Performance preiswert: Toshiba Satellite A200 im Test
Spieltauglich
Bei der Blickwinkelabhängigkeit geht das Display bloß als mittelmäßig durch, da es sich bei senkrechten Abweichungen schnell zur dunkleren oder helleren Seite wendet und auch seitlich betrachtet nicht besonders lange stabil bleibt. Als vorwiegender Einzelbenutzer kann man jedoch damit leben. Für professionelle Grafikanwendungen ist das A200 eher ungeeignet, da es bei Graustufenverläufen vor allem in den dunklen Bereichen sichtbare Längsstreifen zeigt und bei sehr dunklen oder hellen Nuancen ins Schwarze beziehungsweise Weiße abdriftet.
Videos werden von der glänzenden Hochglanzscheibe absolut sehenswert wiedergegeben, wenn nicht gerade Lichtreflexionen den Blick versperren. Vollmundig propagiert Toshiba ein "Bass Enhanced Sound System mit Dolby Sound Room" in der Produktbeschreibung. Klingt gut, doch tiefe Bässe und Raumklang gibt es nur auf dem Papier. Dafür klingen die Lautsprecher besser als viele andere Exemplare ihrer Zunft, obwohl sie nach oben hin zunehmend übersteuern. Wer es mit Lautstärke und Anspruch nicht übertreibt, erhält einen einigermaßen klaren Ton.
Momentan dürfte es sehr schwierig sein, eine günstigeres Notebook mit höherer Spieleleistung aufzutreiben. Atis Mobility Radeon HD 2600 übertrifft Nvidias GeForce 8600M GS um Längen und lässt nicht nur hohe Qualitätseinstellungen zu, sondern je nach Spiel sogar das Zuschalten des ressourcenraubenden Antialiasings. Notebooks mit dem stärkeren GeForce 8600M GT dürften mit dem gleichen Prozessor zwar besser abschneiden, kosten aber schnell einige Hunderter mehr.
Blick auf den schönen Rücken in "Nachtblaumetallic"
Im Toshiba Satellite A200 steckt bereits Intels "Turbo Memory" - im Mainboard integrierter Flash-Speicher, der den Windows-Start und Zugriff auf Programme beschleunigen soll. In der Praxis ist davon allerdings nur wenig spürbar. Dass das Mittelklasse-Notebook so flott mit Windows Vista umspringt, liegt in erster Linie an der verwendeten Core 2 Duo-CPU. Mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher ist es zwar ausreichend, aber keineswegs üppig ausgestattet. Dank des zweiten, freien RAM-Steckplatzes kann aber völlig problemlos auf zwei Gigabyte aufgestockt werden, was derzeit schon für unter 50 Euro möglich ist.
Zurückhaltend
Was die Geräuschentwicklung angeht, hält sich der schnelle Mobilrechner vornehm zurück. Bei geringen Anforderungen verrichtet der Lüfter nahezu unhörbar seinen Dienst. Zwischendurch dreht er im mehrminütigen Abstand zwar für ein paar Sekunden auf, gehört dann aber immer noch zur unaufdringlichen Sorte, was auf den vollen Leistungsabruf ebenso zutrifft. Die Wärmeentwicklung hält sich in Grenzen, wovon im Sommer besonders die Oberschenkel profitieren.
Performance preiswert: Toshiba Satelllite A200 im Test
Durch die leicht angeraute Oberfläche der Tasten und Handauflagen vermittelt das A200 ein angenehm griffiges Gefühl beim Schreiben. Wie beim koreanischen Konkurrenzmodell Samsung R70 Aura verfügen sämtliche Tasten über sanft abgerundete Kanten, was neben der Optik auch die Haptik verbessert.
Das 15,4-Zoll-Display leuchtet nicht nur angenehm hell, sondern auch mit schön kräftigen Farben. Für einen Notebook-Monitor, der einem Flachbildschirm für den PC meist qualitativ unterlegen ist, besticht er mit einer ausgezeichneten Ausleuchtung und einem sehr ansehnlichen Schwarzwert.
Trotz Vollausstattung samt Dual-Core-Prozessor und spieletauglicher Grafik kostet es weniger als 1.200 Euro.
Beim Druck der Fn-Taste blinkt ein Lämpchen auf, zusätzlich weist eine Bildschirmleiste auf die verfügbaren Funktionen hin.
Langweilig und bieder war gestern, heute ist Toshibas Notebook-Mittelklasse schicker denn je: Dunkles Metallic-Blau auf dem Deckel, innen mattes Silber mit schwarz glänzenden Zierleisten und blauen LED.
Ohne das verräterische Firmenlogo wäre nicht einmal erkennbar, dass die Vorgängergeneration des Satellite A200 vom selben Hersteller stammt.
Im Interieur konnte man sich den Klavierlack dann doch nicht ganz verkneifen, doch der spielt hier eher eine Nebenrolle. Aber eine ohne Zweifel sehr sehenswerte, woran die blau beleuchteten Satellite-Leuchtbuchstaben und bis zu fünf Status-LED nicht ganz unbeteiligt sind.
Nachtblaumetallic nennt Toshiba die Deckelfarbe des Satellite A200 und trifft es damit ziemlich genau. Die spiegelglatte Rückseite des 15,4 Zoll messenden Displays ist in tiefem Blau gehalten, das eine attraktive Alternative zum mittlerweile omnipräsenten, schwarzen Klavierlack-Finish darstellt.
Momentan dürfte es sehr schwierig sein, eine günstigeres Notebook mit höherer Spieleleistung aufzutreiben. Atis Mobility Radeon HD 2600 übertrifft Nvidias GeForce 8600M GS um Längen und lässt nicht nur hohe Qualitätseinstellungen zu, sondern je nach Spiel sogar das Zuschalten des ressourcenraubenden Antialiasings.
In Chrom-Schalen gelagerte Stereo-Lautsprecher blicken durch die perforierte Abdeckung, dabei erinnern die rund angeordneten Löchern stark an den Duschkopf aus dem Badezimmer. Somit entsteht der latente Drang, sich das Notebook über den Kopf zu halten und nach dem Shampoo zu greifen.
Der Deckel schließt wie ein Weltmeister: Auf das zaghafte Knarren des Scharniers folgt ein sattes Einrasten der beiden mechanischen Haltehaken, bevor das Display ohne viel Spiel zum bombenfesten Stillstand kommt.
Wer alle Energiesparmaßnahmen in Anspruch nimmt, muss sich mit deutlich spürbaren Performance-Einbußen abfinden - was allerdings auch ein gutes Zeichen darstellt und auf einen weit heruntergetakteten Prozessor und besonders geringen Stromverbrauch hindeutet. Damit kommt das A200 aber nicht sonderlich weit, der Akku liefert nicht einmal genug Saft für zweieinhalb Stunden. Ein guter Wert für die kleine und recht schwache Batterie, objektiv betrachter aber eher schwach.
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