Megapixel mal zwölf: Casio Exilim Z1200 im Test
Für die besonderen Momente
Die Z1200 bietet zwei verschieden Arten, das Display zu betreiben: Eine Panel-Ansicht, bei der alle wichtigen Einstellungen am rechten Bildrand angeordnet und schnell zu erreichen sind, eignet sich vor allem für fortgeschrittene Nutzer. Die traditionelle Ansicht nutzt das breite 16:9-Display nicht voll aus, weshalb links und rechts schwarze Ränder zu sehen sind, wenn in voller Auflösung von zwölf Megapixeln und dem daran gebundenen Seitenverhältnis 4:3 fotografiert wird.
Filmaufnahmen gehören zur Standardausstattung jeder aktuellen Digitalkamera. Im Falle der Exilim Z1200 findet man aber etwas mehr als einfach nur Standard: H.264-Filmsequenzen im 16:9-Format bei einer Auflösung von 848 x 480 Pixel mit einer Bildrate von 20 Bildern pro Sekunde sind die Leistungsspitze der Casio. Gesondert zu nennen ist die Pastmovie-Funktion, die Filmaufnahmen besonders einfach gelingen lässt. Ist diese Funktion aktiv, zeichnet die Kamera ununterbrochen Video auf, speichert dieses aber nicht. Wird nun der Auslöser betätigt, dann landen lediglich die bereits vergangenen fünf Sekunden plus das Geschehen danach auf der Sepicherkarte. Scheinbar Verpasstes kann so doch noch aufgenommen werden.
So landet wirklich nur das lohnenswerte Geschehen auf der Speicherkarte. Wer bei wenig Licht filmen möchte, freut sich über die eingebaute LED-Leuchte, die bei Videoaufnahmen auf dauerhaft an gestellt werden kann. Die Leuchtleistung ist in etwa mit der einer Handy-LED vergleichbar. In der kamerainternen Nachbearbeitung lassen sich Videos einmalig schneiden, einzelne Clips leider jedoch nicht zu einem Film zusammenfügen.
Casio Exilim Z1200
Die Dockingstation lädt den Akku und sorgt für Datenaustausch mit dem Computer.
Im Panel-Modus hat der Benutzer alle wichtigen Einstellungen schnell griffbereit.
Alles im Griff: Kaum Platz bleibt für die Bedienelemente. Die Kamera lässt sich aber trotzdem angenehm benutzen.
Durch die spezielle Aufhängung des Sensors kann die Kamera Verwacklungen ausgleichen und so für schärfere Bilder bei langen Verschlusszeiten sorgen.
Lithium-Ionen-Akku und SD-Karte sorgen für Strom und Speicherkapazität.
Das 2,8-Zoll-Display konnte auch im direkten Sonnenlicht mit guter Lesbarkeit punkten.
Gesichtserkennung auf neuem Niveau: Die Z1200 erkennt Personen, die vorher abfotografiert wurden, wieder.
Massiv, massiver, Z1200: Das sauber verarbeitete Edelstahlgehäuse macht einen hervorragenden Eindruck.
Beschnitten: In der Standard-Ansicht ist bei voller Auflösung rechts und links eine schwarze Begrenzung im Bild.
Die Motionprint-Option erstellt aus einem Video eine Übersicht aus neun Einzelbildern und speichert diese in einer Bilddatei. Auch Fotos können umfangreich nachbearbeitet werden: Bilder beschneiden, drehen und in ihrer Auflösung und Helligkeit anpassen ist möglich. Dazu ist der Weißabgleich eines Bildes auch im Nachhinein veränderbar. Dieser Effekt wird jedoch nur simuliert, da die Casio keine RAW-Dateien aufnehmen kann, die Ergebnisse wirken aber überzeugend.
Unterwegs mit voller Auflösung
Es wäre nicht richtig, die Casio Exilim Z1200 nur auf ihre zwölf Megapixel zu reduzieren, denn sie bietet eine ganze Menge mehr als das. Trotzdem interessiert natürlich die Frage, warum die ISO-Empfindlichkeit nur bis ISO 400 wählbar ist. Ein Zusammenhang zur hohen Auflösung und dem damit verbundenen, erwartungsgemäß hohen Bildrauschen könnte der Grund für die Begrenzung sein, dies muss aber die Praxis zeigen. Die Casio ist sehr schnell eingeschaltet und aufnahmebereit. Nur ein kurzer Moment vergeht und das erste Foto ist möglich.
In voller Auflösung schafft die Kamera etwa alle zwei Sekunden ein Foto. Im Serienbildmodus steht bei auf drei Megapixel reduzierter Auflösung eine Serienbildgeschwindigkeit von drei Bildern pro Sekunde zur Verfügung. Der Autofokus ist reaktionsschnell und überzeugt bei ruhigen und bewegten Motiven. Fehlfokussierungen kamen äußerst selten vor. Die Fokusverfolgung und die automatische Rahmung, ein Bestshot-Programm um Objekte immer in der Mitte des Bildes zu fotografieren, können bei Motiven in leichter Bewegung die Schärfe halten, haben aber Schwierigkeiten, sobald es etwas hektischer wird, und versagen.

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