Quelloffen telefonieren
Open-Source-Handy Neo 1973 macht iPhone Konkurrenz
Patrick Woods
Smartphones sind immer weiter im Kommen. Nicht zuletzt durch den gigantischen Hype um Apples erstes Mobiltelefon sind die vielseitig talentierten Telefone mit Touchscreen immer beliebter. Das Neo 1973 ist nun das erste Handy, das komplett mit Open-Source-Software funktioniert. Statt proprietärer Firmware und lästigen Brandings gibt es auf dem Neo das offene Handy-OS "OpenMoko".
Trotz toller Funktionen und hübschem Design, der Pferdefuß bei vielen modernen Handys bleibt oft die Software. Abstürze, schlechte Benutzerführung oder mangelnde Erweiterbarkeit mit weiterer Software trüben nicht selten den Handyspaß. Das Betriebssystem und die Software des Neo 1973 sind jedoch komplett quelloffen. Jeder Programmierer kann Software für das Handy schreiben oder die bestehenden Programme verbessern.
Bislang gibt es von dem Handy lediglich Vorserienmodelle für Entwickler. Diese Vorabversion kostet etwa 220 Euro, bietet aber noch nicht den vollen Funktionsumfang. Ab Obtober soll das fertige Gerät in die Läden kommen. Dies wird ungefähr 325 Euro kosten und ohne Vertrag und ohne SIM-Sperre verkauft werden. Der Haken beim Neo: Die für den Herbst geplante Version hat weder UMTS noch EDGE, sondern setzt auf den veralteten und langsamen GPRS-Standard.

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Erstes Open-Source-Handy Neo 1973
Sean Moss-Pultz von OpenMoko begründet dies gegenüber dem US-Magazin "PC World" damit, dass man für das erste Modell auf bestehende Platinenlayouts zurückgegriffen habe, um Kosten zu sparen. Gebaut wird das iPhone für Open-Source-Fans vom taiwanesischen Hersteller FIC. Die fertige Version des Smartphones wird WLAN und zwei Beschleunigungssensoren haben. Weitere Besonderheit: Das Neo 1973 wird ein eingebautes GPS-Modul besitzen.
Dies soll laut Sean Moss-Pultz jedoch nicht nur für die Navigation herhalten: "Wenn das Telefon seine Position kennt, kann es sein Verhalten darauf anpassen. Wir wollen, dass alle Programme den aktuellen Ort kennen". Dies hätte einige komfortable Vorteile: "Wenn wir beispielsweise eine To-do-Liste haben, die ortsabhängig ist. Der Neo könnte einen passend an alle relevanten Dinge erinnern, wenn man zur Arbeit geht oder in den Supermarkt".
Der Name "Neo 1973" verbindet die Geschichte des Mobilfunks mit dessen Zukunft. "Neo" steht für "neu", während die Jahreszahl das Jahr repräsentiert, in dem das erste Mobilfunkgespräch geführt wurde.
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