Sport, Action und Bewegung im HDR-Look?
Fototipp: HDR aus einem Foto
Wer sich mit der HDR-Fotografie beschäftigt, weiß, dass für ein fertiges Foto mehrere Einzelaufnahmen nötig sind. Eine kurze Sportszene oder eine schnelle Bewegung lassen jedoch nicht den Zeitraum für mehrere Fotos, weshalb dieser Bereich der Fotografie leider nicht HDR-tauglich scheint. Ist es trotzdem möglich, den HDR-Effekt auch in Action-Fotos zu bekommen? Netzwelt hat für Sie umfangreich experimentiert.
Inhaltsverzeichnis
- 1Fuschen für den Effekt
- 2RAW ist die Lösung
- 3Beste Voraussetzungen
Dieser Artikel setzt die Grundlagen zur High Dynamic Range (HDR) Fotografie voraus, die in einigen anderen netzwelt-Artikeln zum Thema HDR erläutert werden.
Fuschen für den Effekt
HDR-Fotografie liegt das mehrmalige Ablichten ein und desselben Motivs mit verschiedenen Belichtungeinstellungen zu Grunde. Allein dieser Fakt macht es nicht möglich, ein HDR-Foto eines Bewegtmotivs auf herkömmliche Art und Weise herzustellen. Der Moment ist viel zu schnell vorbei, als dass eine Belichtungsreihe von dieser Situation angefertigt werden könnte. Daher müssen andere Wege gefunden werden, um den HDR-Effekt aus einer einzelnen Bilddatei zu erzielen.
HDR aus einem Foto
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Bild vergrößern Der erste Ansatz erzeugt aus einem Foto mittels Tonwertkorrektur ein helles, ein dunkles und ein normalbelichtetes Foto. Diese werden dann in der HDR-Software zusammengesetzt. Ein finales Tone Mapping lässt den HDR-Look entstehen. - Bild 2 von 13
Bild vergrößern RAW-Datei unbearbeitet. Bei diesem Surfer reflektierte das helle Wasser die Sonne so stark, dass der Helligkeitsunterschied zum dunkeln Surferanzug viel zu groß wurde, um diesen erfassen zu können. Dank der RAW-Datei wurde der Surfer stark aufgehellt und... - Bild 3 von 13
Bild vergrößern ...eine normal belichtete und... - Bild 4 von 13
Bild vergrößern ...das aus den drei Einzelbildern zusammengesetzte Bild. Helle und dunkle Bildteile werden deutlich besser dargestellt, aber selbst in der kleinen Darstellung sind bereits Bildstörungen zu erkennen. - Bild 5 von 13
Bild vergrößern Variante Tonwertkorrektur: Das Ausgangsfoto unbearbeitet und... - Bild 6 von 13
Bild vergrößern Fertiges Foto nach dem Tone Mapping - Bild 7 von 13
Bild vergrößern ...eine unterbelichtete Aufnahme erstellt. Die HDR-Software bastelt daraus ein Foto zusammen, dass deutlich weniger Störungen aufweist, als das Verfahren mit nur einer JPEG-Datei. Allerdings nehmen auch bei der RAW-Datei Störungen stark zu, wenn hohe ISO-Empfindlichkeiten fotografiert werden. - Bild 8 von 13
Bild vergrößern In der vergrößerten Ansicht wird es ganz deutlich: In dunklen Bildbereichen sind Bildstörungen teilweise so stark, dass Details völlig zerstört werden und harte Artefakte das Foto fast unbrauchbar machen. - Bild 9 von 13
Bild vergrößern RAW-Datei unbearbeitet - Bild 10 von 13
Bild vergrößern ...in der HDR-Software zu einem brauchbaren Foto verwandelt. - Bild 11 von 13
Bild vergrößern RAW-Datei unbearbeitet - Bild 12 von 13
Bild vergrößern Im zweiten Ansatz besorgt sich der HDR-Fan drei unterschiedlich helle Bilder aus einer einzelnen RAW-Datei. Mit einem RAW-Konverter werden eine überbelichtete,... - Bild 13 von 13
Bild vergrößern Fertiges Foto nach dem Tone Mapping
An dieser Stelle sei kurz erwähnt, dass die folgenden Ergebnisse keine echten HDR-Fotos mit erhöhtem Dynamikumfang sind. Das Ausgangsmaterial ist stets ein einzelnes JPEG-Bild, aus dem natürlich nicht mehr Information gewonnen werden kann, als dieses speichern kann. Daher ist das erklärte Ziel des Artikels, ein Foto mit den Merkmalen eines durch Tone Mapping erzeugten Bildes zu erstellen. Zu diesem Zweck wird das HDR-Foto simuliert.


Fotos, die nicht mehr wie Fotos aussehen, sondern eher an Malereien erinnern. Bilder, die eine unwirkliche Welt zeigen und den Betrachter verzaubern. Das sind Ergebnisse von HDR-Fotografie und Tonemapping. Netzwelt gibt wertvolle Tipps und Anleitungen für effektvolle Fotos, fast schon schöner als die Realität.
Photomatix ist das aktuell bekannteste Programm, um Fotos mit erhöhtem Kontrastumfang zu erstellen. High-Dynamic-Range Fotografie (HDR) erlaubt es die Einsatzmöglichkeiten der Digitalkamera zu erweitern und eröffnet dem Fotografen ganz neue Motivmöglichkeiten. Netzwelt lässt zwei kostengünstigere Programme gegen die Referenz antreten und zeigt, was möglich ist.
Um aus einer Fotoserie eine HDR-Aufnahme mit erhöhtem Kontrastumfang zu erstellen, braucht es keine teuere Software. Wie Sie HDR-Bilder mit kostenloser Software erstellen, erfahren Sie in dieser Anleitung.
"Mensch, wie hast du dieses Foto nur gemacht?", bekommen Fotografen häufiger zu hören, vor allem wenn die eigenen Fotos richtig gut sind. Gerade in der Digitalfotografie kann sich aber niemand merken, welche Aufnahmeeinstellungen er für jedes Foto benutzt hat. Ein kleines Programm namens Exifer kann hier Abhilfe schaffen: einfach ein Bild auswählen und sofort Bescheid wissen, welche Verschlusszeit, welche Blende oder welche ISO-Empfindlichkeit eingestellt war.
Ein Foto mit erhöhtem Kontrastumfang von dem richtigen Motiv ist in der Regel ein echter Hingucker. Aber auch weniger dramatische HDR-Szenen können mit der passenden Bearbeitung effektvoll aufgewertet werden. Netzwelt wandelt HDR-Fotos in digitale Gemälde um und zeigt, wie aus einem HDR-Foto ein scheinbar handgemaltes Bild werden kann.
Wer bereits Fotos mit High Dynamic Range aufgenommen hat, kennt das Problem: Der Fotograf muss von einem Motiv mehrere Bilder mit verschiedenen Belichtungszeiten machen, nichts darf sich rühren. Panasonic will das mit einem neuen Sensor ändern.
Das Überlagern unterschiedlich lang belichteter Bilder einer Fotoserie zu einem HDR-Bild führt zu interessanten Ergebnissen. Die in Picturenaut enthaltene "Tonemapping"-Funktion lässt die erstellten Bilder auch auf Monitoren und Druckern mit geringem Dynamikumfang gut aussehen. 




