Hardcore-Gamer: Asus LS201 im Test
Schnelles Spielgerät
Auch von innen heraus wirkt das Bild glasklar und punktet mit einer sehr guten Schärfe. Bauartbedingt ist die glänzende Oberfläche im Gegensatz zu einer matten Beschichtung anfälliger für Reflexionen aller Art, vergleichbar mit der eines Röhrenbildschirms. Rein subjektiv spiegelt die Anzeige jedoch weniger heftig als bei anderen Glossy-Displays. In der Werkseinstellung stark unterkühlt, wird der Betrachter erst mit der Farbtemperatur "warm", im "sRGB"-Modus oder nach individueller Justierung besser bedient. Obgleich die Helligkeit zwar keine exorbitant hohen Reserven bietet, reicht sie völlig aus.
Den voreingestellten Wert von 80 Prozent sollte der Kontrast besser nicht übersteigen, da höhere Werte eine unangenehm grelle Darstellung erzeugen. Buntes liefert der LS201 auf der ersten Blick weitestgehend farbecht, strahlend und kräftig. Dass Grafiker dennoch die Finger davon lassen sollten, zeigen die leichten Unregelmäßigkeiten an den Rändern sowie der ein wenig verwaschene Schwarzwert, der an den selben Stellen von helleren Streifen getrübt wird. Bei den Graustufen halten sich Streifen zwar absolut in Grenzen, doch mit sehr dunklen und hellen Inhalten scheint der Schirm überfordert und driftet mitunter gänzlich ins Schwarze oder Weiße ab.
Die Glasscheibe verfügt über einen Härtegrad von 9H,demnach wäre zum Zerkratzen ein Diamant nötig.
Notebook-Besitzer kennen den Effekt: Das Display nur leicht nach oben oder unten verstellt, schon wirkt das Bild heller oder dunkler. Vergleichbares stellt auch der Asus-Flachbildschirm zur Schau, der etwa ebenso empfindlich auf Veränderungen reagiert. In horizontaler Hinsicht liefert er eine zwar nicht ganz so schwache Vorstellung und bleibt relativ lange ansehnlich, allerdings mit einer frühen Tendenz in Richtung Milchglasscheibe.
Als Alternative zum benutzerdefinierten Bild sind die "Splendid"-Modi für "Theater", "Spiel", "Nacht" und "Landschaft" kaum zu gebrauchen. Beispielsweise knöpft der Spielemodus realitätsnahen Games aufgrund der unnatürlich grellen und übersättigten Farben wieder einen guten Teil ihrer Wirklichkeitstreue ab. Doch das hat der LS201 gar nicht nötig, da Spiele schon in der Standardeinstellung zu seinem Fachgebiet gehören. Nicht nur die farbenfrohe und enorm plastische Darstellung gefällt, auch die Reaktionszeit kann mit der schönen Optik Schritt halten.
Soetwas wie Schlieren wirft der Flachbildschirm erst bei konzentriertem Hinsehen, und selbst dann in verschwindend geringem Maße und nie wirklich störend. Typisch TN-Panel eben. Normalerweise wird das 4:3-Format von Spielen eher unterstützt als das 16:10-Breitbild, doch nicht in einer nativen Auflösung von 1.400 x 1.050 Pixeln. Bei "Prey" muss deshalb auf eine niedrigere Punktzahl von 1.280 x 1.024 zurückgegriffen werden. Um das Bild ohne Qualitätsverlust als Ausschnitt anzuzeigen, muss der Grafikkartentreiber bemüht werden; eine hardwareseitige Option fehlt.
Hardcore-Gamer: Asus LS201 im Test
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Bild vergrößern Nachteil: Fingerabdrücke lieben diese Art von Farbe und zeigen dies auch bei jeder erdenklichen Gelegenheit. Da wirkt es geradezu ironisch, dass hingegen sogar spitze Gegenstände spurlos an der gehärteten Glasfront vorübergehen. - Bild 2 von 12
Bild vergrößern Flachbildschirme haben mit Röhrenmonitoren nicht mehr viel gemeinsam, und das ist auch gut so - zumindest in den meisten Fällen. Einen Vorteil der klobigen Klötze macht sich allerdings der Asus LS201 zunutze. - Bild 3 von 12
Bild vergrößern Um eine Wandhalterung nutzen zu können, muss der Fuß nach dem Drücken eines dicken Knopfes im Scharnier nach hinten geklappt und mit einem mitgelieferten Adapter versehen werden. - Bild 4 von 12
Bild vergrößern .... oder orange-rot im Standby-Modus. - Bild 5 von 12
Bild vergrößern Auf der Rückseite prangt ein ausladender Asus-Schriftzug in einer ringförmigen silbernen Einfassung, die durch die umliegenden Rillen stark an die gute alte Vinyl-Schaltplatte erinnert. Glänzendes Schwarz nach Klavierlack-Manier dominiert, wohin das Auge auch blickt. - Bild 6 von 12
Bild vergrößern Auf dem kreisrunden Standfuß liegt eine anthrazitfarbene Schicht Aluminium, die vorderen Bedienelemente in einer schmalen chromfarbenen Leiste, die sich über die komplette Gehäusebreite zieht. - Bild 7 von 12
Bild vergrößern Wo andere TFT-Monitore eine weiche Oberfläche aufweisen, die sich leicht eindrücken lässt, setzt er auf eine unnachgiebige Glasplatte. - Bild 8 von 12
Bild vergrößern Wie beim Samsung SyncMaster 971P stecken die Kontakte zur Außenwelt nicht in der Bildfläche selbst, sondern im Standfuß. Mit einer digitalen und analogen Schnittstelle hat der Asus LS201 bei den Signaleingängen zwar mehr drauf, verfügt jedoch leider ebenfalls über ein unpraktisches separates Netzteil. - Bild 9 von 12
Bild vergrößern Drumherum: ein edles Design mit einem zweifarbig beleuchteten Standfuß. - Bild 10 von 12
Bild vergrößern Obwohl es den Anschein hat, besitzt das TFT-Display keine eingebauten Lautsprecher. - Bild 11 von 12
Bild vergrößern Prismenartig geschliffene Kanten vermitteln einen edlen Eindruck, passend zum Rest des Designer-Displays. Bei einem Härtegrad von 9H wäre zum Zerkratzen ein Diamant nötig. - Bild 12 von 12
Bild vergrößern Der Lichtbogen im Standfuß ist eine wahre Augenweide und strahlt entweder blau während des Betriebs ....
Dennoch zählt das Interpolationsverhalten zweifellos zu den Stärken des LS201. Auch auf Vollbild gestreckt, bleiben die dargestellten Games unter 1.400 x 1.050 Punkten trotz unvermeidbarer Einbußen immer noch schön und scharf. Mit HD-Videos harmoniert der zockerfreundliche 20-Zöller besonders gut. Mit Artefakten bei stärker komprimierten Film-Dateien geht er allerdings nicht sonderlich verzeihend um, hier hilft nur eine angemessene Blickdistanz.






