Sie sind hier:
  • Notebook
  • Performance preiswert: Toshiba Satellite A200 im Test
 

Performance preiswert: Toshiba Satellite A200 im Test
Spieltaugliches Mittelklasse-Notebook mal günstig

von Benjamin Schnitzler Uhr veröffentlicht

Diesen Artikel weiterempfehlen
SHARES

Langweilig und bieder war gestern, heute ist Toshibas Notebook-Mittelklasse schicker denn je: Dunkles Metallic-Blau auf dem Deckel, innen mattes Silber mit schwarz glänzenden Zierleisten und blauen LED. Ohne das verräterische Firmenlogo wäre nicht einmal erkennbar, dass die Vorgängergeneration des Satellite A200 vom selben Hersteller stammt. Trotz Vollausstattung samt Dual-Core-Prozessor und spieletauglicher Grafik kostet es weniger als 1.200 Euro.

Langweilig und bieder war gestern, heute ist Toshibas Notebook-Mittelklasse schicker denn je: Dunkles Metallic-Blau auf dem Deckel, innen mattes Silber mit schwarz glänzenden Zierleisten und blauen LED. Ohne das verräterische Firmenlogo wäre nicht einmal erkennbar, dass die Vorgängergeneration des Satellite A200 vom selben Hersteller stammt. Trotz Vollausstattung samt Dual-Core-Prozessor und spieletauglicher Grafik kostet es weniger als 1.200 Euro.

Im 15,4-Zoll-Rechner steckt die neueste Hardware von Intel und Ati. Während der Chipgigant einen Intel Core 2 Duo und besonders schnelles WLAN beisteuert, liefert Ati einen Mobility Radeon HD 2600, der bereits das in Windows Vista integrierte DirectX 10 beherrscht. Auch bei der weiteren Ausstattung wurde angenehm wenig gespart. Es fehlt lediglich Gigabit-Netzwerk und das ressourcenhungrige Microsoft-Betriebssystem muss mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher auskommen. Anbetracht des knapp kalkulierten Preises keine Schande.

Toshiba Satellite A200 im TestInhalt

Geschmackvoller

Blau auf Schwarz

Schließmeister

Doppeldeutig

Bildstark

Spieltauglich

Zurückhaltend

Toshiba vs. Samsung

Geschmackvoller

Bei den Vorgängern des Satellite A200 wie beispielsweise dem A100 oder A110 schien sich Toshiba herzlich wenig für eine ansprechende Optik zu interessieren. Sie waren zwar nicht unbedingt hässlich, aber auch nicht wirklich schön und alles andere als aufregend. Beim Anblick des stark aufgefrischten Designs stellt sich die berechtigte Frage "Warum nicht gleich so?"

"Nachtblaumetallic" nennt Toshiba die Deckelfarbe des Satellite A200 und trifft es damit ziemlich genau. Die spiegelglatte Rückseite des 15,4 Zoll messenden Displays ist in tiefem Blau gehalten, das eine attraktive Alternative zum mittlerweile omnipräsenten, schwarzen Klavierlack-Finish darstellt - leider inklusive der hohen Anfälligkeit für unschöne Fingerabdrücke. Zusammen mit dem Firmenschriftzug in großen silbernen Lettern entsteht ein fast schon edel angehauchter Touch.

Dieses Touchpad kann auch anders.

Blau auf Schwarz

Im Interieur konnte man sich den Klavierlack dann doch nicht ganz verkneifen, doch der spielt hier eher eine Nebenrolle. Aber eine ohne Zweifel sehr sehenswerte, woran die blau beleuchteten Satellite-Leuchtbuchstaben und bis zu fünf Status-LED nicht ganz unbeteiligt sind. Unterhalb des Displays liegt ebenfalls eine schwarz glänzende Leiste, mit sieben matt lackierten Tasten in der Mitte.

