Unfaire Mittel gegen AMD?

Komplettsystem: EU wirft Intel Monopolisierung vor

EU wirft Intel Monopolisierung vor Die EU-Kommission hat Chiphersteller Intel vorgeworfen, unlautere Mittel gegen Konkurrent AMD benutzt zu haben. Laut der EU soll Intel versuchen, AMD mit unerlaubten Methoden systematisch aus dem Markt zu drängen. Damit steht Intel erneut unter dem Vorwurf, seine Marktmacht gegen die Konkurrenz zu missbrauchen.

In einer Pressemeldung bestätigt die EU-Kommission, dass man Intel das so genannte "Statement of Objections" geschickt habe. Dies ist eine Formalie bei EU-Verfahren, die den Beschuldigten schon vor einem möglichen Prozess die Möglichkeit gibt, sich zu rechtfertigen. In diesem Schreiben wird Intel vorgeworfen, seine Machtmacht zu missbrauchen, um AMD aus dem Wettbewerb zu drängen.

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Gezielte Sabotage?

Laut Associated Press geht es dabei um drei Punkte. Zum einen gewähre Intel Computerherstellern drastische Rabatte, um seine Produkte zu verbreiten. Intel soll manchen Abnehmern die Prozessoren unter dem Herstellungspreis verkauft haben. Wesentlich schwerer wiegt der Vorwurf, dass Intel AMD gezielt sabotiere. So soll Intel Hersteller dafür bezahlt haben, damit diese die Markteinführung von Geräten mit AMD-Prozessoren verzögern oder solche Geräte komplett einstellen.

Damit verstieße Intel gegen Paragraf 82 der Handelsregeln der Europäischen Kommission, der das Ausnutzen einer dominanten Marktposition verbietet. Bereits vor zwei Jahren war Intel in das Fadenkreuz der EU-Wettbewerbsschützer geraten. Damals wurden die Büroräume des Chipherstellers durchsucht, um Beweise für die Vorwürfe zu finden. Auch damals soll Intel auf Computerhersteller Einfluss genommen haben, um AMDs Position zu schwächen. Intel hat nun zehn Wochen Zeit, auf die Vorwürfe zu reagieren.

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