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03.08.2007
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Tee mit Sockenschuss

Spieletest: Jack Keane

Adventure

Spieletest: Jack Keane

Allen Schwarzmalern und politischen Betonköpfen zum Trotz, der Spielestandort Deutschland mausert sich. Zu den Aufsteigern der letzten Jahre zählt der Frankfurter Entwickler Deck 13, dessen Debüt "Ankh" den Geist jener Adventures beschwor, denen eine ganze Gamer-Generation nachschmachtet. Mit "Jack Keane" veröffentlichen die Hessen nun ein weiteres Point&Click-Abenteuer im "Monkey Island"-Stil.

Eigentlich ist Handelskapitän "Jack Keane" der klassische Loser, ein sympathischer zwar, aber ein Loser. Seine Fracht kommt nur selten am Bestimmungsort an, bei Kredithaien steht er knietief in der Kreide, seine Crew hat seit Monaten keine Heuer gesehen und sein Schiff, die "Charming Princess", kann in den Häfen der Welt nur mitleidige Blicke ernten.

Warum das britische Empire ausgerechnet ihn mit einer Mission von höchster Wichtigkeit betraut, davon ist sogar Jack überrascht. In Kapstadt soll er einen königlichen Agenten an Bord nehmen und zu einer mysteriösen Insel namens Tooth-Island bringen, wo ein gewisser Doctor T. nicht mehr alle (Tee-)Tassen im Schrank zu haben scheint. Ohne der Geschichte vorzugreifen, aber für das Königreich geht es um viel, zieht man die Kolonialzeit als zeitlichen Rahmen des Spiels in Betracht, vielleicht sogar um alles. Durch den Einsatz einer Tee fressenden Pflanze will Doctor T. das Empire von seiner wertvollsten Importware abschneiden und es sich somit gefügig machen.

Länger das Spielende abwarten und Tee trinken

Ein Horrorszenario, findet der schrullige Geheimagent, der sich schon vor der Abreise als wahrer Beinklotz erweist. Dabei kommt es für Jack noch dicker: Als sein Schiff kurz vor dem Ziel auf Grund läuft, spannt ihm die attraktive Amanda, die nicht zufällig dasselbe Reiseziel hatte und ebenfalls in Kapstadt an Bord ging, die Crew aus und macht sich per Beiboot davon.

Dies ist nicht etwa die Vorgeschichte, der gute Jack steckt zu diesem Zeitpunkt mitten im Abenteuer. Doch im Gegensatz zu "Ankh", das wegen seiner kurzen Spielzeit gerügt wurde, stehen dem Spieler nach den ersten Kapiteln noch einige Stunden bevor. Vergnügliche Stunden, abwechslungsreiche Stunden, da sowohl das Rätseldesign größtenteils einfallsreich ist als auch die mit Schlenkern versehene Story.

Jack Keane

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