In Chrom-Schalen gelagerte Stereo-Lautsprecher blicken durch die perforierte Abdeckung, dabei erinnern die rund angeordneten Löcher stark an den Duschkopf aus dem Badezimmer. Somit entsteht der latente Drang, sich das Notebook über den Kopf zu halten und nach dem Shampoo zu greifen. Zwischen den Rändern in Klavierlack-Optik dominiert helles Silber. Die matte Farbe steht vor allem dem Keyboard, auf dem sich die Partie mit den F-Tasten über eine weiße, nicht gerade hochwertig wirkende Plastikleiste absetzt.

Performance preiswert: Toshiba Satelllite A200 im Test

Bild 1 von 12
Durch die leicht angeraute Oberfläche der Tasten und Handauflagen vermittelt das A200 ein angenehm griffiges Gefühl beim Schreiben. Wie beim koreanischen Konkurrenzmodell Samsung R70 Aura verfügen sämtliche Tasten über sanft abgerundete Kanten, was neben der Optik auch die Haptik verbessert.

Schließmeister

In Sachen Verarbeitungsqualität gibt es im Grunde nur Kleinigkeiten zu beanstanden. Die Materialien sehen nicht nur gut aus, sondern fühlen sich auch so an. Allerdings geben die größeren Flächen schon bei sanftem Druck ein wenig nach, wodurch im Bereich der Handauflagen manchmal leise Knack- und Knarzgeräusche auftreten. Auch die Tastatur wölbt sich beim Schreiben leicht nach unten. Außerdem entstehen beim Schreiben Vibrationen, die sich auch akustisch fortpflanzen.

Dafür schließt der Deckel wie ein Weltmeister: Auf das zaghafte Knarren des Scharniers folgt ein sattes Einrasten der beiden mechanischen Haltehaken, bevor das Display ohne viel Spiel zum bombenfesten Stillstand kommt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Notebooks steht der Bildschirm nach dem Öffnen nicht über, sondern hinter dem Unterteil. Dadurch lässt er sich problemlos mit nur einer Hand aufklappen, ohne dass der Rest des gut 2,8 Kilogramm schweren Geräts gleich mit abhebt. Beim Loslassen schwingt er allerdings eine ganze Weile nach.

Doppeldeutig

Zu den auffälligsten Merkmalen des Satellite A200 zählt das Touchpad oder vielmehr das, was darin steckt. Auf leichtes Antippen in der oberen rechten Ecke beginnt das komplette Fingerfeld blau zu leuchten und mutiert zu einer Art Touchscreen. Die Funktion als Mausersatz wird vorübergehend deaktiviert, stattdessen stehen drei Schnellstart-Symmbole für E-Mail, Netzwerkverwaltung, Windows-Fotogalerie sowie drei weitere für beliebige Programme bereit. Zusätzlich fungiert der Scroll-Bereich am rechten Rand nun als Lautstärkeregler.

Vom Design der Vorgänger ist nicht mehr viel übrig - zum Glück.

Ein "Must-Have"-Kriterium ist das doppeldeutige Touchpad zwar nicht gerade, doch die alternative Belegung funktioniert prächtig und bietet durchaus einen gewissen Mehrwert. Doch auch die standardmäßige Bedienung begeistert. Der Finger gleitet ausgesprochen exakt und trotzdem leichtgängig, was selbst bei viel teueren Notebooks zum Teil sträflich vernachlässigt wird. Links- und Rechtsklick sitzen eine Spur zu tief und zu locker in der abfallenden Gehäusefront, melden sich aber dennoch knackig und keineswegs zu laut zurück.

Durch die leicht angeraute Oberfläche der Tasten und Handauflagen vermittelt das A200 ein angenehm griffiges Gefühl beim Schreiben. Wie beim koreanischen Konkurrenzmodell Samsung R70 Aura verfügen sämtliche Tasten über sanft abgerundete Kanten, was neben der Optik auch die Haptik verbessert. Beim Tippen gefällt auch die niedrige Geräuschkulisse und das geringe Spiel. Vielschreiber können sich über den eher weichen Widerstand bei einem zugleich prägnanten Feedback freuen.

