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31.07.2007
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Neue Community-Suchmaschine vom Wikipedia-Gründer

Internet & Netzwelt

Neue Community-Suchmaschine vom Wikipedia-Gründer

Jimmy Wales, Gründer der Online-Enzyklopädie Wikipedia, plant den nächsten Coup. Eine neue Suchmaschine soll die mathematische Präzision der Computer und den menschlichen Verstand kombinieren und so eine neue, bessere Suche ermöglichen. Algorithmen treffen auf Redakteure. Das neue System vereint zahlreiche quelloffene Projekte zu einem Großprojekt.

Mit Freiwilligen gegen Großunternehmen

Auf einer Konferenz für Softwareentwickler in Portland im US-Bundesstaat Oregon erklärte Wales sein geplantes Vorhaben. Der neue Suchdienst ist Teil seines Unternehmens "Wikia", einem werbefinanzierten Wiki-Hoster. "Wenn wir gute Suchergebnisse hinbekommen, denke ich, dass wir die Machtbalance zwischen Suchmaschinenunternehmen und den Urhebern wieder herstellen können", sagt Wales.

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Wikipedia-Gründer Jimmy Wales (Foto: Philip Bachmann)

Der neue Suchdienst soll eine Open-Source-Suche sein, die mit Hilfe von freiwilligen Mithelfern geschaffen wird. Die Intelligenz der Menschen soll beispielsweise Unterscheidungen zwischen Suchbegriffen mit mehreren Bedeutungen möglich machen, wie bei "Erde". So soll der Nutzer nur das finden, was er auch tatsächlich gesucht hat.

Open-Source-Technik für offenes Suchen

Wales kaufte den quelloffenen Webcrawler Grub als Grundlage für die neue Suchmaschine. Crawler sind Programme, die sich durch das Internet arbeiten und Webseiten analysieren. So entsteht der Index für eine Suchmaschine. Grub funktioniert nach dem Prinzip des "distributed computing". Wie bei Programmen wie "SETI@home" teilen sich normale Heimcomputer ihre Rechenleistung über das Internet.

Die eigentliche Suche soll auf der Basis des Open-Source-Projektes "Lucene" stattfinden. Jimmy Wales kündigte an, die Volltextsuche noch speziell für seine Bedürfnisse anpassen zu wollen. Mit der neuen Suche versucht das Unternehmen Wikia, freie Inhalte weiter zu verbreiten. Die neue Suchmaschine, die den kommerziellen Konkurrenten das Wasser abgraben soll, könnte ein wichtiger Schritt in diese Richtung sein.


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