Die günstige Alternative zum iPhone unter der Lupe
Microsofts Daumenschrauber: HTC Touch im Test
Handy
Kleine Smartphones versprechen satte Leistung bei geringen Abmessungen. Doch oft genug bleibt bei diesem Spagat die Bedienbarkeit auf der Strecke. Das auch als MDA Touch und XDA Nova angebotene HTC Touch wird vom neuen Windows Mobile 6 befeuert, hat Apples iPhone im Visier und nutzt zur Steuerung statt eines Stiftes ein bekannteres Instrument: den menschlichen Daumen.
Dass es auf der iPhone-Welle mitschwimmt, kann das HTC Touch nicht verleugnen. Es kommt ebenfalls mit nur einer Haupt-Taste aus, wird mit dem nackten Finger bedient und ist auch sonst kein Kind von Traurigkeit. Ob es eine ernstzunehmende oder sogar die bessere Alternative zum iPhone darstellt, wird dieser Testbericht klären.
Inhalt
- Einfühlsam: Die Verarbeitung
- Aufmerksam: Die technischen Eckpunkte
- Unliebsam: Zweigeteilte Bedienung
- Unterhaltsam: Multimedia-Anwendungen
- Unstreitbar: Das Fazit
Abmessungen von 99.9 x 58 x 13.9 Millimetern und ein Gewicht von 112 Gramm sind nicht gerade typisch für ein Smartphone. Das angenehm in der Hand liegende HTC Touch kann sich diese Größe nur leisten, weil es fast auf sämtliche Tasten verzichtet und dem Bildschirm dafür mehr Größe einräumt. Auch die sonst meist übliche QWERTZ-Tastatur fehlt dem auf den ersten Blick gefälligen Handy.
Die leicht samtige Oberfläche, abgerundete Kanten, ein seitlicher Chromring - das HTC Touch ist ein echter Handschmeichler und macht optisch eine Menge her. Im Stand-By-Modus gibt eine dezent blinkende Status-LED, die gut versteckt unterhalb der Ohrmuschel liegt, Auskunft über verpasste Anrufe oder den Akkustand.
Auf der rechten Gehäuse-Seite befindet sich, hinter einer schwierig zu öffnenden Klappe, der direkte Zugang zu Sim- und Speicherkarte. Positiv: Zum Wechseln einer der beiden Karten muss der Nutzer keinen Akku entfernen. Die ein Gigabyte große Mini-SD-Speicherkarte gehört bereits zum Lieferumfang. Negativ: Die Klappe ist ohne Werkzeug in Form eines spitzen Gegenstandes oder gewaltiger langer Fingernägel nicht zu öffnen.
An der Verarbeitung des ohne Vertrag etwa 400 Euro teuren Smartphones gibt es nur wenig zu rütteln. Penible Zeitgenossen werden höchstens am etwas billig wirkenden Chromrand und am seitlichen Schiebeschalter der Lautstärkeregelung etwas auszusetzen haben. Letzterer sitzt mit zu deutlichem Spiel im Gehäuse.
HTC Touch
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