Microsofts Daumenschrauber: HTC Touch im Test
Unterhaltsam: Multimedia-Anwendungen
Eine SMS verfassen, Kalendereinträge bearbeiten, neue Benutzer anlegen - die alltäglichen Dinge im Handy-Alltag funktionieren wie bei fast jedem anderen Smartphone auch und sind keineswegs revolutionär. Bei der Bedienung hat Apple mit dem iPhone, welches eine nahezu perfekte Oberfläche aus einem Guss bietet, klar die Nase vorn.
Trotz klarer Smartphone-Wurzeln inklusive Unterstützung der wichtigsten Office-Dokumente ist das HTC Touch kein sturer Anzugträger. Dafür sorgt unter anderem der eingebaute Mediaplayer. HTC spendierte dem Touch auch im Multimediabereich eine hübsch anzuschauene Oberfläche, welche sehr intuitiv zu bedienen ist. An Formaten unterstützt es AAC, AAC+, eAAC+, MP3, WMA, WAV auf der Audioseite sowie MPEG4-Videos. Die Klangqualität liegt auf gutem Niveau, könnte allerdings deutlich mehr Bass vertragen. Ärgerlich wird es beim Aufspielen neuer Musik - um das HTC Touch mit dem Rechner über USB zu verbinden, muss zunächst die Software-CD installiert werden.
Weniger glücklich dürften Käufer mit der integrierten Kamera sein. Diese schießt Fotos zwar mit einer akzeptablen Auflösung von zwei Megapixeln, lässt aber zusätzliche Gimmicks wie einen Blitz oder gar Autofokus gänzlich vermissen. Auch Motivprogramme für unterschiedliche Aufnahmesituationen stehen nicht zur Verfügung. Als Ausgleich gibt es die üblichen Effekt-Programme sowie die Möglichkeit eines manuellen Weißabgleichs.
Taugt für Schnappschüsse: Die eingebaute Digitalkamera schießt Fotos mit einer Auflösung von bis zu zwei Megapixeln.
Überraschend gut ist die Sprachqualität. Sowohl der Anrufer als auch die Gegenstelle werden exzellent wiedergegeben. Die gute Audioqualität zeigt sich auch bei der Benutzung des internen Monolautsprechers. Klar, deutlich und äußerst kräftig schallt es aus der kleinen Öffnung auf der Rückseite. Lediglich auf Maximal-Level neigt er zum Übersteuern. Ohne Steckdose ist das Telefonieren mit dem HTC Touch leider kein Dauervergnügen. Zu schnell neigt sich die Akku-Anzeige dem Ende zu. Auch im Stand-By-Betrieb geht ihm schnell die Puste aus. Bereits nach knapp fünf Tagen gehen hier die Alarmglocken an. Für ein Smartphone kein besonders guter Wert.
Unstreitbar: Das Fazit
Keine Konkurrenz zum iPhone: Ob Microsoft oder Apple ist in vielerlei Hinsicht eine Glaubensfrage. Wenn es aber um das gelungenere Gesamtkonzept bei Mobiltelefonen geht, steht der Gewinner mit dem Apple iPhone eindeutig fest. So gut und intuitiv die Bedienoberfläche des HTC Touch auch sein mag - sie ist nur auf wenige Anwendungen beschränkt. Spätestens beim Verfassen einer SMS muss der Bedienstift gezückt werden.
Dafür ist es im Vergleich zum iPhone fast schon ein Schnäppchen, tadellos verarbeitet und hat auf der Ausstattungsseite mit WLAN, Bluetooth und einem umfangreichen Software-Paket einiges zu bieten. Das HTC Touch wird bei T-Mobile unter dem Namen MDA Touch sowie bei Vodafone unter dem Namen XDA Nova angeboten. Die Preise beginnen bei einem neuen Vertragsabschluss etwa bei 50 Euro.
Weitere Informationen
Dieser Artikel bezieht sich auf das Produkt HTC Touch. Im Datenblatt finden Sie weitere Technische Daten zu HTC Touch. Zusätzlich haben wir ein Special zu Apple iPhone vorbereitet.
