Performance preiswert: Toshiba Satellite A200 im Test
Doppeldeutig
In Sachen Verarbeitungsqualität gibt es im Grunde nur Kleinigkeiten zu beanstanden. Die Materialien sehen nicht nur gut aus, sondern fühlen sich auch so an. Allerdings geben die größeren Flächen schon bei sanftem Druck ein wenig nach, wodurch im Bereich der Handauflagen manchmal leise Knack- und Knarzgeräusche auftreten. Auch die Tastatur wölbt sich beim Schreiben leicht nach unten. Außerdem entstehen beim Schreiben Vibrationen, die sich auch akustisch fortpflanzen.
Dafür schließt der Deckel wie ein Weltmeister: Auf das zaghafte Knarren des Scharniers folgt ein sattes Einrasten der beiden mechanischen Haltehaken, bevor das Display ohne viel Spiel zum bombenfesten Stillstand kommt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Notebooks steht der Bildschirm nach dem Öffnen nicht über, sondern hinter dem Unterteil. Dadurch lässt er sich problemlos mit nur einer Hand aufklappen, ohne dass der Rest des gut 2,8 Kilogramm schweren Geräts gleich mit abhebt. Beim Loslassen schwingt er allerdings eine ganze Weile nach.
Zu den auffälligsten Merkmalen des Satellite A200 zählt das Touchpad oder vielmehr das, was darin steckt. Auf leichtes Antippen in der oberen rechten Ecke beginnt das komplette Fingerfeld blau zu leuchten und mutiert zu einer Art Touchscreen. Die Funktion als Mausersatz wird vorübergehend deaktiviert, stattdessen stehen drei Schnellstart-Symmbole für E-Mail, Netzwerkverwaltung, Windows-Fotogalerie sowie drei weitere für beliebige Programme bereit. Zusätzlich fungiert der Scroll-Bereich am rechten Rand nun als Lautstärkeregler.
Vom Design der Vorgänger ist nicht mehr viel übrig - zum Glück.
Ein "Must-Have"-Kriterium ist das doppeldeutige Touchpad zwar nicht gerade, doch die alternative Belegung funktioniert prächtig und bietet durchaus einen gewissen Mehrwert. Doch auch die standardmäßige Bedienung begeistert. Der Finger gleitet ausgesprochen exakt und trotzdem leichtgängig, was selbst bei viel teueren Notebooks zum Teil sträflich vernachlässigt wird. Links- und Rechtsklick sitzen eine Spur zu tief und zu locker in der abfallenden Gehäusefront, melden sich aber dennoch knackig und keineswegs zu laut zurück.
Durch die leicht angeraute Oberfläche der Tasten und Handauflagen vermittelt das A200 ein angenehm griffiges Gefühl beim Schreiben. Wie beim koreanischen Konkurrenzmodell Samsung R70 Aura verfügen sämtliche Tasten über sanft abgerundete Kanten, was neben der Optik auch die Haptik verbessert. Beim Tippen gefällt auch die niedrige Geräuschkulisse und das geringe Spiel. Vielschreiber können sich über den eher weichen Widerstand bei einem zugleich prägnanten Feedback freuen.
Performance preiswert: Toshiba Satelllite A200 im Test
Durch die leicht angeraute Oberfläche der Tasten und Handauflagen vermittelt das A200 ein angenehm griffiges Gefühl beim Schreiben. Wie beim koreanischen Konkurrenzmodell Samsung R70 Aura verfügen sämtliche Tasten über sanft abgerundete Kanten, was neben der Optik auch die Haptik verbessert.
Das 15,4-Zoll-Display leuchtet nicht nur angenehm hell, sondern auch mit schön kräftigen Farben. Für einen Notebook-Monitor, der einem Flachbildschirm für den PC meist qualitativ unterlegen ist, besticht er mit einer ausgezeichneten Ausleuchtung und einem sehr ansehnlichen Schwarzwert.
Trotz Vollausstattung samt Dual-Core-Prozessor und spieletauglicher Grafik kostet es weniger als 1.200 Euro.
Beim Druck der Fn-Taste blinkt ein Lämpchen auf, zusätzlich weist eine Bildschirmleiste auf die verfügbaren Funktionen hin.
Langweilig und bieder war gestern, heute ist Toshibas Notebook-Mittelklasse schicker denn je: Dunkles Metallic-Blau auf dem Deckel, innen mattes Silber mit schwarz glänzenden Zierleisten und blauen LED.
Ohne das verräterische Firmenlogo wäre nicht einmal erkennbar, dass die Vorgängergeneration des Satellite A200 vom selben Hersteller stammt.
Im Interieur konnte man sich den Klavierlack dann doch nicht ganz verkneifen, doch der spielt hier eher eine Nebenrolle. Aber eine ohne Zweifel sehr sehenswerte, woran die blau beleuchteten Satellite-Leuchtbuchstaben und bis zu fünf Status-LED nicht ganz unbeteiligt sind.
Nachtblaumetallic nennt Toshiba die Deckelfarbe des Satellite A200 und trifft es damit ziemlich genau. Die spiegelglatte Rückseite des 15,4 Zoll messenden Displays ist in tiefem Blau gehalten, das eine attraktive Alternative zum mittlerweile omnipräsenten, schwarzen Klavierlack-Finish darstellt.
Momentan dürfte es sehr schwierig sein, eine günstigeres Notebook mit höherer Spieleleistung aufzutreiben. Atis Mobility Radeon HD 2600 übertrifft Nvidias GeForce 8600M GS um Längen und lässt nicht nur hohe Qualitätseinstellungen zu, sondern je nach Spiel sogar das Zuschalten des ressourcenraubenden Antialiasings.
In Chrom-Schalen gelagerte Stereo-Lautsprecher blicken durch die perforierte Abdeckung, dabei erinnern die rund angeordneten Löchern stark an den Duschkopf aus dem Badezimmer. Somit entsteht der latente Drang, sich das Notebook über den Kopf zu halten und nach dem Shampoo zu greifen.
Der Deckel schließt wie ein Weltmeister: Auf das zaghafte Knarren des Scharniers folgt ein sattes Einrasten der beiden mechanischen Haltehaken, bevor das Display ohne viel Spiel zum bombenfesten Stillstand kommt.
Bildstark
Das 15,4-Zoll-Display leuchtet nicht nur angenehm hell, sondern auch mit schön kräftigen Farben. Für einen Notebook-Monitor, der einem Flachbildschirm für den PC meist qualitativ unterlegen ist, besticht er mit einer ausgezeichneten Ausleuchtung und einem sehr ansehnlichen Schwarzwert. Die lediglich minimalen Unregelmäßigkeiten in den Ecken und Kanten lassen sich locker verschmerzen.

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