interessant (oder nicht?).
Die nach 2007 entstandene in Russland Musik-Anbieter arbeiten für das russische Gebiet völlig legal.
Wenn wir für unsere Kunden nur die anfallende GEMA-Gebühren dazu berechnen, ist die ganze Sache für uns nicht zu teuer (als Kunden sind meistens Jugendliche), und rechtlich einwandfrei.
nach oben






