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29.07.2007
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Und es funktioniert doch

Videos verbessern wie in Krimiserien

Patrick Woods

Fürs Millitär und den Konsumenten geeignet

Die Ergebnisse werden zwar nicht knackscharf, von Artefakten zerstörte Strukturen aber plötzlich wieder erkennbar. Die bearbeitete Version wirkt sichtbar besser als das Original. Ursprünglich war die Technik von MotionDSP für den professionellen Bereich wie Sicherheitsanwendungen oder das Militär konzipiert, nun öffnet sich das kalifornische Unternehmen auch dem Massenmarkt.

"Die Konsumenten haben Spaß daran, Fotos und Videos mit dem Handy oder der Webcam zu machen und diese über das Netz zu verbreiten. Doch sie sind oft enttäuscht von der Qualität", sagt der Gründer der Firma, Peyman Milanfar, in einer Presseerklärung. "Mehr Pixel bringen nichts, man braucht eine bessere Signalverarbeitung". Von der eigenen Technik ist er überzeugt: "Wir hoffen, MotionDSP wird einmal für Videos das sein, was Dolby für Audio ist".

Wunder vollbringt die visuelle Rauschunterdrückung nicht. Der Algorithmus funktioniert nur dann ideal, wenn das Bild in Bewegung ist. Ohne Bildbewegung fehlen die Vergleichsinformationen, aus denen die Software Details ergänzen kann. Statische Aufnahmen können also kaum verbessert werden.



Bild verkleinernBild vergrößern

Auf der Homepage von MotionDSP gibt es Vorher-Nachher-Vergleiche.

Kein Wundermittel

Technisch sind der Software Grenzen gesetzt. Aus der Entfernung aufgenommene Objekte lassen sich auch heute nur in der Science-Fiction verlustfrei auf mikroskopische Details einzoomen. Auch das verbreitete Hochrechnen auf eine 3D-Ansicht und der Blick durch massive Wände bleibt der Fantasie der Drehbuchautoren vorbehalten. Doch wie erfolgreich MotionDSP verlorene Details wieder herstellt, ist erstaunlich.

Basierend auf dem Algorithmus zur Videoverbesserung bietet die Firma auch eine Software an, die Videoinhalte erkennen kann. Damit könnten Plattformen wie YouTube ihr Archiv nach urheberrechtlich geschützten Videos durchsuchen. Als Software für zu Hause ist die Technik noch nicht verfügbar. Wie und an wen die Software verkauft wird, steht bislang nicht fest. Das CIA steht jedenfalls sicherlich schon auf der Warteliste.


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