Neue Alternativen zum Apple iPod

MP3-Hardware: Microsoft Zune kommt - nicht allein

Nach leichter Verspätung knackt Microsofts Multimedia-Player Zune endlich die Millionen-Marke. Kein Vergleich zum iPod, dafür der Startschuss für die nächste Generation. Bislang war Apples Gegen-Spieler bloß dem amerikanischen Markt vorbehalten, doch bis zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft könnte er auch in deutschen Regalen stehen. Und das nicht allein, die Zune-Familie bekommt Nachwuchs.

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Microsoft Zune - Ein Microsoft-Logo ist weder auf der Vorder- noch auf der Rückseite zu sehen. Lediglich der Gruß aus Seattle gibt Hinweise auf den Zune-Vater.
Ein Microsoft-Logo ist weder auf der Vorder- noch auf der Rückseite zu sehen. Lediglich der Gruß aus Seattle gibt Hinweise auf den Zune-Vater.

Als potenzieller Anti-iPod dürfte der Zune in allen Apple-Revieren wildern wollen. Laut dem "Whizbyte"-Weblog sind neue Größen, Designs und Preisregionen geplant, vermutlich als direkte Gegenmaßnahme zur iPod-Familie, der neben dem klassischen Festplatten-Player noch der kompakte "Nano" sowie der zwergwüchsige Zufallsgenerator "Shuffle" angehören. Gerüchten zufolge soll der Microsoft-Mitbewerber zu Letzterem, als "Zune 2Go" bezeichnet, nicht größer ausfallen als eine SD-Karte, die aber genauso gut das Speichermedium des Winzlings darstellen könnte.

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Microsoft Zune im Test: Bald auch ohne Import in Deutschland?

Mit mehr Funktionen soll der Zune zu Apples Erfolgsmodell aufschließen, darunter die Fähigkeit zur Video- und Podcast-Wiedergabe, ohne dass Alleinstellungsmerkmale wie das eingebaute Wireless LAN und FM-Radio auf der Strecke bleiben. Hiesige Zune-Fans lässt eine Aussage über die Erschließung internationaler Märkte hoffen. So könnte der Microsoft-Medienspieler noch dieses Jahr über den großen Teich auch nach Deutschland schwappen. Als Termin für die nächste Zune-Generation wird ein grober Zeitraum vor den Weihnachtsfeiertagen genannt.

Als weiteren Pluspunkt führt Whizbyte ein mögliches Firmware-Update auf, um das Gerät nachträglich auf den neuesten Stand zu bringen und neue Funktionen zu ermöglichen. Nicht nur in puncto Hardware brodelt die Gerüchteküche, auch bei der Vermarktung: So ist einerseits von öffentlichen "Ladestationen" für den Zune 2Go die Rede, an denen Musik in Abo-Manier nachgefüllt werden kann. Anderseits soll an den selben Stationen eine Art Musik-Recycling möglich sein. Sprich der Zune-Besitzer wirft seinen Player einfach ein und erhält im Gegenzug den 2Go eines anderen Nutzers, um neue Musik kennenzulernen.

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Ohne zusätzliche Frickelei ist ein Zune-Import aus den USA nicht mit hiesigen Rechnern kompatibel und so gut wie nutzlos. Schon allein deshalb dürften iPod-Verächter bald auf ihre Kosten kommen. Auch wer nicht gleich über 200 Euro in einen Musik-Player investieren möchte, kann auf günstigere Microsoft-Modelle hoffen.

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