Performance preiswert: Toshiba Satelllite A200 im Test

Bild 1 von 12
Durch die leicht angeraute Oberfläche der Tasten und Handauflagen vermittelt das A200 ein angenehm griffiges Gefühl beim Schreiben. Wie beim koreanischen Konkurrenzmodell Samsung R70 Aura verfügen sämtliche Tasten über sanft abgerundete Kanten, was neben der Optik auch die Haptik verbessert.

Bildstark

Das 15,4-Zoll-Display leuchtet nicht nur angenehm hell, sondern auch mit schön kräftigen Farben. Für einen Notebook-Monitor, der einem Flachbildschirm für den PC meist qualitativ unterlegen ist, besticht er mit einer ausgezeichneten Ausleuchtung und einem sehr ansehnlichen Schwarzwert. Die lediglich minimalen Unregelmäßigkeiten in den Ecken und Kanten lassen sich locker verschmerzen.

Bei der Blickwinkelabhängigkeit geht das Display bloß als mittelmäßig durch, da es sich bei senkrechten Abweichungen schnell zur dunkleren oder helleren Seite wendet und auch seitlich betrachtet nicht besonders lange stabil bleibt. Als vorwiegender Einzelbenutzer kann man jedoch damit leben. Für professionelle Grafikanwendungen ist das A200 eher ungeeignet, da es bei Graustufenverläufen vor allem in den dunklen Bereichen sichtbare Längsstreifen zeigt und bei sehr dunklen oder hellen Nuancen ins Schwarze beziehungsweise Weiße abdriftet.

Videos werden von der glänzenden Hochglanzscheibe absolut sehenswert wiedergegeben, wenn nicht gerade Lichtreflexionen den Blick versperren. Vollmundig propagiert Toshiba ein "Bass Enhanced Sound System mit Dolby Sound Room" in der Produktbeschreibung. Klingt gut, doch tiefe Bässe und Raumklang gibt es nur auf dem Papier. Dafür klingen die Lautsprecher besser als viele andere Exemplare ihrer Zunft, obwohl sie nach oben hin zunehmend übersteuern. Wer es mit Lautstärke und Anspruch nicht übertreibt, erhält einen einigermaßen klaren Ton.

Spieltauglich

Momentan dürfte es sehr schwierig sein, eine günstigeres Notebook mit höherer Spieleleistung aufzutreiben. Atis Mobility Radeon HD 2600 übertrifft Nvidias GeForce 8600M GS um Längen und lässt nicht nur hohe Qualitätseinstellungen zu, sondern je nach Spiel sogar das Zuschalten des ressourcenraubenden Antialiasings. Notebooks mit dem stärkeren GeForce 8600M GT dürften mit dem gleichen Prozessor zwar besser abschneiden, kosten aber schnell einige Hunderter mehr.

Blick auf den schönen Rücken in "Nachtblaumetallic"

Im Toshiba Satellite A200 steckt bereits Intels "Turbo Memory" - im Mainboard integrierter Flash-Speicher, der den Windows-Start und Zugriff auf Programme beschleunigen soll. In der Praxis ist davon allerdings nur wenig spürbar. Dass das Mittelklasse-Notebook so flott mit Windows Vista umspringt, liegt in erster Linie an der verwendeten Core 2 Duo-CPU. Mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher ist es zwar ausreichend, aber keineswegs üppig ausgestattet. Dank des zweiten, freien RAM-Steckplatzes kann aber völlig problemlos auf zwei Gigabyte aufgestockt werden, was derzeit schon für unter 50 Euro möglich ist.

Zurückhaltend

Was die Geräuschentwicklung angeht, hält sich der schnelle Mobilrechner vornehm zurück. Bei geringen Anforderungen verrichtet der Lüfter nahezu unhörbar seinen Dienst. Zwischendurch dreht er im mehrminütigen Abstand zwar für ein paar Sekunden auf, gehört dann aber immer noch zur unaufdringlichen Sorte, was auf den vollen Leistungsabruf ebenso zutrifft. Die Wärmeentwicklung hält sich in Grenzen, wovon im Sommer besonders die Oberschenkel profitieren.

