Test: Kompetenz-Erweiterung für Flachbildschirme
Mäßiges Material
Dank der sauberen Abmessungen passt alles gleich auf Anhieb und gibt keine Rätsel auf. So dauert es gerade einmal wenige Minuten, bis sich der unflexible Billig-Bildschirm in einen erstklassigen Ergonomiker verwandelt. Gegenüber dem vorherigen Serienstandfuß steht die Ergotron-Alternative aufgrund der größeren Auflagefläche sogar sicherer. Dennoch schwingt die Bildfläche schon bei leichten Erschütterungen nach, was wiederum keine nennenswerte Verbesserung darstellt.
Nun hat der günstige TFT-Monitor in puncto Verstellmöglichkeiten ebenso viel drauf wie ein bedeutend teureres Modell. Zu den neu gewonnenen Fähigkeiten zählt sogar eine Pivot-Funktion, um das Display vom Quer- ins Hochformat zu drehen und lange Listen besser lesbar zu machen. Die Rotation geht butterweich und angenehm leicht von der Hand. Allerdings reicht der verfügbare Neigungswinkel nicht aus, um den Bildschirm ohne Tischkontakt umzudrehen, das funktioniert erst bei ausreichender Höhe.
Höhenverstellung und Pivot-Funktionfür vertretbare 40 Euro Aufpreis
Im Hochformat steht die Anzeige rechts minimal tiefer als auf der linken Seite, was sich mit einem manuellen Eingriff aber leicht nachkorrigieren lässt. Zurück in die Ausgangsposition findet sie dafür einwandfrei. Eine Höhenverstellung um bis zu 13 Zentimeter ist überaus ordentlich und für den Heimbedarf völlig ausreichend. Während sie im oberen Bereich noch recht leichtgängig gleitet, arbeitet sie nahe der Untergrenze manchmal eine Spur zu störrisch. Auf glatten Oberflächen sorgen sechs kleine Gummiauflagen unter der silbernen Basis für ausgezeichnete Bodenhaftung.
Ohne großen Kraftaufwand macht die zugrundeliegende Mechanik einen Schwenk um bis zu 270 Grad möglich, gibt sich bisweilen aber leider etwas hakelig. Die Verarbeitung bewegt sich auf einem eher mäßigen Qualitätsniveau, was die Knarzgeräusche beim Verstellen und das laute Schleifgeräusch der Höhenregulierung auch akustisch untermauern. Zudem wirken die Plastikabdeckungen klapprig und die Spaltmaße sind an vielen Stellen zu breit oder unregelmäßig.
Test: Kompetenz-Erweiterung für Flachbildschirme
Für Monitore mit Schraublöchern im Format 75 x 75 Millimeter muss der mitgelieferte Adapter in Sternform her.
Mit dem alternativen Standfuß ist neben dem Neigen auch eine Höhenverstellung, das Drehen ins Hochformat sowie das Schwenken möglich.
Das Problem: Einen schicken Flachbildschirm gekauft, aber kaum Verstellmöglichkeiten. Denn oft scheint gerade den Herstellern günstiger Displays ein ansprechendes Design wichtiger als eine angenehme Ergonomie.
Normalerweise fertigt Ergotron Tisch- und Wandhalterungen für Monitore, so wie auch viele andere Konkurrenten und einige Bildschirmproduzenten selbst.
Ein alternativer Standfuß für schlecht ausgestattete TFT-Displays ist hingegen etwas völlig neues, wenngleich durchaus naheliegendes.
Die Lösung könnte der Ergotron Neo-Flex LCD Stand sein, ein flexibler Ersatzstandfuß für weniger als 40 Euro.
Selbst billige Flachbildschirme erreichen mit dieser Kompetenzerweiterung das Ergonomie-Niveau eines teuren TFT-Monitors.
Fazit
Mit Straßenpreisen von teilweise deutlich unter 40 Euro ist der Ergotron Neo-Flex LCD Stand ausgesprochen günstig und sieht auch entsprechend aus. Schöner wird ein durchgestyltes TFT-Display mit dem alternativen Standfuß zwar nicht unbedingt, bei eingeschränkten Verstellmöglichkeiten aber erheblich vielseitiger. Bei ergonomischen Mangelerscheinungen muss also nicht gleich eine teure Tisch- oder Wandhalterung oder gar ein neuer Flachbildschirm her, um das Arbeiten angenehmer zu machen. Und das allein macht den Neo-Flex LCD Stand schon zu einer lohnenswerten Investition.
Das Testgerät wurde von TFTshop.net zur Verfügung gestellt.

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