Spieletest: Jack Keane

You will know Jack

Getragen wird die Geschichte von Dialogen, die scherzhaft sind, ohne oft in Klamauk abzudriften. Die Vertonung des Abenteuers ist hochkarätig, nicht nur was die Dialogregie angeht. Neben David Nathan (Johnny Depp) in der Hauptrolle ist wie bei "Ankh" auch wieder Thomas Danneberg alias John Cleese mit von der Partie. Amanda, die als spielbarer Sidekick fungiert, spricht mit der deutschen Stimme von Charlize Theron. Doch der Ohrenschmeichelei nicht genug. Die auf die Spielszenen gut abgestimmten Kompositionen drängen sich nie in den Vordergrund, würden aber ein Loch hinterlassen, sobald sie stumm blieben. Eben genauso, wie es sich für Musik in einem solchen Spiel gehört.

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Die dreidimensionale Comic-Umgebung erkunden und durchsuchen die Charaktere per Mausklick. Wie alle Grafik-Adventures erfordert "Jack Keane" ein wachsames Auge, das für die akribische Suche nach hilfreichen Gegenständen mit schönen Bildern verwöhnt wird. Aus den sonnigen Kulissen des Indischen Ozeans, die mit dem diesigen England als Reiseausgangspunkt kontrastieren, ragen vor allem Szenen mit filmreifen Unschärfeeffekten hervor. Etwas feiner dürften die 3D-Modelle nichtsdestoweniger sein.

Gerätselt wird auf unterschiedlichem Niveau. Während einige Aufgaben sich allein durch beharrliches Gequatsche lösen lassen und die meisten Kombinationsrätsel logisch aufgebaut sind, ist mit fortgeschrittener Spieldauer Köpfchen und Experimentierfreude gefragt. Es mag auch an der längeren Spielzeit liegen, dass die Knobeleien gegenüber "Ankh" vielschichtiger und anspruchsvoller ausfallen. Auch gestandene Enträstler kommen spätestens ab der zweiten Spielhälfte auf ihre Kosten.

"Jack Keane" ist ein Wohlfühlspiel: Beschwingt, durchweg fair, gut aussehend und grandios vertont. Hinzu kommt, dass es sich - zufällig oder nicht - im Kielwasser der momentanen Seefahrer-Vergnügung bewegt. Auch auf Deck 13 sind die Segel auf Kurzweil gesetzt. Von diesem Entwicklungsstudio ist noch einiges zu erwarten.

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