Performance preiswert: Toshiba Satelllite A200 im Test

Bild 1 von 12
Durch die leicht angeraute Oberfläche der Tasten und Handauflagen vermittelt das A200 ein angenehm griffiges Gefühl beim Schreiben. Wie beim koreanischen Konkurrenzmodell Samsung R70 Aura verfügen sämtliche Tasten über sanft abgerundete Kanten, was neben der Optik auch die Haptik verbessert.

Wer alle Energiesparmaßnahmen in Anspruch nimmt, muss sich mit deutlich spürbaren Performance-Einbußen abfinden - was allerdings auch ein gutes Zeichen darstellt und auf einen weit heruntergetakteten Prozessor und besonders geringen Stromverbrauch hindeutet. Damit kommt das A200 aber nicht sonderlich weit, der Akku liefert nicht einmal genug Saft für zweieinhalb Stunden. Ein guter Wert für die kleine und recht schwache Batterie, objektiv betrachter aber eher schwach.

Toshiba Satellite A200 vs. Samsung R70 Aura

Mit dem Samsung R70-Aura T7100 Devin liefert sich das Toshiba A200-17O ein heißes Duell - mit klarem Ausgang, zumindest was die Performance angeht. Denn hier hat Toshiba eindeutig die Nase vorn, was vor allem Gelegenheits-Gamer zugute kommt. Die Verarbeitung des Samsung-Geräts ist zwar hochwertiger, doch das kann das A200 durch sein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis kompensieren. Mit Bluetooth, Gigabit-Netzwerk und eingebauter Webcam gewinnt das R70 Aura jedoch knapp die Ausstattungswertung. Die schwache Akkulaufzeit teilen sich leider beide Kontrahenten.

Award: Toshiba Satellite A200 im Test

Kommentare zu diesem Artikel

Langweilig und bieder war gestern, heute ist Toshibas Notebook-Mittelklasse schicker denn je: Dunkles Metallic-Blau auf dem Deckel, innen mattes Silber mit schwarz glänzenden Zierleisten und blauen LED. Ohne das verräterische Firmenlogo wäre nicht einmal erkennbar, dass die Vorgängergeneration des Satellite A200 vom selben Hersteller stammt. Trotz Vollausstattung samt Dual-Core-Prozessor und spieletauglicher Grafik kostet es weniger als 1.200 Euro.

Jetzt ist Ihre Meinung gefragt. Diskutieren Sie im Forum zu diesem Artikel.

Jetzt Diskutieren!

DSL- & LTE-Speedtest

Testen Sie mit unserem Speedtest Ihre tatsächliche DSL- oder LTE-Geschwindigkeit. Test auch mit Smartphone und Tablet möglich.

Jetzt Testen!

Der große Android-Update-Fahrplan

Welche Android-Version ist für mein Smartphone oder Tablet-Computer aktuell? Der große Android-Update-Fahrplan bringt Licht ins Dickicht der Versionen.

Jetzt ansehen!

article
19605
Performance preiswert: Toshiba Satellite A200 im Test
Performance preiswert: Toshiba Satellite A200 im Test
Langweilig und bieder war gestern, heute ist Toshibas Notebook-Mittelklasse schicker denn je: Dunkles Metallic-Blau auf dem Deckel, innen mattes Silber mit schwarz glänzenden Zierleisten und blauen LED. Ohne das verräterische Firmenlogo wäre nicht einmal erkennbar, dass die Vorgängergeneration des Satellite A200 vom selben Hersteller stammt. Trotz Vollausstattung samt Dual-Core-Prozessor und spieletauglicher Grafik kostet es weniger als 1.200 Euro.
http://www.netzwelt.de/news/75934-performance-preiswert-toshiba-satellite-a200-test.html
2007-08-01 18:10:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/toshiba_satellite_a200_test_intext1_1185981634.jpg
News
Performance preiswert: Toshiba Satellite A200 im Test