Zerstörung groß geschrieben
Spieletest: Transformers - The Game
Obwohl in den Achtzigern geschmiedet, beweisen die "Transformers" mit ihrem cineastischen Comeback, dass sie nicht zum alten Eisen gehören. Zum Kinostart der 150-Millionen-Dollar-Produktion holt Activision die wandlungsfähigen Action-Toys auf die Spielebühne. Der von Autobots und Decepticons angerichtete Sachschaden ist gigantisch. In kleineren Dimensionen bewegt sich der Spaßfaktor des Filmablegers.

Dass Hollywood-Regisseur Michael Bay kein Verfechter des Dogmafilms ist, hat er mit Actionstreifen wie "Armageddon" oder "The Rock" deutlich gemacht. Nun schickt sich sein neuestes Werk "Transformers" an, sämtliche Materialschlachten der letzten Kinojahre in den Schatten zu stellen. Die Popcorn-Rechnung scheint aufzugehen. In den USA lockte das Sci-Fi-Spektakel so viele Zuschauer in die Kinos, dass bereits zu diesem frühen Zeitpunkt Meldungen über eine Fortsetzung kursieren.
Sicher würde sich die nach Filmtiteln gierende Spielefirma Activision dann erneut für die Rechte einer Softwareumsetzung interessieren. Das Interesse des Spielervolks dürfte unter dem Eindruck des aktuellen "Transformers"-Titels jedoch verhaltener ausfallen. Denn zu technischen Mängeln und Schwächen in der Steuerung gesellt sich ein mageres Missionsdesign.
Wie Elefanten im Porzellanladen
Dabei fängt "Transformers - The Game" vielversprechend an. Nach einer Eröffnungssequenz, die knapp den Hintergrund des Roboterkonflikts auf Erden skizziert, wählt der Spieler die Seiten, mimt entweder den Beschützer oder den Zerstörer. Beide Parteien haben es auf den AllSpark abgesehen, ein Artefakt, das ausgerechnet auf der Erde gelandet ist. Den Handlungen und Orten des Films frei folgend, reihen sich jeweils kurze Kapitel aneinander.
Ihre Aufgabe als Beschützer eines Teenagers, der sich über das Eigenleben seines frisch gekauften Gebrauchtwagens wundert, hält die Autobots nicht davon ab, ganze Stadtteile zu verwüsten. Kunststück, wenn ganze Bauwerke schon bei der kleinsten Erschütterung zu bröckeln beginnen. Auf Seiten der Decepticons ist Zerstörung sowieso Programm. Zum Aufwärmen wird eine stark verteidigte Militärbasis zerbröselt. Selten wurde Zerstörung in einem Computerspiel so groß geschrieben: Panzer wirbeln durch die Luft, Flugzeuge stürzen vom Himmel, riesige Hangars kollabieren wie Kartenhäuser.
